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6. Stifterabend an der Hochschule Harz - 35 Deutschlandstipendien verliehen

30.09.2014 - (idw) Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

Am Dienstag, dem 23. September 2014, fanden anlässlich des 6. Stifterabends knapp 200 geladene Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur den Weg in die Wernigeröder Papierfabrik. Erneut standen der Stiftungsgedanke und die Förderung besonders leistungsstarker Studierender im Fokus.

Die Feierstunde wurde durch den Rektor der Hochschule Harz, Prof. Dr. Armin Willingmann, eröffnet. Mit Blick auf die zahlreich erschienenen Förderer und Freunde dankte er für die vielfältige Unterstützung und beschrieb die aktuelle Situation und die Pläne zur weiteren Entwicklung der Hochschule Harz. Für diese sei auch die Klärung der Beteiligung des Bundes an der Finanzierung der Hochschulen dringend geboten. Ein erster, wichtiger Schritt war die in diesem Jahr erklärte Übernahme der kompletten BAföG-Kosten durch den Bund; dadurch stehen dem Land Sachsen-Anhalt 28 Millionen Euro jährlich zusätzlich für den Wissenschaftssektor zur Verfügung. Dieses Geld muss die Grundfinanzierung aller Hochschulen des Landes nachhaltig sichern, so Rektor Willingmann, hier auch in seiner Funktion als Präsident der Landesrektorenkonferenz.

Die erste Würdigung des Abends war internationaler Natur: Der DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen in Höhe von 1.000 Euro wurde in diesem Jahr an Natalia Alms verliehen. Prof. Dr. Harald Zeiss, Koordinator des Studiengangs International Tourism Studies, freute sich mit der gebürtigen Weißrussin, die ihr Studium nicht nur besonderes schnell, sondern auch sehr gut abgeschlossen und nebenbei auch noch Zeit für gesellschaftliches Engagement und ihre Familie gefunden habe. Natalia Alms war sichtlich gerührt und bedankte sich bei der Hochschule Harz nicht nur für die Auszeichnung, sondern auch für die schöne Zeit.

Prof. Dr. Thomas Leich, Inhaber der Volkswagen Financial Services AG Stiftungsprofessur für Wirtschaftsinformatik, bereicherte die Veranstaltung durch einen kurzweiligen Einblick in sein Fachgebiet Requirements Engineering, das in dieser Form nahezu einzigartig in Deutschland ist. Der gebürtige Magdeburger studierte selbst Wirtschaftsinformatik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, wo er 2012 auch promoviert wurde. Jonas Göttert, Student der Wirtschaftsinformatik, wird seit März 2014 durch die Volkswagen Financial Services AG unterstützt und schilderte in seiner kurzen Rede die enge Verbindung zu seinem Förderer.

Im Anschluss erfolgte die Verleihung der Stipendienurkunden an die 35 Stipendiatinnen und Stipendiaten. Deutschlandstipendien werden an der Hochschule Harz seit 2011 an besonders leistungsstarke Studierende verliehen, die mit 300 Euro im Monat aus einer Zuwendung der Stifter und des Bundes unterstützt werden. Als Vertreterin der Stipendiatinnen und Stipendiaten bedankte sich Christin Klähn, Studentin im Master-Programm Business Consulting, für diese Förderung. Sie begann ihre Rede auf Französisch und berichtete, dass es ihr aufgrund des Stipendiums ermöglicht wird, einen Auslandsaufenthalt in Frankreich zu absolvieren.

Auch der 6. Stifterabend wurde durch einen kulturellen Beitrag bereichert. Dr. Kai Schlüter, Redakteur bei Radio Bremen, las aus seinem 2013 erschienenen Buch Günter Grass: Das Milch-Märchen. Frühe Werbearbeiten., welches von der Freundschaft zwischen dem Maler Karl Oppermann und dem weltbekannten Schriftsteller Günter Grass handelt. Die Liebe zur Kunst verbindet beide Männer, die sich bereits als Studenten 1952 in Paris kennenlernten und später auch beruflich in der Werbeabteilung des Milchunternehmens Meierei C. Bolle in Berlin zusammen arbeiteten. Ein Höhepunkt der Lesung war eine eingespielte Videobotschaft von Günter Grass an seinen alten Freund, in welcher er ein bisher unveröffentlichtes, 1959 verfasstes Gedicht mit dem Titel Der Maler Oppermann vorliest. Karl Oppermann offenbart mit seiner Kunststiftung seit 2008 in der Wernigeröder Hochschulbibliothek einen besonderen Blick in die Welt durch die Augen eines weitgereisten Künstlers; die unselbstständige Stiftung umfasst mittlerweile elf Werke.


Die Veranstaltung wurde von den Violinisten Paula und Matthias Vorbrodt musikalisch gekonnt umrahmt. Im Anschluss an die Feierstunde tauschten sich die Gäste im Foyer der Papierfabrik noch bis in die späten Abendstunden miteinander aus. Weitere Informationen:http://www.hs-harz.de
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