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Gelebte Werte steuern ein Unternehmen besser als nackte Kennzahlen

10.09.2014 - (idw) Universität Witten/Herdecke

Symposion des Reinhard-Mohn-Instituts der UW/H am 16. September in Witten Eigentlich sind sich alle einig: Werte sind für die Steuerung eines Unternehmens von zentraler Bedeutung. Schließlich bilden sie die Grundlage für Einstellungen und Motivation der Mitarbeiter und beeinflussen bis zu 90 Prozent auch deren Handeln. Werte im Unternehmen dienen als Orientierungshilfe für Mitarbeiter, die zunehmend eigenverantwortlich arbeiten müssen. Führungskräfte, die diese Werte auch selber leben und verkörpern, können im Idealfall auf engere Kontrollen verzichten und die Motivation der Mitarbeiter steigern ganz abgesehen davon, dass heute viele Zusammenhänge aufgrund ihrer Komplexität ohnehin nicht mehr kontrollierbar sind, erläutert Prof. Dr. Michèle Morner, Wissenschaftliche Leiterin des Reinhard-Mohn-Instituts für Unternehmensführung und Corporate Governance. Wenn aber die Ziele des Unternehmens den persönlichen Werten widersprechen, werden Mitarbeiter demotiviert, der Kontrollaufwand steigt und im Extremfall kündigen sie. Wie das zu vermeiden ist und warum die Etablierung von bestimmten Werten in Unternehmen trotzdem wichtig ist, wollen wir auf der Tagung diskutieren.

Als Diskussionsgrundlage dient die aktuelle Führungskräftebefragung, die das Reinhard-Mohn-Institut im Auftrag der Wertekommission - Initiative Werte Bewusste Führung e.V. durchgeführt hat. Hier wurden mehr als 350 Manager aus allen Unternehmensebenen befragt. Wir wollten wissen, ob denn die persönlichen Werte von Führungskräften mit denen ihrer Unternehmen übereinstimmen. Und wie das die Motivation hebt oder senkt, erläutert Prof. Morner die Umfrage. Die Ergebnisse der diesjährigen Erhebung zeigen, dass eine Wertediskrepanz zwischen Mitarbeitern und Unternehmen zu mangelnder Motivation und Kooperationsbereitschaft führt. Außerdem zeigt sich, dass gut ausgearbeitete Compliance-Mechanismen im Gegensatz zu sturen Regelwerken sich positiv auf die Motivation und Kooperationsbereitschaft auswirken. Wir wollen neue Wege zum Umgang mit Werten und deren Bedeutung für die Unternehmenssteuerung aufzeigen, fasst Prof. Morner das Ziel des Symposions zusammen. Ein starrer Fokus auf Kennzahlen und Kontrolle ist angesichts der Komplexität in Unternehmen längst überholt.

Das Symposion am 16. September 2014 beginnt um 13 Uhr in der Universität Witten/Herdecke, Alfred-Herrhausenstr. 50. Der Ausklang mit Apéro ist für 19 Uhr vorgesehen.

Grußwort: Liz Mohn, Mitglied des Vorstands Bertelsmann Stiftung.
Moderation: Prof. Dr. Ludger Heidbrink, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sowie Dr. Sven Murmann, Verleger und Geschäftsführer der Murmann Publishers GmbH.
Vorträge von: Heinrich Deichmann, Vorsitzender des Verwaltungsrates Deichmann SE; Frank Roebers, Vorstandsvorsitzender SYNAXON AG; Prof. Dr. Werner J. Bauer, Aufsichtsratsvorsitzender der Nestlé Deutschland AG; Prof. Dr. Annette Kleinfeld, Hochschule Konstanz sowie Christian Jung & Prof. Dr. Michèle Morner, Universität Witten/Herdecke.

Kontakt:
Christian Jung, Dipl. Psych. | Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Reinhard-Mohn-Institut für Unternehmensführung und Corporate Governance Telefon: +49 (0) 2302 / 926-564
Email: christian.jung@uni-wh.de

Über uns:
Das in 2010 gegründete Reinhard-Mohn-Institut für Unternehmensführung und Corporate Governance widmet sich aktuellen Fragen guter Unternehmensführung, die in Anbetracht des gesellschaftlichen Wandels relevant werden. Auf diese Weise ist eine interdisziplinäre Plattform entstanden, die Wissenschaftler, Führungspraxis und Studierende zum (Weiter-) Denken anregen soll.


Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1983 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.800 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft. Anhang
Das Programm der Tagung
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