Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 11. Dezember 2017 

Forschung zum Arbeitszeitmodell "Arbeitszeitfreiheit"

04.09.2014 - (idw) Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Bamberger BWL-Professorin Maike Andresen forscht zu wenig bekanntem Arbeitszeitmodell Individuelle Arbeitszeiten, keine Anwesenheitspflicht oder persönliche Arbeitszeitstrukturen: Flexible Arbeitszeitgestaltung soll Unternehmen ermöglichen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Einige Formen wie Arbeitszeitkonten oder Teilzeitarbeit werden bereits vielfach angewandt. BWL-Professorin Maike Andresen forscht zu einem Modell, das bislang in Deutschland wenig bekannt ist: die Arbeitszeitfreiheit.

Die Arbeitszeitfreiheit ist ein seltenes Phänomen, das in Deutschland aufgrund arbeitsrechtlicher Bestimmungen bisher wenig ausgeübt und daher auch wenig erforscht wird. Das sogenannte results-only work environment (ROWE) - Modell, in Deutschland unter dem Namen Arbeitszeitfreiheit bekannt, überlässt den Arbeitnehmern eines Unternehmens komplette Gestaltungsfreiheit in Bezug auf Arbeitsdauer und -zeitpunkt.

Ob der Mitarbeiter seine Arbeit im Büro, zu Hause oder anderswo erledigt, wie viele Stunden er an welchen Tagen arbeitet und wann seine Arbeitszeit beginnt beziehungsweise endet, entscheidet er selbst. Hauptsache, die Ergebnisse stimmen, so Prof. Dr. Maike Andresen vom Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Personalmanagement an der Universität Bamberg.

Bereits in ihrer Habilitationsschrift Das (Un-)Glück der Arbeitszeitfreiheit aus dem Jahr 2009 beschäftigte sie sich mit den Auswirkungen dieses Modells auf Unternehmen und Arbeitnehmer. Seither hat sie das Thema der kompletten Arbeitszeitflexibilisierung nicht locker gelassen. In ihrem am 30. September 2014 erscheinenden Grundlagenwerk zur Personalmanagement-Praxis Assessing Added Value wirft Andresen einen umfassenden Blick auf die Arbeitszeitfreiheit, stellt Vor- und Nachteile dar und gibt Empfehlungen, wie das Modell verbessert werden kann. Ihre Kernthese: Eine Weiterentwicklung und Umsetzung des Modells lohnt sich, denn gegenüber anderen Formen der Arbeitszeitflexibilisierung bietet es entscheidenden Mehrwert. Weitere Informationen:http://www.uni-bamberg.de/kommunikation/news/artikel/arbeitszeitfreiheit
uniprotokolle > Nachrichten > Forschung zum Arbeitszeitmodell "Arbeitszeitfreiheit"
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/283804/">Forschung zum Arbeitszeitmodell "Arbeitszeitfreiheit" </a>