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HRK-Präsident zu den neuen OECD-Bildungszahlen: Deutschland darf nicht nachlassen

10.09.2014 - (idw) Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

Anlässlich der Veröffentlichung der OECD-Statistik Bildung auf einen Blick mahnte Professor. Dr. Horst Hippler, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), den eingeschlagenen Kurs zur Förderung der Bildung konsequent fortzusetzen:

Deutschland hat bei der Studienanfänger- und der Abschlussquote gegenüber dem OECD-Durchschnitt aufgeholt. Dies ist angesichts der Bedeutung der Bildung für Deutschland, das wenig andere Ressourcen hat, eine gute Entwicklung. Erfreulich ist auch der deutlich gestiegene Anteil von Frauen, die ein naturwissenschaftliches Studium abgeschlossen haben.

Differenziert betrachten müssen wir jedoch die Ausgaben für Bildungseinrichtungen. Zwar liegt Deutschland mit 10.200 $ pro Studierenden über dem OECD-Durchschnitt von 9.600 $, der Rückstand zu den Spitzenreitern USA (23.100 $) und Kanada (17.000 $) bleibt aber beträchtlich. Als Wissens- und Innovationsstandort müssen wir uns an den internationalen Spitzenreitern orientieren.

Überdies darf der Aufwuchs bei den Ausgaben pro Studierenden nicht über aktuelle Probleme hinwegtäuschen: Zum einen ist der laufende Hochschulpakt II nicht auskömmlich finanziert, zum anderen wollen einzelne Länder die Entlastungen, die sie künftig durch das stärkere Engagement des Bundes beim BAföG und bei der Finanzierung der außeruniversitären Forschungseinrichtungen erhalten, lediglich zur Haushaltskonsolidierung nutzen. Das ist keine zukunftsweisende Mittelverwendung angesichts des internationalen Wettbewerbs um die besten Köpfe.

Eine weitere Herausforderung besteht in der vergleichsweise geringen Zahl von Kindern aus Nicht-Akademikerfamilien bei den Studierenden. Die Hochschulen haben hierzu bereits erfolgversprechende Konzepte entwickelt: Allein im Bund-Länder-Programm Aufstieg durch Bildung haben insgesamt 260 Hochschulen Projektskizzen vorgelegt. Weitere Informationen:http://www.hrk.de
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