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Stiefkinder der Namenforschung: Von Kanonen- und Glockennamen bis zur Benennung von Finanzprodukten

10.09.2014 - (idw) Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz

Tagung »Stiefkinder der Onomastik« vom 15. bis 17. September 2014 befasst sich mit von der Forschung wenig beachteten Namenklassen. Eine enorme Bandbreite von Themen steht auf dem Programm der diesjährigen Mainzer Namentagung, ausgerichtet von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie der Johannes Gutenberg-Universität. Vom 15. bis 17. September werden 50 WissenschaftlerInnen in der Akademie der Wissenschaften und Literatur erwartet. Die Tagung »Sonstige Namenarten Stiefkinder der Onomastik« widmet sich an drei Tagen Namenklassen, die nach Ansicht der VeranstalterInnen bisher zu Unrecht von der Wissenschaft vernachlässigt wurden. Kaum beachtet in der Forschung, dafür umso präsenter im Alltag sind etwa die äußerst vielgestaltigen Objekt- und Ereignisnamen, die mit dieser Tagung in den Fokus gerückt werden. Sie sind häufig falsch klassifiziert, ungenau abgegrenzt oder in der Literatur zu »sonstigen« Namen zusammengefasst und bedürfen häufig einer erstmaligen genaueren Analyse.
Insbesondere jüngere Namenarten, wie etwa Vereins-, Musikgruppen- und Messenamen sind bisher wenig untersucht, So geht die Tagung den unterschiedlichsten Fragen nach: Welche Rolle spielen Politik und Massenmedien bei der Entstehung und Verbreitung von Ereignisnamen (wie »Döner-Morde«)? Welche länderspezifischen Besonderheiten gibt es bei der Benennung von Whiskeys? Aber auch bei den traditionell im Mittelpunkt stehenden Personen- und Ortsnamen ergeben sich neue Ansätze. So wird die Tagung einen weiten Bogen spannen von der Benennung von Haushalts- und Bürogegenständen am Beginn des ersten Tages über die Benennungsmotive für Kanonen- und Glockennamen, die Analyse der Namenstrukturen rheinland-pfälzischer Grundschulen, Gymnasien, Förderschulen und Kindergärten und die Benennungsmuster von Finanzprodukten bis zur Analyse von Künstlernamen und der Struktur von Filmtiteln am Ende der Veranstaltung.
Damit setzen die OrganisatorInnen um Fabian Fahlbusch, Rita Heuser und Mirjam Schmuck die Reihe der Namentagungen fort, die seit 2012 jährlich in der Mainzer Akademie stattfinden. Im vergangenen Jahr ist etwa das Thema »Tiernamen« auf ein sehr breites öffentliches Echo gestoßen. Die Tagung findet in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, Geschwister-Scholl-Straße 2, 55131 Mainz statt. Um Anmeldung unter www.namenforschung.net/tagungen/stiefkinder wird gebeten.

Weitere Informationen:

Dr. Rita Heuser
Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands (DFD)
Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz
Geschwister-Scholl-Straße 2
D 55131 Mainz
Tel. +49 6131 577-253 Fax +49 6131 577-277
E-Mail: rita.heuser@adwmainz.de

Fabian Fahlbusch, M.A.
Deutscher Familiennamenatlas (DFA)
Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU)
Fachbereich 05, Deutsches Institut
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 577-254 Fax +49 6131 577-277
E-Mail: fabian.fahlbusch@uni-mainz.de

Tagungshandy: +49 163 5991480

DFD und DFA
Im Digitalen Familiennamenwörterbuch Deutschlands (DFD) wird der Grundbestand der derzeit in Deutschland vorkommenden Familiennamen inklusive der fremdsprachigen lexikographisch erfasst, kartiert und teilweise neu etymologisiert. Der Deutsche Familiennamenatlas (DFA) stellt ausgewählte Familiennamen in Themenkomplexen unter grammatischen und wortgeographischen Gesichtspunkten zusammen. Damit dokumentiert er erstmals die ausgeprägten Namenlandschaften in Deutschland. Weitere Informationen:http://www.namenforschung.net/tagungen/stiefkinderhttp://www.adwmainz.de Anhang

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