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German-Ukrainian School of Governance e. V. gegründet

11.09.2014 - (idw) Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Deutsche Unterstützung zur Verwaltungsmodernisierung in der Ukraine

Während der bewaffnete Konflikt um die Ostukraine täglich für Schlagzeilen sorgt, bringt die Regierung in Kiew die Modernisierung ihres staatlichen Verwaltungssystems weiter voran. Unterstützung erfährt sie dabei auch aus Deutschland. Auf Initiative des Berliner Bundestagsabgeordneten Karl-Georg Wellmann haben Wissenschaftler/innen der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin gemeinsam mit Expert/innen aus der Politik und Verwaltung die German-Ukrainian School of Governance e. V. gegründet. Grundlegende Aufgabe der German-Ukrainian School of Governance ist die Entwicklung moderner verwaltungsbezogener Studiengänge in der Ukraine, die Einrichtung von Trainingszentren für den Öffentlichen Dienst in Berlin und Kiew sowie die Beratung zu Fragen der Implementierung des EUUkraine Association Agreement sein. In erster Linie sollen damit Demokratisierung und Rechtsstaatlichkeit gefördert und Good Governance zu einem Leitmotiv des Verwaltungshandelns in der Ukraine werden, unterstreicht Gründungsmitglied Prof. Dr. Oesten Baller den Zweck des Vereins. Er ist Professor für Allgemeines Polizeirecht und Sicherheitsmanagement und Direktor des Instituts für Verwaltungsmodernisierung und Polizeireform in Mittel- und Osteuropa (IMO) an der HWR Berlin. Seit über sieben Jahren arbeitet er eng mit der Nationalen Akademie für Staatliche Verwaltung beim Präsidenten der Ukraine (NAPA) zusammen, die zentraler Partner des neu gegründeten deutsch-ukrainischen Vereins ist.

Seine Vorhaben, wie die Schaffung eines Bachelor-Studiengangs für eine neue Generation von Verwaltungsbeamtinnen und Verwaltungsbeamten, will die German-Ukrainian School of Governance gemeinsam mit Instituten und Hochschulen in Deutschland, der Ukraine, Polen und Italien sowie in Zusammenarbeit mit Osteuropa-Expert/innen der EU umsetzen. Geplant ist darüber hinaus eine enge Kooperation mit der OSZE und mit der Venedig-Kommission des Europarates.

Europäische Standards, Rechtsstaatlichkeit, Bürgerfreundlichkeit, Serviceorientierung und vor allem Unvoreingenommenheit und Unbestechlichkeit sollen als Grundkompetenzen und -voraussetzungen vermittelt werden. Bei den zu entwickelnden Trainingsprogrammen für alle Ebenen des Öffentlichen Dienstes werden Fragen der Dezentralisierung oder Föderalisierung, Steuergerechtigkeit, Minderheitensprachen und Minderheitenrechte sowie Korruptionsbekämpfung Schwerpunkt sein.

Ferner geht es darum, künftige und gegenwärtige Mitarbeiter/innen und Führungskräfte ukrainischer Behörden und Ausbildungseinrichtungen mit den neuen Rahmenbedingungen und Herausforderungen des Assoziierungsabkommens EUUkraine sowie mit generellen politischen und rechtlichen Grundlagen der Europäischen Union vertraut zu machen. Die Implementierung des Assoziierungsabkommens sowie die anzustrebende größtmögliche Übernahme des Acquis Communautaire der EU werden deshalb im Mittelpunkt der Beratungsprozesse stehen.

Zu den neun Gründungsmitgliedern des German-Ukrainian School of Governance e. V. gehören als gewählter Vorstand Prof. Dr. Oesten Baller (Vorsitzender), Prof. Dr. Heinrich Bücker-Gärtner (stellvertretender Vorsitzender) und Frau Prof. Dr. Dörte Busch (Schatzmeisterin) alle HWR Berlin.

Ansprechpartner/innen
Prof. Dr. Oesten Baller
Tel. +49 (0)30 30877-2980
oesten.baller@hwr-berlin.de

Mechthild Bonnen
Tel. +49 (0)30 30877-2981
mechthild.bonnen@hwr-berlin.de

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin ist mit rund 10 000 Studierenden eine der großen Hochschulen für angewandte Wissenschaften Berlins mit ausgeprägtem Praxisbezug, intensiver und vielfältiger Forschung, hohen Qualitätsstandards sowie einer starken internationalen Ausrichtung. Das Ausbildungsportfolio umfasst privates und öffentliches Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts-, und Sicherheitsmanagement sowie Ingenieurwissenschaften. Diese Kompetenzen fließen fachbereichsübergreifend in Lehre und Forschung der mehr als 50 Studiengänge auf Bachelor-, Master- und MBA-Ebene ein. Die HWR Berlin unterhält aktuell rund 160 aktive Partnerschaften mit Universitäten auf allen Kontinenten und ist Mitglied im Hochschulverbund UAS7 Alliance for Excellence. Deutschlands Spitzenhochschule bezüglich der internationalen Ausrichtung des BWL-Studiums steht im Ranking des CHE Centrum für Hochschulentwicklung, veröffentlicht im ZEIT Studienführer 2014/15, in dieser Kategorie an erster Stelle, vor allen Fachhochschulen und Universitäten.


www.hwr-berlin.de

Ansprechpartnerin für Journalist/innen
Sylke Schumann
Pressesprecherin
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Tel.: +49 (0)30 30877-1220
E-Mail: presse@hwr-berlin.de
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