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Attraktiver Karriereweg in der Wissenschaft

04.09.2014 - (idw) Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

League of European Research Universities veröffentlicht Positionspapier zu Erfahrungen mit Tenure Tracks in Europa Tenure Track-Programme stellen für junge Forscherinnen und Forscher einen attraktiven Zugang zu höheren Stufen der wissenschaftlichen Laufbahn dar. Durch Tenure Tracks erhalten sie vielfach schon bald nach der Promotion eine befristete Anstellung mit Aussicht auf hochwertige akademische Positionen wie etwa eine Professur. Gleichzeitig eröffnen die Programme europäischen Universitäten die Chance, sich im internationalen Wettbewerb um Nachwuchstalente stärker zu profilieren. Dies ist das Fazit eines neuen Positionspapiers der League of European Research Universities (LERU), das an der Universität Freiburg entstand. Es sammelt erstmals Erfahrungen mit diesem in Nordamerika etablierten Karrieremodell, das auf einer Übersicht aller 21 LERU-Universitäten in zehn Ländern basiert.

Die Albert-Ludwigs-Universität hat 2009 die so genannte Juniorprofessur mit Tenure Track eingeführt. Wir sind überzeugt, dass sie neben den traditionellen Wegen in eine Forscherkarriere eine neue, wegweisende Option darstellt, von der alle Seiten profitieren. Ihr entscheidender Vorteil ist, dass Universitäten mit ihrer Hilfe vielversprechenden Talenten schon in einer frühen Karrierephase eine klare Perspektive aufzeigen können und damit wissenschaftlichen Karrieren Verlässlichkeit geben, sagt Rektor Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, der gemeinsam mit Dr. Christian Jehle von der Stabsstelle Strategie und Hochschulentwicklung der Universität Freiburg bei dem Papier federführend war.

Tenure Tracks sind in Europa, im Unterschied zu Nordamerika, noch ein vergleichsweise neues Modell. Die Definition im LERU-Positionspapier lautet: Promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten nach einer vertraglich festgelegten, befristeten Bewährungszeit von drei bis sechs oder mehr Jahren und einer abschließenden positiven Evaluation eine höherwertige und feste Anstellung, ohne sich neu bewerben zu müssen oft eine Professur auf Lebenszeit. Fällt die Bewertung jedoch negativ aus, ist das Arbeitsverhältnis nach Ablauf des Tenure Tracks beendet. Die Erfolgsquote an den LERU-Universitäten ist bislang sehr hoch, was auf eine gute Auswahl der Universitäten aus den Bewerberinnen und Bewerbern schließen lässt.

Zudem zeigt das Positionspapier unterschiedliche Modelle in Europa auf. So sind Tenure Tracks in Baden-Württemberg beispielsweise nur für Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren möglich. Wir fordern die Regierungen des Landes, des Bundes sowie die Europäische Kommission dazu auf, den Tenure Track zu unterstützen und weiterhin gemeinsam mit den Universitäten alternative Karrierewege für junge Forscher zu entwickeln, damit es uns auch in Zukunft gelingt, die besten Talente für den Forschungsstandort Europa zu begeistern, sagt Schiewer. Nur durch verlässlich planbare Laufbahnen können die besten Wissenschaftler an den Spitzenuniversitäten Europas gehalten werden.

LERU ist ein Zusammenschluss von 21 forschungsstarken europäischen Universitäten. Dem im Jahr 2002 gegründeten Netzwerk gehören im deutschsprachigen Raum die Universitäten Freiburg, Heidelberg, München sowie Zürich/Schweiz an. LERU verfolgt das Ziel, die Hochschulbildung und Forschungspolitik auf europäischer Ebene mit Positionspapieren, Analysen und Empfehlungen nachhaltig zu verbessern.

LERU-Pressemitteilung:

http://www.leru.org/index.php/public/news/leru-universities-on-track-with-tenure...

LERU-Positionspapier zum Download:
http://www.leru.org/files/publications/LERU_AP17_tenure_track_final.pdf

Kontakt:
Dr. Christian Jehle
Strategie und Hochschulentwicklung
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0761/203-9658
E-Mail: christian.jehle@zv.uni-freiburg.de
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