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Religious violence, modern citizenship and theoterrorism

06.10.2014 - (idw) Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz

Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Paul Cliteur, Professor für Rechtswissenschaften an der Universität Leiden (Niederlande) und Gastprofessor für Philosophische Anthropologie an der Universität Gent (Belgien).

Dienstag, 14. Oktober 2014, 19.00 Uhr
Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz, Konferenzraum Gegenwärtige religiös motivierte Gewalt (oder Theoterrorismus") hat die Debatte über die Wurzeln dieses Phänomens neu angefacht. In den Vereinigten Staaten wurden Ärzte, die Abtreibungen vornahmen, von religiösen Fanatikern ermordet; im Jahre 1995 erschoss der jüdische Extremist Yigal Amir den israelischen Politiker Yitzak Rabin, weil er Friedensgespräche mit den Palästinensern aufgenommen hatte; im Mittleren Osten kämpfen islamistische Dschihadisten für etwas, was sie für die Ehre Gottes halten. All diese Akteure fühlen sich ihren religiösen Weltbildern stärker verpflichtet als den Gesetzen derjenigen Staaten, in denen sie leben.
Mit Hinblick auf die Rückwirkungen, die internationale religiöse Konflikte und die Angst vor diesen auf die moderne Politik haben, einschließlich weniger gewaltsamer Fälle wie die Rudi Carrell-Affäre (1987) in der BRD, untersucht Professor Cliteur, wie Gläubige mit potentiell widersprüchlichen Anforderungen seitens der Religionsgemeinschaft und seitens des Staates umgehen.
Zur Person:
Prof. Dr. P. B. Cliteur ist Professor der Rechtswissenschaften an der Universität Leiden (Niederlande) und Gastprofessor für philosophische Anthropologie an der Universität Gent (Belgien). Cliteurs Forschung ist im Bereich der Ethik und der philosophischen Grundlagen modernem Recht angesiedelt. Im Fokus stehen die Dilemmas hinsichtlich der multikulturellen Gesellschaft und der Beziehung zwischen Recht und Weltanschauungen.

Der Vortrag findet statt innerhalb der Vortragsreihe »Religion und Gewalt: Eine ambivalente Beziehung in Geschichte und Gegenwart« und wird von der DFGfinanzierten und am LeibnizInstitut für Europäische Geschichte angesiedelten Emmy NoetherNachwuchsgruppe Glaubenskämpfe: Religion und Gewalt im katholischen Europa, 1848 1914 organisiert.

Pressekontakt des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte
Kathrin Schieferstein
Telefon: +49 6131 39-39322, E-Mail: schieferstein@ieg-mainz.de

Leibniz-Institut für Europäische Geschichte
Das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) ist ein selbstständiges Forschungsinstitut in Mainz und untersucht die historischen Grundlagen Europas in der Neuzeit. Die Forschungen des IEG reichen vom 15. bis ins 20. Jahrhundert und betrachten Europa in grenzüberschreitender Perspektive, das durch vielfältige Prozesse immer wieder neu geprägt wurde. Die Forschungen des 1950 gegründeten Instituts werden interdisziplinär von der Abteilung für Abendländische Religionsgeschichte und der Abteilung für Universalgeschichte entwickelt. Weitere Informationen:http://www.ieg-mainz.de/glaubenskaempfe Anhang
Programmflyer Vortragsreihe
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