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Infektions- und Sepsisforscher erneuern Forderung für Nationalen Aktionsplan gegen Sepsis

02.09.2014 - (idw) Universitätsklinikum Jena

Einladung zur Podiumsdiskussion mit Staatsminister Helge Braun und Pressegespräch am 11.09.2014 in Berlin Jährlich ca. 60 000 Sepsisopfer in Deutschland und eine täglich steigende Zahl von Sepsistoten durch Ebola in Westafrika sind alarmierend.

In Westafrika versterben täglich ca. 60 Menschen an der derzeit unkontrollierten Ebola-Epidemie. Dies hat in der Weltöffentlichkeit zu Recht große Sorgen ausgelöst. Das gefährliche Virus führt in 50- 60% der Fälle zu einer tödlichen Sepsis. Die Weltgemeinschaft muss auch im eigenen Interesse alles tun um den Menschen und den überforderten Regierungen in dieser Region zu helfen und das Übergreifen dieser bedrohlichen Seuche auf andere Länder zu verhindern.

Wir dürfen es jedoch auch in Deutschland nicht länger hinnehmen, dass jährlich mehr als 60 000 Menschen an einer Sepsis versterben.

Sepsis kann von allen akuten Infektionen bzw. hunderten Infektionserregern ausgelöst werden. In Deutschland sind es meist Lungenentzündungen, Bauch- und Harnwegsinfekte und Wundinfektionen. Nicht nur das Schweinegrippe, Vogelgrippe und das Ebolavirus, sondern auch das Influenzavirus und der Malariaerreger können eine Sepsis auslösen. In den USA schätzt das Center for Disease Control and Prevention (CDC), dass die Zahl der Sepsisfälle von 621 000 im Jahr 2000 auf 1 141 000 im Jahr 2008 zugenommen und sich damit fast verdoppelt hat. Weltweit sind jährlich ca. 8 Millionen Todesopfer zu beklagen.

In Deutschland können 15 000 bis 20 000 Menschenleben gerettet werden.

Dies erfordert jedoch eine konsequente Umsetzung von Impfempfehlungen, Einhaltung von Hygienevorschriften, bessere Früherkennung und sofortigen Therapiebeginn bereits beim Auftreten der Frühsymptome sowie effektivere Antibiotika, so der Intensivmediziner Prof. Dr. Konrad Reinhart vom Universitätsklinikum Jena, Sprecher der Globalen-Sepsis-Allianz. Deshalb fordert ein Memorandum einen Nationalen Aktionsplan gegen Sepsis. Es wird u.a. von zwölf medizinischen Fachgesellschaften, den Präsidenten der Leopoldina und des Robert-Koch-Instituts, einer Reihe von Landesgesundheitsministern und Landesärztekammern und einigen großen Krankenhausgruppen unterstützt.

Um der Forderung nach einem Nationalen Aktionsplan Nachdruck zu verleihen, findet am 11. September 2014 von 11 bis 14 Uhr unter dem Motto Sepsisfälle und Antibiotikaresistenzen steigen unaufhaltsam - Für einen Nationalen Aktionsplan gegen Sepsis eine öffentliche Podiumsdiskussion im LangenbeckVirchowHaus in Berlin statt.
Wir laden Sie hiermit ganz herzlich zu der Veranstaltung ein.
Nutzen Sie die Möglichkeit zur Diskussion mit hochrangigen Fachleuten aus Klinik, Wissenschaft und Politik. Im Anschluss an die Veranstaltung stehen Ihnen auch Betroffene für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Podiumsdiskussion:
Sepsisfälle und Antibiotikaresistenzen steigen unaufhaltsam - Für einen Nationalen Aktionsplan gegen Sepsis
Zeit: 11.09.2014, 11 14 Uhr
Ort: Berlin, LangenbeckVirchowHaus; Luisenstraße 58/59
Kontakt: Prof. Konrad Reinhart
Anmeldung : sepsis-summit@world-sepsis-day.org
Telefon: 03641.9323101
Weitere Details zu der Veranstaltung finden Sie unter:
http://www.world-sepsis-day.org/Podiumsdiskussion_BERLIN.pdf

Beim anschließenden Pressegespräch
Zeit: 11.09.2014, 14.00 Uhr

Ort: Berlin, LangenbeckVirchowHaus; Luisenstraße 58/59
stehen Ihnen die Experten und auch Patienten als Gesprächspartner zur Verfügung. Weitere Informationen:http://www.world-sepsis-day.org/Memorandum.pdf: Nationaler Aktionsplan gegen Sepsishttp://www.cdc.gov/sepsis/basic/qa.html: CDC Sepsis informationhttp://www.who.int/csr/don/archive/disease/ebola/en: WHO-Information zum Ebola-Ausbruch
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