Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 20. Oktober 2017 

Reha vor Pflege!

23.09.2014 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)

DGG-Präsident live im Radio uber erfolgreiche Rehabilitationskonzepte in der Altersmedizin

Nach dem Krankenhaus am besten in die Reha! Um sich im Alter schneller von Unfällen oder Krankheiten zu erholen, sind in der Altersmedizin zahlreiche Rehabilitationsmaßnahmen durch die Geriatrie in den letzten 50 Jahren etabliert worden. Deren Nutzen konnte in nationalen wie internationalen Studien nachgewiesen werden. Ärzte unterschiedlicher Fachdisziplinen, Therapeuten und Pfleger mussen hier interdisziplinär zusammenarbeiten dann kann auch ein sehr alter Mensch zum Beispiel nach einem Sturz mit Oberschenkelhalsbruch darauf hoffen, wieder auf den eigenen Beinen zuruck nach Hause zu laufen. Doch rund um die Reha-Maßnahmen ranken sich viele Fragen: Was ist wann und fur
wen sinnvoll? Wie beantragt man eine Reha? Wer darf welche Angebote nutzen? Diese
und viele andere Fragen greift am kommenden Donnerstag eine Radiosendung des
Deutschlandfunks (DLF) auf. Unter dem Titel Zuruck ins Leben Kur und Reha fur Leib
und Seele findet um 10.10 Uhr eine Diskussionsrunde mit Hörerbeteiligung statt. Als
Experte ist der Altersmediziner und Präsident der Deutschen Gesellschaft fur Geriatrie
(DGG) Prof. Schulz live im Studio.

Von der Klinik ins Pflegeheim? Nein!

Es kann plötzlich ganz schnell gehen: Ein Verkehrsunfall, Herzinfarkt oder psychische
Erkrankung machen einen Krankenhausaufenthalt unvermeidbar. Gerade ältere Patienten
sind besonders häufig betroffen. Wer schwer verletzt oder ernsthaft krank wird, dem stehen
wochenlange Klinikaufenthalte oder Therapien bevor. So kann sich auch die Ruckkehr in den
Alltag oft muhsam gestalten Leib und Seele sind einfach weniger belastbar als fruher und
brauchen längere Erholungsphasen. Fur viele Patienten die nicht in der Geriatrie und damit
nicht mit besonderer Rucksichtnahme auf ihr hohes Alter behandelt werden, beginnt daher mit einem Krankenhausaufenthalt häufig ein Abwärtstrend. Diese Patienten kehren nicht mehr nach Hause zuruck, sondern von der Klinik in ein Pflegeheim.

Gerade sehr alte Patienten profitieren von Rehabilitationsmaßnahmen.

Es geht aber auch ganz anders! Denn gerade sehr alte Patienten profitieren besonders von
auf ihre Bedurfnisse ausgerichtete Rehabilitationsmaßnahmen. Diese werden in einer Klinik
fur Geriatrie, also spezialisiert auf Altersmedizin, bereits in der Akutbehandlung begonnen.
Der Patient wird durch die Reha wieder fit fur den Alltag gemacht, so DGG-Präsident Prof.
Ralf-Joachim Schulz. Selbstständigkeit ist oberste Priorität von Anfang an. Übungen in und am Bett helfen zum Beispiel Muskelmasse zu erhalten, die sonst später sehr muhsam wieder aufgebaut werden muss. Im Sinne aller Beteiligter möchten wir eine Pflegebedurftigkeit unbedingt vermeiden. Jedenfalls steht der Wunsch zuruck nach Hause entlassen zu werden bei meinen Patienten fast immer auf Platz Nummer eins. Eine Reha ist hierfur unverzichtbar.

Wie beantragt man Reha-Maßnahmen? Wer hilft?

Mit geeigneten Rehabilitationsmaßnahmen lassen sich also die Folgen eines Unfalls oder
einer Krankheit uberwinden oder zumindest begrenzen. Nur: Wer hat Anspruch auf Reha-
Maßnahmen? Wie lässt sich ein zunächst abgelehnter Antrag doch noch durchsetzen?
Warum ist eine wohnortnahe Rehamaßnahme fur ältere so wichtig? Und wann wird diese
bezahlt? Gibt es Hilfen auf dem Weg durch den Burokratie-Dschungel? Fragen uber Fragen.

Deutschlandfunk widmet dem Thema geriatrische Reha eine ganze Sendung.

DLF-Moderatorin Susanne Kuhlmann widmet eine ganze Sendung dem Thema Vorsorge- und Rehabilitationsangebote in der Altersmedizin. Vor der Sendung hat das Team bereits Chefarzt Prof. Ralf-Joachim Schulz einen ganzen Tag in seiner Kölner Klinik begleitet. Was in der Geriatrie im Krankenhaus passiert, schildern Ärzte, Pfleger, Therapeuten und naturlich auch Patienten.
Selbstverständlich können sich aber auch Hörer direkt an der Sendung beteiligen und Fragen stellen. Unter der Rufnummer 00 800 - 44 64 44 64 werden direkt Fragen und Anregungen entgegengenommen, Prof. Schulz ist live im Studio. Auch per E-Mail an
marktplatz@deutschlandfunk.de können vor und während der Sendung Fragen eingereicht
werden.

Sendung verpasst? Nachträglich im Web anhören.
Nachträglich kann der Hörfunkbeitrag auf der Webseite www.deutschlandfunk.de angehört
werden. Ab dem Nachmittag des 25. Septembers ist ein Mitschnitt unter der Rubrik Marktplatz zu finden.

Deutsche Gesellschaft fur Geriatrie (DGG)

Die Deutsche Gesellschaft fur Geriatrie (DGG) ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft der
Ärzte, die sich auf die Medizin der späten Lebensphase spezialisiert haben. Wichtige
Schwerpunkte ihrer Arbeit sind neben vielen anderen Bewegungseinschränkungen und
Sturze, Demenz, Inkontinenz, Depressionen und Ernährungsfragen im Alter. Häufig befassen

Geriater sich auch mit Fragen der Arzneimitteltherapie von alten Menschen und den
Wechselwirkungen, die verschiedene Medikamente haben. Bei der Versorgung geht es
darum, den alten Menschen ganzheitlich zu betreuen und ihm dabei zu helfen, so lange wie
möglich selbstständig und selbstbestimmt zu leben. Die DGG wurde 1985 gegrundet und hat heute rund 2000 Mitglieder. Weitere Informationen:http://www.dggeriatrie.de/presse/851-pm-reha-vor-pflege-dgg-praesident-live-im-r... Anhang
PDF-Datei zur Pressemeldung
uniprotokolle > Nachrichten > Reha vor Pflege!
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/284883/">Reha vor Pflege! </a>