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WfbM-Benchmarking der Teilhabe am Arbeitsleben

02.10.2014 - (idw) Institut für Technologie und Arbeit (ITA)

Das Institut für Technologie und Arbeit e.V. in Kaiserslautern bietet ab Januar 2015 Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) ein WfbM-Benchmarking der Teilhabe am Arbeitsleben an. WfbM können über Kennzahlen ihre Angebote zur Förderung der Inklusion messen und durch den Vergleich mit anderen ihr Angebot bewerten. Ziel der werkstattvergleichenden Qualitätsmessungen ist das Lernen von den Besseren. Menschen mit Beeinträchtigungen die gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft zu ermöglichen, ist das erklärte Ziel der UN-Menschenrechtskonvention über die Rechte behinderter Menschen und seit 2009 im deutschen Recht verankert. Damit verbunden ist auch das Recht auf Arbeit und einen offenen und für Menschen mit Behinderung zugänglichen Arbeitsmarkt.

Die Realität aber sieht anders aus: Der allgemeine Arbeitsmarkt öffnet sich bisher kaum und schließt Menschen mit Behinderung nach wie vor aus. Solange dies so ist, sind WfbM notwendige Anbieter für berufliche Bildung und Teilhabe am Arbeitsleben. Aber auch sie stehen durch die Behindertenrechtskonvention vor der Herausforderung, Strukturen und Angebote zu schaffen, die Menschen mit Behinderungen mehr Selbstbestimmungsmöglichkeiten und Mitsprache bieten und durch Öffnung der WfbM den Inklusionsprozess vorantreiben.

Bisher aber lag weder eine gemeinsame Vereinbarung vor, was unter dem Beitrag der Werkstätten zur Inklusion zu verstehen ist noch gab es Kriterien anhand derer WfbM überprüfen können, wie inklusiv sie agieren und wirken.

Mit dem neuen Benchmarking-Ansatz können WfbM nun über Kennzahlen ihre Angebote zur Förderung der Inklusion messen und durch den Vergleich mit anderen ihr Angebot bewerten. Aber nicht nur objektiv messbare Kennzahlen gehören zur Qualitätsmessung: Genauso wichtig ist auch die Perspektive der Menschen mit Behinderung: Ihre subjektive Einschätzung, durch Befragungen erfasst, fließt vollwertig in die Bewertung ein.

Ziel der werkstattvergleichenden Qualitätsmessungen ist das Lernen von den Besseren. Besonders gute WfbM stellen ihre best-practice-Lösungsansätze vor und liefern damit wichtige Anregungen zu einer menschenrechtskonformen Weiterentwicklung.

Bei Interesse stellt das Institut für Technologie und Arbeit das WfbM-Benchmarking der Teilhabe am Arbeitsleben interessierten Einrichtungen gerne näher vor. Weitere Informationen:https://www.ita-kl.de/benchmarking
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