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Neue Nachwuchsgruppe am ZMT erforscht submarinen Grundwasserabfluss

01.09.2014 - (idw) Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT)

Am ZMT hat eine neue Nachwuchsgruppe unter der Leitung von Dr. Nils Moosdorf ihre Forschung zum Thema submariner Grundwasserabfluss aufgenommen. Gefördert wird die Gruppe vom BMBF im Rahmen des Programms Nachwuchsgruppen Globaler Wandel. Es bietet jungen Wissenschaftlern die Möglichkeit, mit innovativen Ideen zur Gestaltung des Umgangs mit dem globalen Wandel beizutragen. Am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) hat Anfang August eine neue Nachwuchsgruppe ihre Forschung zum Thema submariner Grundwasserabfluss aufgenommen. Gefördert wird die Gruppe unter der Leitung von Dr. Nils Moosdorf vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms Nachwuchsgruppen Globaler Wandel.

Der Abfluss von Grundwasser aus Küstengebieten ins Meer ist bisher insbesondere auf der globalen Skala kaum erforscht berichtet Moosdorf. Der Geologe hat an der Universität Hamburg promoviert und erforscht seither globale Stoffkreisläufe. Die Mengen an Süßwasser, die über das Grundwasser ins Meer gelangen, sind aber nicht zu unterschätzen: sie machen bis zu 10% des gesamten Süßwasserzustroms vom Land ins Meer aus.

Auf seinem Weg durch die Erd- und Gesteinsschichten sammelt das Regenwasser große Mengen an Nährstoffen auf, bevor es als Grundwasser ins Meer abfließt. Wir vermuten, dass das Grundwasser daher an vielen Orten eine wesentliche Funktion bei der Versorgung von Küstenökosystemen mit Nährstoffen übernimmt, meint Moosdorf. Auch in Hinblick seiner Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf besteht Forschungsbedarf.

Die Nachwuchsgruppe wird sich auch der Frage widmen, wie wandelnde Umweltbedingungen den Grundwasserabfluss verändern. So nimmt insbesondere in den Tropen die Umwidmung von Naturwald in Plantagen rapide zu, überschüssiger Dünger wird mit dem Grundwasser ins Meer transportiert und kann zur Eutrophierung in Küstengebieten führen.

Die Gruppe wird ihre Forschung zunächst auf Java als Beispielregion konzentrieren. Die Insel ist dicht besiedelt, wird landwirtschaftlich intensiv genutzt und ist regelmäßig den sturzflutartigen Monsunregen ausgesetzt, die den Wasser- und Nährstoffkreislauf kräftig ankurbeln, erklärt Moosdorf. Java ist daher der ideale Ort, um Prozesse zu untersuchen, die den Einfluss von submarinem Grundwasserabfluss auf Küstenökosysteme steuern.

Die Förderung von Nachwuchsgruppen zur Erforschung des Globalen Wandels ist ein neuer Schwerpunkt im Programm Forschung für Nachhaltigkeit des BMBF, das dadurch jungen Wissenschaftlern die Möglichkeit bietet, mit innovativen und außergewöhnlichen Forschungsideen zum Verständnis und zur Gestaltung des Umgangs mit dem globalen Wandel beizutragen. Weitere Informationen:http://Zur Seite der AG "Submariner Gundwasserabfluss" am ZMT:http://www.zmt-bremen.de/Submariner_Grundwasserabfluss.htmlhttp://Zur Seite des BMBF "Nachwuchsgruppen Globaler Wandel": http://www.bmbf.de/foerderungen/18231.php
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