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ADHS und Autismus bei Kindern und Jugendlichen

11.09.2014 - (idw) Goethe-Universität Frankfurt am Main

Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) und Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ADHS) treten bei Kindern und Jugendlichen oft gemeinsam auf. Der diesjährige Friedrich Merz-Stiftungsprofessor Jan Buitelaar aus Nijmegen, ein Experte auf diesem Gebiet, erforscht Überlappungen und Unterschiede der Krankheitsbilder. FRANKFURT. Anlässlich des Besuchs von Prof. Jan Buitelaar lädt die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Goethe-Universität am 17. September zu einem klinisch orientierten Symposium ein. Es richtet sich an niedergelassene Ärzte, Psychotherapeuten, Lehrer, Pädagogen und Eltern, die Kinder und Jugendliche mit ASS, ADHS und Angststörungen betreuen.

Jan Buitelaar ist Professor für Psychiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Radboud University in Nijmegen (Niederlande). Er hat im Rahmen zahlreicher Studien zu klinischen Aspekten sowie neurobiologischen und neuropsychologischen Grundlagen von ASS und ADHS die Vermutung aufgestellt, dass die genetischen Faktoren beider Erkrankungen überlappen. Während seines Aufenthalts an der Goethe-Universität wird er über eine neue und zuverlässige Möglichkeit der Klassifikation der Krankheitsbilder berichten, die sich an der Geschwindigkeit und Genauigkeit der Sprache orientiert.

Ein Höhepunkt der Merz-Stiftungsprofessur ist das wissenschaftliche Symposium am 19. September, zu dem international renommierte Sprecherinnen und Sprecher erwartet werden. Das Symposium beleuchtet neue Aspekte der Klassifikation, der Krankheitsentstehung und des Verlaufs der drei Krankheitsbilder aus der Sicht der Grundlagenwissenschaften. Julio Licinio aus Adelaide, Australien, ist der Editor der renommierten Zeitschrift Molecular Psychiatry. Er spricht über ein neues Klassifikationssystem für psychische Störungen.

Kerstin Konrad, Aachen, Liz Pellicano, London, und Edmund Sonuga-Barke, Southampton, entwickeln neue therapeutische Ansätze. Sie basieren auf grundlagenwissenschaftlichen Befunden zur Entwicklung bei akuten Belastungsreaktionen (Acute Stress Disorder, ASD) der Neuropsychologie bei ADHS sowie der allgemeinen Gehirnentwicklung im Jugendalter. Joseph Buxbaum, New York, berichtet über die neuesten Befunde zur Genetik von ASD, und Thalia Eley, London, sowie Peter Zwanziger, Wasserburg, greifen das wichtige Thema der Angststörungen im Kindesalter auf, die eine große Überlappung mit ASD und ADHS zeigen.

Medienvertreter haben die Möglichkeit, während der Mittagspause des Symposiums am 19. September zwischen 13 und 14 Uhr Interviews mit Prof. Buitelaar und weiteren internationalen Experten zu führen. Um eine vorherige Anmeldung per E-Mail an Natascha van Alphen (natascha.alphen@kgu.de) wird gebeten. Ort: Hörsaalzentrum Campus Westend (Symposium in HS 6)

Leitgedanke der 1987 gestifteten Friedrich Merz-Stiftungsgastprofessur ist die Förderung internationaler wissenschaftlicher Beziehungen der Goethe-Universität in den Bereichen Medizin und Pharmazie.

Informationen: Natascha van Alphen, Assistentin von Prof. Christine Freitag, Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Campus Niederrad, Tel: (069) 6301-7085, natascha.alphen@kgu.de.

Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 2014 feiert sie ihren 100. Geburtstag. 1914 gegründet mit rein privaten Mitteln von freiheitlich orientierten Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern fühlt sie sich als Bürgeruniversität bis heute dem Motto Wissenschaft für die Gesellschaft in Forschung und Lehre verpflichtet. Viele der Frauen und Männer der ersten Stunde waren jüdische Stifter. In den letzten 100 Jahren hat die Goethe-Universität Pionierleistungen erbracht auf den Feldern der Sozial-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften, Chemie, Quantenphysik, Hirnforschung und Arbeitsrecht. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Heute ist sie eine der zehn drittmittelstärksten und drei größten Universitäten Deutschlands mit drei Exzellenzclustern in Medizin, Lebenswissenschaften sowie Geisteswissenschaften.


Mehr Informationen unter www2.uni-frankfurt.de/gu100

Herausgeber: Der Präsident
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Redaktion: Dr. Anne Hardy, Referentin für Wissenschaftskommunikation Telefon (069) 798 2 92 28, Telefax (069) 798 763 12531, E-Mail hardy@pvw.uni-frankfurt.de
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