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Eröffnung des Zentrums für Biomolekulare Wirkstoffe

11.09.2014 - (idw) Leibniz Universität Hannover

Neubau für interdisziplinäre Forschung am Schneiderberg ist bezugsfertig

Ein für die biomolekulare Wirkstoffforschung wegweisendes Forschungszentrum nimmt seine Arbeit auf: Das Zentrum für Biomolekulare Wirkstoffe (BMWZ) in Hannovers Nordstadt ist heute eröffnet worden. Ein für die biomolekulare Wirkstoffforschung wegweisendes Forschungszentrum nimmt seine Arbeit auf: Das Zentrum für Biomolekulare Wirkstoffe (BMWZ) in Hannovers Nordstadt ist heute eröffnet worden. Es wurde vom Wissenschaftsrat in einem bundesweiten wettbewerblichen Verfahren als nationaler Leuchtturm ausgewählt und von Land und Bund gemeinschaftlich gefördert. In dem Forschungsbau am Schneiderberg 38 mit einer Nutzfläche von 2.018 Quadratmetern werden insgesamt 13 Arbeitsgruppen aus den Biowissenschaften, der Chemie und Medizin zusammenarbeiten und Wirk- und Naturstoffe wie beispielsweise Argyrin weiterentwickeln, um sie für die medizinische Anwendung besser nutzbar zu machen. Diese Stoffe spielen eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung von Krebs und Infektionskrankheiten.

Ich freue mich sehr, dass im BMWZ interdisziplinäre Forschung im besten Sinne stattfinden wird, sagte Universitätspräsident Prof. Dr.-Ing. Erich Barke während der Eröffnung. Zu den Kooperationspartnern gehören die Medizinische Hochschule Hannover, das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig, die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, das Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung (Twincore), sowie unterschiedliche Fakultäten der Leibniz Universität. Dies ist ein Forschungsverbund, der in Deutschland einmalig ist, erläuterte Prof. Barke. Niedersachsen steht für starke und herausragend vernetzte Forschung in den Lebenswissenschaften. Das BMWZ ist für die Naturstoffchemie an der Leibniz Universität Hannover und bei den Partnern in Hannover und Braunschweig ein entscheidender Meilenstein, sagte Rüdiger Eichel, Leiter der Abteilung Forschung und Innovation im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, in seinem Grußwort. Zur Eröffnung des BMWZ gab es ein Programm mit biomedizinischen Fachvorträgen von Experten aus Dortmund, Luxemburg und Cambridge, bevor sich die Gäste das neue Zentrum bei einer Führung anschauen konnten.

Nicht einmal zwei Jahre sind seit dem Baustart des BMWZ im Oktober 2012 vergangen. Die Kosten in Höhe von rund 21,5 Millionen Euro inklusive Ersteinrichtung und Großgeräte teilen sich Bund und Land. Der neue Forschungsbau bietet den Gruppen aus den Biowissenschaften, der Chemie und Medizin, die als Partner schon seit einiger Zeit erfolgreich zusammenarbeiten, ideale Bedingungen. Der Bau wird neben chemischen Laboratorien für die präklinische Entwicklung von Wirkstoffen sowie biologischen Laboratorien zur Generierung biochemisch modifizierter Naturstoffe auch ein Hochfeld-NMR-Spektrometer für die detaillierte Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen kleinen Molekülen und den biologischen Zielmolekülen bieten.

Das BMWZ besitzt für die Leibniz Universität eine große Bedeutung. Im Forschungskonzept der Universität bilden die Lebenswissenschaften mit den Studiengängen Life Science sowie Wirk- und Naturstoffchemie eine wichtige Säule. Sie werden durch die beiden Masterstudiengänge Biochemie und Biomedizintechnik in Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover erweitert. Durch die Bündelung der Ressourcen der verschiedenen Universitäten und außeruniversitären Einrichtungen wird das Forschungszentrum zudem eine strukturbildendende Wirkung für die gesamte Region haben.


Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen stehen Ihnen Mechtild Freiin v. Münchhausen, Pressesprecherin der Universität und Leiterin des Referats für Kommunikation und Marketing, unter Telefon +49 511 762 5355 oder per E-Mail unter vonmuenchhausen@zuv.uni-hannover.de sowie Prof. Andreas Kirschning, Institut für Organische Chemie, unter Telefon +49 51 762 4614 oder per E-Mail unter andreas.kirschning@oci.uni-hannover.de gern zur Verfügung.
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