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Aua Bauch! Was hilft Kindern mit lang andauerndem Bauchweh unklarer Herkunft?

18.09.2014 - (idw) Universitätsklinikum Ulm

Ulmer Kinderklinik sucht betroffene Kinder für die Teilnahme an einem psychologischen Trainingsprogramm zur Schmerzbewältigung Fast jedes Kind hat mal Bauchweh, als Folge eines Infekts, aus organischen Gründen oder weil es zu viel oder das Falsche gegessen hat. Wenn es aber keinen klaren Grund für die Bauchschmerzen gibt und Kinder und Jugendliche über einen Zeitraum von mehr als zwei Monaten durchschnittlich ein Mal pro Woche darüber klagen, sprechen Mediziner von funktionellen Bauchschmerzen. Betroffene Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 7 und 12 Jahren können im Rahmen einer Studie an einem von zwei psychologischen Trainingsprogrammen teilnehmen.

Das Trainingsprogramm setzt sich aus zwei Elternabenden und sechs Sitzungen zu je 90 Minuten zusammen, in denen die Kinder in Kleingruppen mit Psychologinnen und Psychotherapeuten an der Bewältigung ihrer Bauchschmerzen arbeiten. In Deutschland leiden bis zu 10 Prozent der Kinder und Jugendlichen an funktionellen Bauchschmerzen. Die Gründe dafür sind vielfältig. So können eine erhöhte Schmerzwahrnehmung sowie andauernde Belastungen in der Schule und Stress die Ursache sein.

Wichtig ist, die lang anhaltenden Bauchschmerzen ernst zu nehmen und ihren Ursachen auf den Grund zu gehen, sagt Dr. Carsten Posovszky, Oberarzt an der Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, der die Studie vor Ort leitet. Unter Federführung von Prof. Dr. Petra Warschburger vom Department für Psychologie an der Universität Potsdam beteiligen sich weitere Studienzentren in Berlin, Darmstadt, Hamburg und Düsseldorf. Unternimmt man nichts, können die Schmerzen chronisch werden. Eine Therapie ist dann wesentlich schwieriger als in der Anfangszeit. Wir hoffen, dass wir über unser Angebot die Grundlagen für schnellere und effektive Hilfe legen können, so Posovszky.

Die Ärzte und Wissenschaftler untersuchen auch die Langzeitwirkung der angebotenen Therapie: Nach drei und zwölf Monaten fragen sie bei den Familien nach, ob die Behandlung wirksam war oder ob die Schmerzen wiedergekommen sind. Der Teilnahme an der Studie geht eine eingehende ärztliche Untersuchung in der Kinderklinik voraus. Hier wird festgestellt, ob es sich bei den Beschwerden tatsächlich um funktionelle Bauchschmerzen handelt.

Kontakt für die Teilnahme am Therapieangebot im Rahmen der Studie:
Maria Zernickel
Tel: 0731 500 57145
Erreichbar Montag bis Freitag von 08:00 bis 12:00 Uhr
Mail: maria.zernickel@uniklinik-ulm.de

Mit freundlichen Grüßen
Petra Schultze

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (SII)
Universitätsklinikum Ulm
Albert-Einstein-Allee 29
D- 89081 Ulm

Tel.: +49 - (0) 731 - 500.43.025
Fax.:+49 - (0) 731 - 500.43.026
Mail: petra.schultze@uniklinik-ulm.de
Internet: http://www.uniklinik-ulm.de Weitere Informationen:http://www.uniklinik-ulm.de/kinderheilkunde
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