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Über Ländergrenzen hinweg aufwachsen und arbeiten: DFG-Kolleg Transnationale Soziale Unterstützung

28.08.2014 - (idw) Stiftung Universität Hildesheim

Wie Jugendliche, Paare, Erwachsene und ältere Menschen über Ländergrenzen hinweg aufwachsen, leben und arbeiten damit befasst sich das DFG-Graduiertenkolleg Transnationale Soziale Unterstützung an den Universitäten Hildesheim und Mainz. Nun starten elf weitere Promovierende. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt die Forschung am Standort Hildesheim bis 2017 mit insgesamt 2,57 Millionen Euro. Der Forschungsnachwuchs untersucht zum Beispiel transnationale Beziehungen von Paaren, Flüchtlinge als Studierende und wie Berufsabschlüsse in der Einwanderungsgesellschaft anerkannt werden. Wie Jugendliche, Paare, Erwachsene und ältere Menschen über Ländergrenzen hinweg aufwachsen, leben und arbeiten damit befassen sich Forscherinnen und Forscher an den Universitäten Hildesheim und Mainz. Im DFG-Graduiertenkolleg Transnationale Soziale Unterstützung untersuchen sie seit 2008, wie über nationalstaatliche Grenzen hinweg soziale Hilfe geleistet wird. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt die Forschung am Standort Hildesheim bis 2017 mit insgesamt 2,57 Millionen Euro. Für den Zeitraum der nächsten drei Jahre wurden nun elf neue Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aufgenommen, die an ihren Promotionen arbeiten. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten monatlich 1.303 Euro und werden auf dem Weg zur Promotion von Expertinnen und Experten begleitet.

Der Forschungsnachwuchs untersucht zum Beispiel transnationale Beziehungen von Paaren, Flüchtlinge als Studierende, wie Berufsabschlüsse in der Einwanderungsgesellschaft anerkannt werden und das Bild von Afrika in der Entwicklungszusammenarbeit. Am Standort Hildesheim starten diese Promovierenden: Agnetha Bartels beschäftigt sich mit Begegnungen von Menschen in privaten Räumen in Lateinamerika, die über das Netzwerk Couchsurfing hergestellt werden und untersucht diese neue Form des Reisens im 21. Jahrhundert. Alia Herz-Jakoby untersucht, wie in Bildmaterialien transnationaler Organisationen Afrika und Entwicklung hergestellt werden und welche Motive dabei den visuellen Diskurs prägen. Sonja Klaus analysiert die Biographien von Studierenden und den Weg vom Flüchtlingslager an die Uni. Dabei befasst sie sich mit der Lage von in Not geratenen ausländischen Studierenden in Deutschland und welche Unterstützung sie erhalten, um das Studium erfolgreich zu bewältigen. Fanny Petermann möchte in ihrer Arbeit den Diskurs in der Bundesrepublik Deutschland über Krankheit in afrikanischen Ländern erfassen. Sie interviewt Personen, die in transnationalen Interventionen beteiligt sind.

Heiraten über Ländergrenzen hinweg: Wie informelle soziale Unterstützung im Kontext von Heiratsmigration erfolgt, möchte Maria Schube herausfinden. Sie untersucht dafür die Situation von Paaren mit türkischem Hintergrund. Stefanie Visel untersucht, wie Berufserfahrungen und Kompetenzen über Grenzen hinweg in den Feldern der Pflege- und Gesundheitsberufe anerkannt werden. Dafür befragt sie Personen in Behörden, Beratungsstellen und Bildungseinrichtungen.

Bisher arbeiten rund 50 Kollegiatinnen und Kollegiaten im DFG-Graduiertenkolleg an ihren Dissertationen. Aus dem Kolleg ist die Zeitschrift Transnational Social Review A Social Work Journal (Routledge Verlag) hervorgegangen. Das Graduiertenkolleg Transnationale Soziale Unterstützung ist an der Stiftung Universität Hildesheim am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik und an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz am Institut für Erziehungswissenschaft angesiedelt. Sprecher sind Prof. Dr. Wolfgang Schröer und Prof. Dr. Cornelia Schweppe. In Zukunft werden an der Universität Hildesheim auch Prof. Dr. Gunther Graßhoff und Prof. Dr. Inga Truschkat die Kollegiaten in ihrem Promotionsprozess begleiten.

Weitere Informationen online:
http://www.transnationalsupport.de

Konferenz:
Auf der Konferenz Transborder Transnation Transformation. Perspectives on Social Support stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter anderem aus den USA, Canada und europäischen Ländern aktuelle Forschungsergebnisse vor. Es geht um Biographien, die Rolle von Internet und Religion und Bildung; um geschlossene Räume etwa in Flüchtlingslagern; um Formen von Mobilität und den Umgang mit Druck. Carolin Oppermann spricht etwa im Vortrag Wanna go Clubbing? über den Alltag in Seniorenclubs in südostasiatischen Megacities, Gavaza Maluleke analysierte den Alltag von afrikanischen Migrantinnen in Europa, Annett Bochmann befasst sich mit räumlichen und zeitlichen Orientierungen von Menschen in Flüchtlingslagern, die vorläufig sein sollten doch meist über lange Zeiträume bestehen. Soon Won Jung stellt Biographien von südkoreanischen Krankenschwestern in Deutschland vor, Thusinta Somalingam analysiert die Arbeit von tamilischen Bildungsorganisationen. Alice Altissimo und Rajalakshmi Kanagavel zeigen, welche Rolle das Internet in Migrationsprozessen spielt und wie sich Studierende über Ländergrenzen hinweg vernetzen. Die Konferenz findet vom 22. bis 23. September 2014 in Mainz statt (zum Programm und zur Anmeldung).

Mehr Informationen zum Programm und zur Anmeldung:
http://www.uni-hildesheim.de/media/presse/2014_Konferenz_Transborder-Transnation-Transformation.pdf


Medienkontakt:
Pressestelle der Universität Hildesheim
Isa Lange
E-Mail: presse@uni-hildesheim.de
Telefon: 05121.883-90100 und 0177.8606905 Weitere Informationen:http://www.transnationalsupport.de - DFG-Graduiertenkolleg Transnationale Soziale Unterstützung an der Universität Hildesheim und der Universität Mainz Anhang
Pressemitteilung als PDF / Über Ländergrenzen hinweg aufwachsen und arbeiten: DFG-Graduiertenkolleg Transnationale Soziale Unterstützung an Uni Hildesheim und Mainz
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