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Gerechtigkeitslucken in der Stadtentwicklung? Bildung, Wohnen, Infrastruktur

04.09.2014 - (idw) Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH

18. Konferenz für Planerinnen und Planer NRW

In aktuellen gesellschaftlichen Debatten stehen Fragen der ökonomischen Ungleichheit und der sozialen Gerechtigkeit wieder im Mittelpunkt. Und auch in den Raumwissenschaften spielen Diskussionen um räumliche Disparitäten und die gefährdete Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse seit geraumer Zeit eine zentrale Rolle. In der Stadtentwicklung ist eine zunehmende Ausdifferenzierung der räumlichen und sozioökonomischen Entwicklungen zwischen Städten und Gemeinden und auch innerstädtisch zu beobachten. Bedingt durch teilräumlich unterschiedliche demografische und wirtschaftliche Trends wird eine doppelte Polarisierung festgestellt, die prosperierende Metropolen und solche in einem andauernden ökonomischen Strukturwandel ebenso kennt wie wirtschaftlich und demografisch erfolgreiche ländliche Gebiete und solche mit Entleerungstendenzen.

Gerade auch innerhalb wachsender Großstädte nehmen Segregation und sozialräumliche Disparitäten zu. Entmischungsprozesse und Wohnungsleerstände einerseits, Wohnungsknappheit, -verteuerung und Verdrängung von einzelnen sozialen Gruppen andererseits kennzeichnen die gegensätzlichen Herausforderungen.

Hinzu kommt, dass sich aufgrund der unterschiedlichen finanziellen Leistungsfähigkeit der Kommunen auch die Qualität der infrastrukturellen Angebote erheblich auseinanderentwickelt. Gerade im Bereich von Bildungsangeboten werden damit auch ganz unterschiedliche Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche, je nach ihrem Wohnort, vorgezeichnet. Diese gegensätzlichen Entwicklungen werfen Fragen auf, wie zum Beispiel, ob Stadtentwicklung im Sinne bewusster politisch-planerischer Steuerung bislang genügend auf diese Herausforderungen reagiert hat oder überhaupt noch reagieren kann. Sind durch ein sich in den letzten Jahrzehnten veränderndes Planungsverständnis und reduzierte Steuerungsansprüche bzw. -möglichkeiten strukturelle Gerechtigkeitslücken in der Stadtentwicklung entstanden?

Am Beispiel der Bereiche Wohnen, Bildung und Infrastruktur wollen wir diese unterschiedlichen Entwicklungen überprüfen und diese Frage diskutieren.

***
Anmeldung:

Julia Risse
Telefon: +49 (0)231 9051 - 154
Telefax: +49 (0)231 9051 - 155
oder per E-Mail: julia.risse@ils-forschung.de

Der Tagungsbeitrag beträgt 60 Euro pro Person, ermäßigt 30 Euro

Detaillierte Hinweise zur Teilnahme entnehmen Sie bitte dem angehängten Programmflyer und unter http://www.ils-forschung.de Weitere Informationen:http://www.ils-forschung.de Anhang
Programmflyer
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