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Kulturpolitischer Weltkongress erstmals in Deutschland / Kunst in Konflikten, Kulturnutzer, Bildung

05.09.2014 - (idw) Stiftung Universität Hildesheim

400 Kulturakteure und Forscher aus 60 Ländern stellen Ergebnisse auf dem Weltkongress der Kulturpolitikforschung vor. Darum geht's zum Beispiel: Künstler in Konflikten, Rahmenbedingungen von Kunst und Kultur in der arabischen Welt, Künstler während der Gezi-Proteste in der Türkei, Kulturkooperationen zwischen der EU und Russland, Freihandelsabkommen zwischen EU und USA: TTIP und die Kultur, Zusammenarbeit zwischen Schule und Kultureinrichtungen, Amateurtheater und Posaunenchor: Kultur in ländlichen Regionen, Wer geht in Museen und Theater, wer nicht?, Künstler als Multijobber; Umweltprobleme lösen: Theater dient nicht nur der Unterhaltung, Lebensdaten von Kultureinrichtungen seit 1990. Kulturpolitischer Weltkongress erstmals in Deutschland

9. bis 12. September 2014
Universität Hildesheim
Kulturcampus Domäne Marienburg
(Domänenstraße, 31141 Hildesheim)

Fortsetzung am 12. und 13. September 2014 in Berlin

[Worum geht's? Einige Beispiele aus dem Programm finden Sie untenstehend]

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Kultur- und Politikredaktionen,

wir laden Sie herzlich ein: Der Weltkongress für Kulturpolitikforschung macht nach Montreal, Istanbul und Barcelona erstmals in Deutschland Station: Die Universität Hildesheim richtet die Konferenz auf dem Kulturcampus aus, einer 650 Jahre alten Burganlage. 400 Kultur-, Politik- und Wirtschaftswissenschaftler sowie Kulturschaffende aus 60 Ländern stellen empirische Untersuchungen vor und berichten über kulturpolitische Entwicklungen. In 200 Vorträgen befassen sie sich mit der Rolle von Kultur in Konflikten und welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, damit Künstler gesellschaftliche Wirkung erzielen können. Sie diskutieren, wie Kultur und Künste in den Lebenswegen von Kindern und Jugendlichen einen Platz erhalten und wer Museen, Theater und Kultureinrichtungen besucht (Partizipation).

In Hildesheim ist ein Zentrum für kulturpolitische Forschung entstanden: Hier lehrt und forscht der erste Universitätsprofessor für Kulturpolitik. Die UNESCO hat die Arbeit von Professor. Wolfgang Schneider mit einem UNESCO-Lehrstuhl Cultural Policy for the Arts in Development (Kulturpolitik für die Künste innerhalb gesellschaftlicher Entwicklungsprozesse) ausgezeichnet. Die Wissenschaftler untersuchen mit Partnern aus dem Mittelmeerraum, afrikanischen und arabischen Ländern den Einfluss der Künste auf gesellschaftliche Entwicklungsprozesse.

Detailliertes Programm und alle Abstracts als PDF:
International Conference on Cultural Policy Research (ICCPR 2014)
http://www.uni-hildesheim.de/media/presse/Weltkongress_Kulturpolitik_Uni_Hildesheim.pdf

Eröffnung in Hildesheim:
Der 8. Weltkongress für Kulturpolitikforschung wird eröffnet am Dienstag, 9. September 2014, um 18:00 Uhr im Theater für Niedersachsen (Theaterstraße 6, Hildesheim). Prof. Dr. Bernd M. Scherer, Intendant des Hauses der Kulturen der Welt (Berlin), spricht über Das Anthropozän. Herausforderungen für die Kulturpolitik eines neuen Endzeitalters. Basma El Husseiny vom Kulturforschungsinstitut Al Mawred Al Thaqafy (Kairo, Ägypten) spricht über kulturpolitische Entwicklungen in arabischen Ländern. Studierende der Kulturwissenschaften geben Einblicke in die künstlerische Praxis (Musik, Film, Theater).

Empfang in Berlin
Der Beauftragte des Landes Niedersachsen beim Bund, Staatssekretär Dr. Michael Rüter, und der Direktor des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim, Prof. Dr. Wolfgang Schneider, laden ein zum Empfang am Freitag, 12. September 2014, um 19.00 Uhr in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund (In den Ministergärten 10, 10117 Berlin). Nach Statements von Tim Renner (Kulturstaatssekretär des Landes Berlin) und Dr. Gabriele Heinen-Kljaji (Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur) sprechen die internationalen Gäste mit deutschen und europäischen Kulturpolitikern und Verantwortlichen von Kulturinstitutionen (u.a. Kinder- und Jugendtheater GRIPS, Goethe-Institut). Dann besuchen sie die Staatlichen Museen zu Berlin auf der Museumsinsel, das GORKI Theater mit seinem interkulturellen Theaterensemble und das Radialsystem/Holzmarkt, wo Künstler und Kreative zusammenkommen (siehe: www.iccpr2014.de/berlin-program/).

Medienkontakt und Presseakkreditierung:
Pressestelle der Uni Hildesheim
E-Mail: presse@uni-hildesheim.de
Telefon: 05121.883-90100 und 0177.8606905
Journalisten werden gebeten, sich bis zum 9. September 2014 anzumelden. Die Pressestelle unterstützt Sie bei der Recherche und stellt telefonischen sowie persönlichen Kontakt zu Forschern und Kulturschaffenden her.

Presseinformation zur Konferenz:
http://www.uni-hildesheim.de/neuigkeiten/rolle-von-kultur-in-konflikten/

Mit freundlichen Grüßen,
Isa Lange

Worum gehts? Einige Beispiele aus dem Programm:

Künstler in Konflikten / Rahmenbedingungen von Kunst und Kultur in der arabischen Welt:
Wie arbeiten Dokumentarfilmer, Autoren, Schauspieler oder Graffiti-Künstler in politischen Umbrüchen? Welche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, damit Künstler gesellschaftliche Wirkung erzielen können? Basma El Husseiny (Ägypten) vom Kulturforschungsinstitut Al Mawred Al Thaqafy" in Kairo (LINK: http://mawred.org/about-us/) spricht zur Eröffnung des Weltkongresses über aktuelle kulturpolitische Entwicklungen in arabischen Ländern.
Seit dem ersten Tag der Revolution waren Künstler dort draußen, in Tahrir Square und Bourguiba Street. Die meisten Künstler waren zuvor dem großen Publikum unbekannt. Sie waren keine Stars der kommerziellen Filmindustrie und sie wurden von Arbeit, Medienauftritten und Reisen ausgeschlossen, die das Kulturministerium so lange nur einem bestimmten Teil der Kunstszene ermöglichte, sagt Basma El-Husseiny. Sie ist auch als Expertin im Arterial Network" aktiv, das Künstler sowie Kulturmanager in afrikanischen Ländern vernetzt. Sie verantwortet interne Berichte, die zu den Kulturpolitiken der arabischen Region erschienen sind. Nachzulesen sind dort die nationalen Entwicklungen, zumeist beobachtet, analysiert und reflektiert von kulturpolitischen Gruppen vor Ort. Die Gruppe kulturpolitisch Engagierter im Libanon hat sich juristischen Rat eingeholt, eine Expertise in Auftrag gegeben, die Gesetze und Verordnungen in der Kulturlandschaft überprüft und eine Prioritätenliste zur Umsetzung zusammengestellt, die derzeit in Politik und Zivilgesellschaft diskutiert wird. Außerdem empfiehlt ein Dokument das politische Zusammendenken von Kultur und Bildung. Aus der Gruppe im Jemen ist ein Non-governmental National Committee of Cultural Policies" geworden, erstmals gab es einen nationalen Austausch zwischen staatlichen Kulturinstitutionen und der freien Kunstszene.

Arab Cultural Policy Group zivilgesellschaftliche Initiative:
Die Arab Cultural Policy Group hat sich 2009 formiert. Künstler aus mehreren Ländern Nordafrikas machen sich Gedanken, wie Gesellschaft aussehen kann und unter welchen Rahmenbedingungen Künstler arbeiten. Sie kommen u.a. aus Algerien, Ägypten, Jordanien, Libanon, Palästina, Marokko, Syrien und Tunesien. Die Kulturschaffenden arbeiten an Konzepten, wie Infrastruktur für die Künste aufgebaut, wie Künstler unterstützt und wie die Teilhabe an Künsten gemanagt werden kann. Die Kulturpolitikforscher der Universität Hildesheim begleiten sie dabei, so fand zum Beispiel 2014 ein Forschungsatelier in Berlin statt. Als europäischer Partner ist das Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim an einem Aufbau eines Masterstudiengangs Kulturpolitik und Kulturmanagement in der arabischen Welt" beteiligt. Es liegen Ergebnisse aus einer Durchführbarkeitsstudie und Analyse vor. Die Planung laufen derzeit, vsl. wird der Studiengang in Marokko angesiedelt.

In vielen arabischen Staaten wird der Kultursektor dominiert von Kulturministerien u
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