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U-Bahn-Haltestelle Krämerbrücke

11.09.2014 - (idw) Fachhochschule Erfurt

Promenadologie erschließt in Erfurt am Tag des offenen Denkmals Erfurter Denkmale. Spaziergang unter wissenschaftlichen Aspekten zu Farbe im Städtebau. Am 14. September ist es so weit: Zahlreiche historische Gebäude öffnen ihre Pforten für den jährlich stattfindenden Tag des offenen Denkmals. Auch in Erfurt werden zu diesem Anlass ausgewählte Orte für Besucher geöffnet und in Szene gesetzt. In diesem Rahmen haben Studierende des Wahlpflichtfaches Spaziergangswissenschaften der Fachrichtung Stadt- und Raumplanung an der Fachhochschule Erfurt einen Spaziergang zum Thema Farbe bekennen im Städtebau DENK-dir-doch-MAL-ein-Bild erarbeitet. Ein qualitativer Blick auf den Denkmalschutz in Erfurt erwartet die Besucher am Sonntag, 14.09.2014, ab 11:00 Uhr am Pavillon im Kleinvenedig. Der Spaziergang dauert etwa 2:30 Stunden.

Promenadologie, oder auch Spaziergangswissenschaft, stellt eine Methode der alternativen Raumbeobachtung dar. In den 1980-er Jahren vom Soziologen Lucius Burckhardt und seiner Frau Annemarie an der Gesamthochschule Kassel entwickelt, verfolgt sie die Grundüberlegung, dass die subjektive Umweltwahrnehmung durch Mobilität verändert wird. Je schneller man sich bewegt, desto mehr verschwimmt das Bild, weswegen die Promenadologie den Spaziergang als kulturwissenschaftliche Methode zur entschleunigten und bewussten Umweltwahrnehmung instrumentalisiert.
Die wie Perlen auf einer Kette aufbereiten Stationen der geplanten Route konfrontieren die Flanierenden mit kritischen Fragen zu Denkmalschutz und Städtebau und demonstrieren urbanplanerische Qualitäten an ausgewählten Beispielen. Die Studierenden laden ein zu einer Reise durch die Erfurter Altstadt, zum Besuch malerischer Gassen, zur Besichtigung seltener thüringentypischer Fachwerkstrukturen im richtigen Licht, zum Hören des häuslichen Lebens der Innenhöfe, zur Einfahrt der U-Bahn an der Haltestelle Krämerbrücke, zum Entspannen auf historischen Bänken. Astronautische Perspektiven einnehmend, lässt sich der städtischen Raum mit Parkhäusern verdichten.

Dipl. Ing. Stefan Peter Andres
Kontakt: 0361 6700 -430
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