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Großes Engagement für die Verbesserung der sprachlichen Bildung von Kindern in Deutschland

18.09.2014 - (idw) Humboldt-Universität zu Berlin

Über 400 Schulen sowie mehr als 200 Kindergärten und Kindertagesstätten aus ganz Deutschland beteiligen sich an dem Bund-Länder-Programm Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS). Sie werden durch das Programm bei ihrer Arbeit im Bereich der sprachlichen Bildung und Förderung wissenschaftlich begleitet und unterstützt. Ziel ist es herauszufinden, welche Methoden und Instrumente der Sprachförderung unter welchen Bedingungen funktionieren und wie sie optimal umgesetzt werden können. Eine interaktive Deutschlandkarte gibt einen Überblick über die regionale Verteilung der Verbünde, informiert über die BiSS-Schulen und -Kitas und stellt die Konzepte zur sprachlichen Bildung vor. In das BiSS-Programm wurden Kitas und Schulen aufgenommen, die sich in besonderer Weise für die sprachliche Bildung und Förderung von Kindern und Jugendlichen einsetzen. Sie haben sich zu über 100 Verbünden zusammengeschlossen, in denen sie in den vergangenen Monaten gemeinsam an der Weiter- oder Neuentwicklung von Sprachförderkonzepten gearbeitet haben.

Viele BiSS-Schulen setzen im Deutschunterricht bereits auf die sogenannten Lesetandems. Mithilfe dieser Methode üben Grundschülerinnen und -schüler fehlerfreies und flüssiges Lesen. Ein etwas besser lesendes Kind bildet hierbei mit einem leseschwächeren Kind ein Tandem: Beide Kinder lesen synchron halblaut denselben Text mit dem Ziel, dass das etwas schlechter lesende Kind zunehmend längere Textabschnitte allein und fehlerfrei lesen kann. Im Rahmen des BiSS-Programms soll dieses Verfahren nun auch für den Fachunterricht weiterentwickelt und erprobt werden.

Mit dem Schuljahr 2014/2015 starten viele der Einrichtungen mit der Umsetzung der vielfältigen Maßnahmen. Allgemein umfassen diese Methoden für eine alltagsintegrierte sprachliche Bildung in der Kita, Verfahren zur Verbesserung der Leseflüssigkeit und zur Vergrößerung des Wortschatzes in der Grundschule, die Sprachförderung in nicht-sprachlichen Fächern und die sprachliche Integration von sogenannten Seiteneinsteigern im Sekundarbereich.

Die BiSS-Einrichtungen werden durch fachliche Beratung begleitet und bei der Bewertung ihrer Maßnahmen und deren Umsetzung unterstützt. Die Lehrkräfte sowie die Erzieherinnen und Erzieher erhalten Fortbildungen zu methodischen und fachlichen Themen, damit sie ihre Konzepte stetig weiterentwickeln und das Erreichen ihrer Ziele während der Anwendung überprüfen können. Bewährte Maßnahmen sollen nach dem Programmende 2017 in möglichst vielen Kitas, Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe eingesetzt werden.

Über das Programm Bildung durch Sprache und Schrift:
Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS) ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Konferenz der Jugend- und Familienminister (JFMK) der Länder zur Verbesserung der Sprachförderung, Sprachdiagnostik und Leseförderung. Das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln, das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Frankfurt am Main und die Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit dem Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) übernehmen als Trägerkonsortium die wissenschaftliche Ausgestaltung und Gesamtkoordination des Programms.

Weitere Informationen
http://www.biss-sprachbildung.de


Kontakt
Charlotte Kohrs
Projekt "Bildung durch Sprache und Schrift" (BiSS)
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB)
Tel: +49 30 2093-46527
charlotte.kohrs@hu-berlin.de

Pressemitteilung der Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit dem Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB), des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln und des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Frankfurt am Main
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