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Studierende der FH Düsseldorf gestalten neues Corporate Design für den Prof. Friedrich Becker

06.10.2014 - (idw) Fachhochschule Düsseldorf

Studierende des Fachbereichs Design haben für den Prof. Friedrich Becker e.V. ein neues Design entwickelt. Heute wurden in Düsseldorf die beiden besten Arbeiten im Haus seiner Witwe, Hildegard Becker, durch die Preisträger Malte Lambert und Lisa Köhler vorgestellt. Mit dabei war die Jury bestehend aus: Hildegard Becker, Dr. Christiane Weber-Stöber, Dr. Peter Vormweg, Ruth Savoini-Pohen, Heike Kappes und Dipl.- Des. Herbert Schulze. Der Wettbewerb wurde im Sommersemester 2014 in einem Seminar unter Leitung von Professorin Irmgard Sonnen ausgeschrieben. Friedrich Becker gehörte zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit. Als international bekannter Goldschmied, als Gestalter kinetischen Schmucks und kinetischer Objekte, als Designer und nicht zuletzt als Professor an der Fachhochschule Düsseldorf (1973-1983) wurde er prägend für die Goldschmiedekunst der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Der Entwurf des Düsseldorfer Radschlägers, der unter anderen die Amtskette des Oberbürgermeisters ziert, wurde Basis für die Visualisierung des Wahrzeichens von Düsseldorf, erläuterte Dipl.-Des. Herbert Schulze, Schüler von Prof. Friedrich Becker und Fachlehrer am Fachbereich Design an der FH Düsseldorf in seiner Einführung in das Werk des Künstlers. Nicht zuletzt seine Auseinandersetzung mit dem Ring, dem Ringkopf und der Ringschiene, seien, so Schulze, neu und eine sensationelle Entwicklung in der Goldschmiede gewesen. Für seine Werke erhielt er internationale, höchste Auszeichnungen. Bedeutende Museen nahmen seine Arbeiten in ihre Sammlungen auf und zeigten sie in zahlreichen Ausstellungen. Friedrich Becker absolvierte eine Lehre zum Maschinenbauer und nahm ein Studium der Luftfahrttechnik auf. Nach dem Krieg folgte ein Goldschmiede-Studium an der Werkkunstschule Düsseldorf. 1973 wurde er an die Fachhochschule Düsseldorf berufen. Am 15. Mai 1997 verstarb Friedrich Becker in Düsseldorf kurz vor der Verleihung des Ehrendoktor-Titels in London durch das Royal College of Art. Seine kinetische Kunst ist in der Stadt auf vielfältigste Art und Weise lebendig erhalten.

Der Verein, Prof. Friedrich Becker e.V., hat sich vor vier Jahren gegründet. Ziel der gut 40 Mitglieder sind die Pflege und Bewahrung des künstlerischen Erbes von Friedrich Becker, die Unterstützung des Friedrich Becker Preises (die jüngste feierliche Übergabe fand im Museum Kunstpalast in Düsseldorf am 20. Juli 2014 statt), die Erschließung seiner Werke für die Öffentlichkeit, die Förderung junger Künstler sowie die Förderung der Gold- und Silberschmiedekunst. Aktuell arbeitet der Verein an einer neuen Internetseite. Hierzu waren Studierende der Fachhochschule Düsseldorf durch einen Wettbewerb eingeladen, sich zu beteiligen. Das Werk Friedrich Beckers war ein idealer Ausgangspunkt für das Seminar: Der phänomenologische Blick. Dynamische Erscheinungsbilder im kulturellen Kontext unter Leitung von Prof. h.c. Irmgard Sonnen. Und die Ergebnisse können sich sehen lassen:

Malte Lambert entwickelte eine visuelle Identität für die Kommunikationsmedien
des Prof. Friedrich Becker e.V. Die von ihm vorgeschlagenen grafischen und typografischen Elemente entsprechen der reduzierten, einprägsamen Formensprache Friedrich Beckers lautete das einschlägige Urteil der Jury. Ein kinetischer Ring mit zwei sich bewegenden Elementen diente Malte Lambert als Referenz für seine Bildmarke. Drei Balkenelemente lässt er miteinander interagieren. Das untere und das mittlere Element verbindet dabei eine zentrierte Drehachse.
Durch Drehen der Elemente um 360° erreicht Malte Lambert zahlreiche Kombinationen, die eine größtmögliche Variabilität erlauben und eine medienspezifische Visualisierung ermöglichen. Ein differenziertes Farbsystem unterstützt die Variabilität der Konzeption. Ein zeitgemäßes, prägnantes dynamisches Erscheinungsbild entsteht, lobte Sonnen die gelungene Gestaltung des Kommunikationsdesign-Studenten, der mit dem 1. Platz honoriert wurde. Sein Entwurf für die Website wird derzeit umgesetzt.

Lisa Köhler erhält für ihre Konzeption eine Anerkennung. Die Wellenkinetik von 1978 für die Albrecht Dürer Schule am Fürstenwall 100 diente der Masterstudentin als Referenz für ein dynamisches Zeichensystem. Als Ausgangspunkt wählte sie eine filigrane, lineare Bewegungsfolge. Die serielle Variation entsteht durch perspektivisch unterschiedliche Blickwinkel in das Objekt der Wellenkinetik. Im Kontrast zur dynamischen Form setzt Lisa Köhler eine Konstante durch die statische Wortmarke, hob Sonnen hervor. Die einzelnen Medien, insbesondere die Homepage, gestaltete Lisa Köhler souverän und medienspezifisch weiter, dabei war ihr die Benutzerfreundlichkeit besonders wichtig. Weitere Informationen:http://www.fh-duesseldorf.dehttp://www.smkp.de/ausstellungen/archiv/2014/friedrich-becker-preis-2014.html

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