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Fachhochschule Gelsenkirchen: Simulationssystem für Gasturbinen-Kompressor-Anlagen entwickelt

28.01.2004 - (idw) Fachhochschule Gelsenkirchen

Jan Hendrik Peters von der Fachhochschule Gelsenkirchen hat ein Simulationssystem für Gasturbinen-Kompressor-Anlagen entwickelt, mit dem man Störungen schneller als bisher und ohne Gefahr für Mensch und Anlage ausprobieren kann.


Jan Hendrik Peters (l.) und Prof. Dr. Michael Brodmann von der Fachhochschule Gelsenkirchen haben ein Simulationssystem für Gasturbinen-Kompressor-Anlagen entwickelt. Foto: FHG/SB, Abdruck honorarfrei Gelsenkirchen. Gasturbinen mit Kompressoren transportieren Erdgas, verdichtet und durch Pipelines gepresst, oft viele hundert Kilometer weit. Damit der technische Ablauf solcher Anlagen störungsfrei funktioniert, wird er automatisch überwacht. Das Testen aller Funktionen an der Anlage erfordert großen Zeitaufwand. Abhilfe verspricht eine Entwicklung von Jan Hendrik Peters (27). Der wissenschaftliche Mitarbeiter am Gelsenkirchener Energie-Institut der Fachhochschule Gelsenkirchen hat unter der Leitung von Professor Dr. Michael Brodmann ein Simulationssystem für Gasturbinen-Kompressor-Anlagen entwickelt, mit dem man über den Computer den technischen Ablauf simulieren kann. Dabei ersetzt das Computer-Simulationssystem aber nur die Turbinen-Kompressor-Anlage, die jetzt als grafische Darstellung auf dem Bildschirm zu sehen ist und per Knopfdruck bedient wird. Die anderen Elemente der Anlage wie Steuerung oder Bedienung sind echt und mit dem Simulationssystem verbunden. Wird diese Simulationsumgebung mit einem neuen Steuerungs- und/oder Bediensystem verbunden, kann es vollständig getestet werden, bevor es in einer Anlage zum Einsatz kommt.
Jan Hendrik Peters: "Das Simulationssystem eignet sich neben der Möglichkeit, damit Schadensursachen festzustellen, auch zu Schulungen an der Anlage." Zu Schulungszwecken vorgetäuschte Störungen, beispielsweise bei den Druckverhältnissen im Ölkreislauf oder an Temperaturfühlern, können nun einfach per Knopfdruck und ohne Gefahr für Mensch und Anlage ins Programm eingegeben werden, ohne dass aufwändig an der Turbine manipuliert wird. Die Ingenieure schulen sich dadurch in Strategien, echten Störfällen besser zu begegnen."
Für seine Leistung hat Jan Hendrik Peters bereits im letzten Jahr den Erich-Müller-Preis für die beste Diplomarbeit des Jahres 2003 am Standort Gelsenkirchen erhalten. Die Simulationsanlage ist nun eine Fortsetzung des Diplomarbeitsthemas. Die Industrie hat längst Interesse angemeldet. Schon bald wird das Simulationsystem bei "MAN-Turbo" in Oberhausen stehen und die Mitarbeiter- und Kundenschulung erleichtern.

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