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DSMZ auf dem 4. Gemeinsamen Kongress der DGHM und VAAM in Dresden

02.10.2014 - (idw) Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH

Biobanking von mikrobiellen Wirkstoffproduzenten und Pathogenen Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH nimmt vom 5.-8. Oktober 2014 an der 4. Gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) und der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) mit dem Titel Microbiology and Infection in Dresden teil. Mehr als 1.800 nationale und internationale Experten diskutieren auf der Fachkonferenz über neueste Forschungsergebnisse aus allen Gebieten der allgemeinen, angewandten und medizinischen Mikrobiologie. Das Leibniz-Institut DSMZ präsentiert in Dresden die Bioressourcensammlungen, die wissenschaftlichen Services und aktuellen Forschungsprojekte am Messestand und in Fachbeiträgen.

Als das umfassendste biologische Ressourcenzentrum für Mikroorganismen und Zellkulturen stellt das Leibniz-Institut DSMZ derzeit mehr als 48.000 zertifizierte mikrobiologische Materialien als Referenzen für die wissenschaftliche Forschung zur Verfügung. Dabei bringt die DSMZ ihre langjährige Expertise zur Isolierung, Identifizierung und Langzeitkonservierung von komplizierten Mikroorganismen sowie zur schnellen Sequenzierung mikrobieller Genome im Hochdurchsatz auch verstärkt in die aktuelle Forschung zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten ein.

DSMZ im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF):
Im Rahmen des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) entsteht derzeitig eine zentrale Biobanken-Infrastruktur für die Infektionsforschung, um die Ergebnisse schnell in die Anwendung zu bringen. Die DSMZ koordiniert dazu die Sammlungsaktivitäten zum Biobanking von Mikroorganismen. Die DZIF-Sammlungen an der DSMZ bieten bisher u.a. Kulturen von pathogenen Mikroorganismen, wie z. B. Borrelien, Chlamydien, Legionellen sowie die Spezialsammlungen Campylobacter und Clostridium difficile an. Im Rahmen der DZIF-Spezialsammlungen verfügt die DSMZ weiterhin über multiresistente Bakterien und negative Kontrollstämme sowie über eine umfangreiche Maus-Mikrobiom-Sammlung in Kooperation mit der TU München. In Zusammenarbeit mit der DZIF-Infrastruktureinrichtung Natürliche Wirkstoff-Bibliothek steht ein Set von Indikatorstämmen für das Screening auf anti-infektive Effekte von neuen Wirkstoffkandidaten zur Verfügung. Ansprechpartnerin vor Ort ist Dr. Birte Abt, Kuratorin der DZIF-Sammlung an der DSMZ.

Medizinische Mikrobiologie und Identifizierung:
Im Mittelpunkt der Forschung im Projekt CDiff, dem ersten großen Projekt des Norddeutschen Zentrums für Mikrobielle Genomforschung (NZMG) an dem die DSMZ beteiligt ist, steht eine umfassende Charakterisierung des Erregers Clostridium difficile. Der Keim verursacht lebensbedrohliche Darmerkrankungen, die sich nur schwer behandeln lassen. Ziel der Forschung ist es, solche Infektionen in Zukunft besser zu beherrschen. Die DSMZ bringt neben der wissenschaftlichen Expertise der Kuratoren eine langjährige Kompetenz in der Mikrobiellen Biodiversitätsforschung und die Möglichkeiten der Hochdurchsatzsequenzierung mit einer der modernsten Sequenziertechnologien mit. Für alle Fragen rund um die Hinterlegung von medizinisch relevanten Stämmen, zur Identifizierung oder Konservierung stehen PD Dr. Sabine Gronow (Leiterin der Arbeitsgruppe Medizinische Mikroorganismen) und Dr. Susanne Verbarg (Leiterin des Identifizierungsdienstes) zur Verfügung.

EU-Projekt MIRRI:
Über den aktuellen Stand des EU-Projekts MIRRI (Microbial Resource Research Infrastructure) informiert Dr. Manuela Schüngel am DSMZ-Stand. Ziel von MIRRI ist die Etablierung einer europäischen Infrastruktur für mikrobiologische Ressourcen-Zentren, die es Forschern u.a. ermöglicht, mittels eines virtuellen Portals auf die in Europa dezentralisiert gelagerten mikrobiellen Ressourcen und deren assoziierte Daten zuzugreifen. Data Mining innerhalb der Datenbanken der beteiligten Sammlungen sowie erweiterte Service-Angebote und Experten-Konsultation gehören ebenfalls zum zukünftigen Angebot dieser Infrastruktur. Weitere Informationen zu MIRRI sind unter www.mirri.org zu finden.

Eckdaten:
Der Informationsstand des Leibniz-Instituts DSMZ mit der Stand Nr. 3.18 befindet sich auf dem 4. Gemeinsamen Kongress der DGHM & VAAM im Maritim Hotel Internationales Congress Center Dresden (ICD), Ostra-Ufer 2 / Devrientstr.10-12, 01067 Dresden. Interessierte erhalten umfangreiche Informationen über das vielfältige Angebot der DSMZ. Ansprechpartnerin am Stand ist Susanne Thiele, Leiterin Presse und Kommunikation der DSMZ. Einen genauen Überblick über die Sammlungen und Services der DSMZ bietet auch der Online-Katalog auf der Internetseite www.dsmz.de.

Diese Pressemitteilung und die Fachbeiträge der DSMZ-WissenschaftlerInnen auf der Tagung finden Sie auf der DSMZ-Webseite direkt unter dem link http://tiny.cc/lcj3mx.

Pressekontakt:

Susanne Thiele
Leiterin Stabstelle Presse und Kommunikation
Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH
Inhoffenstraße 7 B
38124 Braunschweig
Deutschland / Germany
Tel. ++49531-2616-300
Fax ++49531-2616-418
www.dsmz.de

Über das Leibniz-Institut DSMZ:
Das Leibniz-Institut DSMZDeutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist eine Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft und mit seinen umfangreichen wissenschaftlichen Services und einem breiten Spektrum an biologischen Materialien seit Jahrzehnten weltweiter Partner für Forschung und Industrie. Als einem der größten biologischen Ressourcenzentren seiner Art wurde der DSMZ die Übereinstimmung mit dem weltweit gültigen Qualitätsstandard ISO 9001:2008 bestätigt. Als Patenthinterlegungsstelle bietet die DSMZ die bundesweit einzigartige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags aufzunehmen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die sammlungsbezogene Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Die Sammlung mit Sitz in Braunschweig existiert seit 42 Jahren und beherbergt mehr als 48.000 Kulturen und Biomaterialien. Die DSMZ ist die vielfältigste Sammlung weltweit: neben Pilzen, Hefen, Bakterien und Archaea werden dort auch menschliche und tierische Zellkulturen sowie Pflanzenviren und pflanzliche Zellkulturen erforscht und archiviert. www.dsmz.de

Leibniz Gemeinschaft:
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 89 selbständige Forschungseinrichtungen. Deren Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Institute pflegen intensive Kooperationen mit den Hochschulen - u.a. in Form der Wissenschaftscampi -, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 16.500 Personen, darunter 7.700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,4 Milliarden Euro.


Social Web:
www.facebook.com/Leibniz.DSMZ
www.twitter.com/Leibniz_DSMZ_en Weitere Informationen:http://www.dsmz.de
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