Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 24. Oktober 2017 

Russischer Forschungspreis für Frankfurter Chemiker

25.09.2014 - (idw) Goethe-Universität Frankfurt am Main

Prof. Thomas Prisner erhält den mit 5.000 Euro dotierten Zavoisky-Preis für die Weiterentwicklung der EPR-Spektroskopie. Das Verfahren wird zur Aufklärung molekularer Strukturen verwendet. FRANKFURT. Der Frankfurter Chemiker Prof. Thomas Prisner vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Goethe-Universität erhält am 26. September den mit 5.000 Euro dotierten Internationalen Zavoisky-Preis. Ausgezeichnet wird Prisner für seine Weiterentwicklung der Elektronen-Spin-Resonanz (EPR). Diese Methode erlaubt es, intramolekulare Abstände und die räumliche Ausrichtung von Atomen in großen biologischen Molekülen wie Proteinen, der DNA und RNA zu bestimmen. Einige der Neuentwicklungen für die praktische Anwendung des Verfahrens wurden von der Goethe-Universität durch Patente geschützt.

Am liebsten entwickle ich neue und fortgeschrittene Methoden, mit denen man spezifische Fragen lösen kann. Meist dauert es nicht lang, bis ich eine Idee habe, aber es vergehen manchmal Jahre, bis das Experiment glückt, sagt Prisner. Zu den aufregendsten Augenblicken gehört für mich, wenn die ersten Rohdaten ausgedruckt werden, die zeigen, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen. Das ist die reinste Freude.

Der Zavoisky-Preis ist benannt nach dem Erfinder der EPR-Methode, Jewgeni Konstantinowitsch Zavoisky, der das Verfahren 1944 in Kazan, der Hauptstadt der Republik Tartastan entwickelte. Der Preis wird seit 1991 von dem Zavoisky Physikalisch-Technischen Institut in Kazan, der Universität Kazan, der Republik Tartastan und dem Springer Verlag verliehen.

Thomas Prisner ist für seine Arbeit bereits mehrfach ausgezeichnet worden: 1991 erhielt er den Philip Moris Forschungspreis, 2008 die Silbermedaille der International EPR Society und 2011 den Bruker Prize der englischen Royal Society of Chemistry.

Informationen: Prof. Thomas Prisner, Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, Campus Riedberg, Tel.: (069) 798- 29449, prisner@chemie.uni-frankfurt.de.

Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 2014 feiert sie ihren 100. Geburtstag. 1914 gegründet mit rein privaten Mitteln von freiheitlich orientierten Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern fühlt sie sich als Bürgeruniversität bis heute dem Motto Wissenschaft für die Gesellschaft in Forschung und Lehre verpflichtet. Viele der Frauen und Männer der ersten Stunde waren jüdische Stifter. In den letzten 100 Jahren hat die Goethe-Universität Pionierleistungen erbracht auf den Feldern der Sozial-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften, Chemie, Quantenphysik, Hirnforschung und Arbeitsrecht. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Heute ist sie eine der zehn drittmittelstärksten und drei größten Universitäten Deutschlands mit drei Exzellenzclustern in Medizin, Lebenswissenschaften sowie Geisteswissenschaften.

Mehr Informationen unter www2.uni-frankfurt.de/gu100

Herausgeber: Der Präsident
Abteilung Marketing und Kommunikation, Postfach 11 19 32,
60054 Frankfurt am Main
Redaktion: Dr. Anne Hardy, Referentin für Wissenschaftskommunikation Telefon (069) 798 2 92 28, Telefax (069) 798 763 12531, E-Mail hardy@pvw.uni-frankfurt.de
Internet: www.uni-frankfurt.de
uniprotokolle > Nachrichten > Russischer Forschungspreis für Frankfurter Chemiker
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/285039/">Russischer Forschungspreis für Frankfurter Chemiker </a>