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Halberstädter Dozent erklärte, warum stressfreie Beziehungen so wichtig sind

29.09.2014 - (idw) Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

Nur einen Tag nachdem die Hochschule Harz die Erstsemester-Studierenden feierlich begrüßt hatte, kehrten auch die Teilnehmer der GenerationenHochschule nach der Sommerpause auf den Campus zurück. Am Dienstag, dem 16. September, fanden sich knapp 200 Interessierte im AudiMax der Papierfabrik in Wernigerode ein, um Dr. Thomas Piko vom Halberstädter Fachbereich Verwaltungswissenschaften zu lauschen. Der Dozent sprach über Lernen und Gesundheitsgestaltung im Alter: Neueste Erkenntnisse aus der Hirnforschung und konzentrierte sich dabei auf die Besonderheiten des menschlichen Gehirns und die positiven Einflussmöglichkeiten jedes Einzelnen.

Thomas Piko arbeitet u.a. mit Wirtschaftsunternehmen und Sicherheitsbehörden zusammen und betonte: Hirnforschung ist für diverse Bereiche des öffentlichen Lebens interessant. Zunächst erläuterte er die unterschiedlichen Teile des Gehirns und deren Funktionen, ehe er insbesondere auf den präfrontalen Cortex einging, jener Teil des menschlichen Gehirns, der den Menschen Mensch sein lässt. Hier hätten unter anderem Moral, gelassenes Handeln und der angemessene Umgang mit Emotionen ihren Ursprung, wie der Hochschullehrer ergänzte. Genau dieser Bereich spielt für das Gestalten von sozialen Beziehungen eine enorme Rolle und kaum etwas prägt uns und unseren Alltag so sehr wie die Beziehungen zu anderen Menschen. Vergiftete oder toxische Beziehungen aktivieren bestimmte Schaltzentralen des Körpers; Cortisol und andere giftige Substanzen werden ausgeschüttet und belasten die Gesundheit und die körperliche Regeneration extrem. Auch Alterungsprozesse werden somit beschleunigt. Manche Menschen befinden sich permanent in einer giftigen Stresssituation durch die Stressquelle Mensch, mahnte Piko. Für das Gehirn und einen gesunden regenerationsfähigen Körper sei es somit dienlich, Beziehungen harmonisch zu gestalten.

Seine Ausführungen ergänzte der Dozent mit dem Hinweis, dass gezielte Abwechslung für den Kopf das Beste sei, um neuronale Verknüpfungen zu erhalten oder aufzubauen. Verschiedene Interessen zu pflegen und mit anderen Menschen aufmerksam innerhalb einer intakten Beziehung stressfrei zu teilen, seien gute Möglichkeiten, dem Gehirn die richtige Nahrung zu geben. Aber auch gezieltere Stressreduktionen wie etwa Meditation und progressive Muskelentspannung werden von der Hirnforschung empfohlen. Dr. Piko stimmte weiterhin der Wortmeldung von Teilnehmer Hans-Joachim Reiner aus Thale zu, der einbrachte, dass die richtige Ernährung der Gesundheit von Körper und Geist äußerst zuträglich sei. Das Gehirn ist eine Baustelle, die nie fertig wird, bemerkte der Referent und stellte fest, dass auch er selbst und die Teilnehmer zum Ende der Veranstaltung ein ganz anderes Gehirn hätten, als noch zwei Stunden zuvor.

Die nächste Veranstaltung der GenerationenHochschule findet am Dienstag, dem 7. Oktober 2014, im Zeitraum von 17 bis 19 Uhr statt. Im AudiMax (Papierfabrik, Haus 9) auf dem Wernigeröder Campus widmet sich Joachim Schneider-Slowig, Notar aus Magdeburg, dem Thema Ihre letztwillige Verfügung Vermögensnachfolge bei Tod. Die Teilnahme an der GenerationenHochschule ist kostenfrei. Die Anmeldung erfolgt unter http://www.generationenhochschule.de. Weitere Informationen:http://www.generationenhochschule.de
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