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Preisverleihung zum Wettbewerb "Kommunaler Klimaschutz 2014" im Rahmen der 7. Kommunalkonferenz

26.09.2014 - (idw) Deutsches Institut für Urbanistik

Berlin/Köln Ideenreichtum, Engagement und Originalität waren im Wettbewerb Kommunaler Klimaschutz wieder gefragt, bei dem erfolgreiche Projekte zum CO2-Sparen gesucht werden. Am 25.September 2014 wurden die diesjährigen neun Gewinnerkommunen feierlich bekannt gegeben und mit einem Preisgeld von je 30.000 Euro belohnt. Seit 2009 loben das Bundesumweltministerium und das beim Deutschen Institut für Urbanistik angesiedelte Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz gemeinsam den Wettbewerb aus. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund.

Vertreter der kommunalen Spitzenverbände Detlef Raphael, Beigeordneter für Umwelt und Wirtschaft des Deutschen Städtetages; Reinhard Sager, Präsident des Deutschen Landkreistages; Christian Schramm, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes gaben die Preisträger auf der 7. Kommunalkonferenz in Berlin bekannt. Gemeinsam mit ihnen überreichte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, die Preise und gratulierte den Siegerkommunen:

"Die 117 Bewerbungen belegen, wie aktiv Klimaschutz vor Ort gelebt wird. Die Gewinnerkommunen, aber auch alle anderen Bewerber, zeigen: Kommunaler Klimaschutz regt die Kreativität der Akteure vor Ort an und sendet als Impulsgeber für eine zukunftsfähige Region wichtige Signale. Ihre innovativen und erfolgreichen Klimaschutzprojekte sind leuchtende Beispiele, die möglichst viele weitere Kommunen zum Engagement im Klimaschutz motivieren sollen."

Insgesamt 117 Beiträge hatte der Wettbewerb Kommunaler Klimaschutz 2014 zu verzeichnen. Alle deutschen Kommunen und Regionen konnten sich von Januar bis zum 15. März 2014 mit ihren Klimaschutzprojekten in drei Kategorien am Wettbewerb Kommunaler Klimaschutz 2014 beteiligen.

Die neun gleichrangigen Gewinner sind:

Kategorie 1: Kommunaler Klimaschutz durch Kooperation
38 Bewerbungen, Preisgeld: je 30.000 Euro

Vorbildlich realisierte Klimaschutzprojekte, die auf formellen oder informellen Beteiligungsprozessen beruhen und/oder Ergebnis der erfolgreichen Kooperation mit verschiedenen Akteuren in der Kommune, z.B. Unternehmen, Verbänden, Dienstleistern, Bildungseinrichtungen, Bürgerinitiativen, und/oder mit anderen Kommunen sind. Gefragt sind hier die Resultate, wie z.B. Beratungsangebote, Mobilitätsvorhaben oder Bauprojekte.

- Schwalm-Eder-Kreis (Hessen): Technikhaus EnergiePLUS gemeinsam Klimaschutz sichtbar machen

- Landeshauptstadt Potsdam (Brandenburg): Sozialverträgliche energetische Sanierung der "Gartenstadt Drewitz"

- Stadt Bonn (Nordrhein-Westfalen): Zusammen stark Aufbau einer kommunalen Energieagentur

Kategorie 2: Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement
23 Bewerbungen, Preisgeld je 30.000 Euro

Herausragendes Engagement im kommunalen Energie- und Klimaschutzmanagement, z.B. durch Energiecontrolling, klimafreundliche Beschaffung, Sensibilisierung und Einbeziehung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit dem Ziel der Reduzierung des Energieverbrauchs.

- Landkreis Reutlingen (Baden-Württemberg): Neue Wege der Mitarbeitersensibilisierung für den Klimaschutz

- Landeshauptstadt Mainz (Rheinland-Pfalz.): Klimafreundliche Beschaffung und Vergabe

- Stadt Gladbeck (Nordrhein-Westfalen): 35 Jahre erfolgreiches Energie- und Klimaschutzmanagement

Kategorie 3: Kommunaler Klimaschutz zum Mitmachen
56 Bewerbungen, Preisgeld je 30.000 Euro

Erfolgreich umgesetzte Aktionen zur Ansprache und Motivation von Bürgerinnen und Bürgern für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen und/oder Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, z.B. kommunale Kampagnen oder spezifische Angebote.

- Gemeinde Sulzbach (Hessen): Bürgermitwirkung Verträgliche Mobilität für ein gutes Klima

- Stadt Hagen (Nordrhein-Westfalen): "Lucy-Trilogie" Kinder- und Jugendtheater für den Klimaschutz

- Stadt Kassel (Hessen): Klimafreundliche Großveranstaltung Hessentag 2013
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Die Projekte der Gewinnerkommunen:

Kategorie 1: Kommunaler Klimaschutz durch Kooperation

- Schwalm-Eder-Kreis (Hessen): Technikhaus EnergiePLUS gemeinsam Klimaschutz sichtbar machen

Gemeinsam mit einer Vielzahl von lokalen Akteuren hat der Schwalm-Eder-Kreis das Kooperationsprojekt Technikhaus EnergiePLUS realisiert, das energetische Sanierung durch Passivhausbauweise sichtbar macht. Das Gebäude dient als innovativer Lern- und Informationsort für Berufsschüler und viele weitere Interessierte.

- Landeshauptstadt Potsdam (Brandenburg): Sozialverträgliche energetische Sanierung der Gartenstadt Drewitz

Gemeinsam mit Bewohnern, Wohnungsunternehmen, den Stadtwerken und Verkehrsbetrieben, sozialen Trägern und vielen weiteren Akteuren gestaltet die Landeshauptstadt Potsdam das Plattenbauviertel Drewitz zur Gartenstadt um. Damit einher geht die energetische Sanierung zahlreicher Wohnungen und Gebäude. Die vielfältigen Themen und Herausforderungen wurden und werden durch den Aufbau umfangreicher kooperativer Arbeitsstrukturen bewältigt.

- Stadt Bonn (Nordrhein-Westfalen): Zusammen stark Aufbau einer kommunalen Energieagentur

Die Stadt Bonn hat gemeinsam mit einer Vielzahl lokaler und regionaler Akteure im Bereich der energetischen Sanierung die Bonner Energie Agentur gegründet. Hier erhalten private Haus- und Wohnungsbesitzer eine kostenlose und unabhängige Erstberatung rund um die energetische Gebäudesanierung. Ziel ist es, die Bürger zu eigenen Energieeffizienzmaßnahmen an ihren Immobilien zu motivieren und sie bei der Umsetzung kompetent zu unterstützen.

Kategorie 2: Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement

- Landkreis Reutlingen (Baden-Württemberg): Neue Wege der Mitarbeitersensibilisierung für den Klimaschutz

Mit der virtuellen "Klimawoche" inklusive Klimaquiz und der Leitlinienkampagne Gib8 auf den Klimaschutz hat der Landkreis Reutlingen zwei kreative Kampagnen entwickelt, um seine Mitarbeiter wirkungsvoll für die Themen Energieverbrauch und Klimaschutz im Alltag zu sensibilisieren: Vom richtigen Heizen und Lüften über den "nachhaltigen Warenkorb" bis hin zu energiesparender Fahrweise.

- Landeshauptstadt Mainz (Hessen): Klimafreundliche Beschaffung und Vergabe

Die vielfältigen Aktivitäten der Landeshauptstadt Mainz für eine klimafreundliche und nachhaltige Beschaffung gehen weit über gesetzliche Vorgaben hinaus. Die Landeshauptstadt überzeugt durch ihr umfassendes Konzept, alle städtischen Beschaffungen vom Einkauf von Recyclingpapier über das Management des städtischen Fuhrparks bis hin zum Neubau kommunaler Gebäude klimafreundlich und nachhaltig zu gestalten. Damit spart Mainz effektiv klimaschädliches CO2 ein und vermeidet außerdem hohe Folgekosten.

- Stadt Gladbeck (Nordrhein-Westfalen): 35 Jahre erfolgreiches Energie- und Klimaschutzmanagement

Ihr vor über 35 Jahren gestartetes Energie- und Klimaschutzmanagement hat die Stadt Gladbeck konsequent zu einem umfangreichen und strukturierten Konzept weiterentwickelt. Heute basiert das städtische Vorgehen auf drei Säulen: präventives Energiemanagement, kontinuierliches Controlling der Verbräuche und technische Energieeinsparmaßnahmen.


Kategorie 3: Kommunaler Klimaschutz zum Mitmachen

- Gemeinde Sulzbach (Hessen): Bürgermitwirkung Verträgliche Mobilität für ein gutes Klima

Mit den Bürgern gemeinsam die Mobilität in der Gemeinde klimafreundlich gestalten das ist das Ziel der Gemeinde Sulzbach. Das Projekt überzeugt dabei insbesondere durch das strukturierte Vorgehen von der Ideengenerierung bis zur Umse
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