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Medien berichten positiv über den Ingenieurberuf

08.10.2014 - (idw) Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur

Ingenieurberufe werden in den Medien regelmässig thematisiert, v.a. im Kontext des Fachkräftemangels. Über das Berufsbild an sich wird positiv berichtet, wobei Benachteiligungen für Ingenieurinnen bei der Berichterstattung negativ ins Gewicht fallen. Problematisch erscheint, dass Studienanwärterinnen und -anwärter anhand der Marketingnamen der Studiengänge den dahinter steckenden Ingenieurberuf oft nicht mehr erkennen können. Dies ergab eine Teilstudie des Instituts für Multimedia Production IMP der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur, die mit dem Partner ARGUS der Presse AG durchgeführt wurde. Das Bild des Ingenieurs als Nerd, Geek oder Freak ist vornehmlich nur noch in gewissen TV-Soaps zu finden. Die sonstigen klassischen Medien, insbesondere die Print-Medien, thematisieren regelmässig das Ingenieurwesen. Am meisten dominiert der Fachkräftemangel, womit das Thema gesamtgesellschaftlich und wirtschaftlich als relevant und entsprechend medienwirksam wird. Zuweilen finden auch gewisse Berufsfelder, wie jener der Bauingenieurin oder des Architekten, Aufnahme.

Dabei bleibt aber die grosse Vielfalt der Ingenieurberufe über Fachrichtungen wie Umwelttechnik, Systemtechnik oder Mechatronik auf der Strecke. Diese Problematik wird weiter verstärkt durch Marketingnamen einiger Hochschulen für ihre Ingenieurstudiengänge. «Auch für die HTW Chur ist das eine Herausforderung,» meint Ines Jansky, Mitwirkende an der Studie sowie Dozentin an der HTW Chur. «Unseren Bachelor-Studiengang Media Engineering vermarkten wir als Multimedia Production, vielleicht um allfällige Studieninteressierte nicht abzuschrecken.»

Gender ist Thema
Die Berichterstattung ist vornehmlich positiver Natur. Dies mag nur auf den ersten Blick erstaunen, denn der Grossteil der Berichterstattung in den Print- und Onlinemedien wird von Bildungsinstitutionen, Fachverbänden und Branchenorganisationen initiiert. Es besteht ein enger Austausch mit Medienschaffenden. Alles rund um Aus- und Weiterbildung, gekoppelt mit dem dazu passenden Bildmaterial von jungen, erfolgreichen und selbstsicheren Ingenieurinnen und Ingenieuren, unterstützt das positive Image.

Medial negativ in Erscheinung treten v.a. die Rahmenbedingungen für Ingenieurinnen. Insbesondere ins Gewicht fallen dabei die nach wie vor vorhandene Lohndiskriminierung von Mitarbeiterinnen oder die geringe berufliche Flexibilität, was die Vereinbarkeit mit der Familie erschwert. Es ist denkbar, dass diese Berichterstattung bei Mädchen und jungen Frauen, welche vor der Studienwahl stehen, abschreckend wirkt. Damit wird eine Branche, welche in einem schwierigen Arbeitsmarkt als Chance erachtet wird, weiterhin Mühe haben, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

MINT-Nachwuchsbarometer
Die Studie «Ingenieurberufe in den Medien» der HTW Chur ist ein Teilprojekt des aktuell durchgeführten MINT-Nachwuchsbarometers der Akademien der Wissenschaften Schweiz und wird von der Gebert Rüf Stiftung gefördert. Es wurden dieses Jahr schon zwei Studien zur Wahrnehmung und Attraktivität von Ingenieurberufen für potentielle Studierende von der HTW Chur publiziert. Noch ausstehend ist die Zusammenfassung der Resultate des Social Media Monitorings sowie die Ausarbeitung einer Sensibilisierungskampagne für Jugendliche, basierend auf all diesen Teilstudien. Die HTW Chur plant, ihren Part im Februar 2015 abzuschliessen.

Weitere Auskünfte:
Jansky Ines, Prof., Diplom-Philologin
Tel. +41 (0)81 286 24 63
Fax +41 (0)81 286 37 38
ines.jansky@htwchur.ch


Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur
Die Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur mit ihren rund 1600 Studierenden ist eine regional verankerte Hochschule mit nationaler und internationaler Ausstrahlung. Sie bietet Bachelor-, Master- und Weiterbildungsstudiengänge in den Disziplinen «Ingenieurbau/Architektur», «Informationswissenschaft», «Management», «Multimedia Production», «Technik» sowie «Tourismus» an. Die HTW Chur betreibt in allen Disziplinen angewandte Forschung und Entwicklung, führt Beratungen durch und bietet Dienstleistungen an. Die gesamte Hochschule ist ISO 9001:2008 zertifiziert. Die HTW Chur ist seit dem Jahr 2000 Teil der FHO Fachhochschule Ostschweiz. Doch die Geschichte der Hochschule begann bereits 1963 mit der Gründung des Abendtechnikums Chur. Weitere Informationen:http://www.htwchur.ch/multimedia-production/forschung-und-dienstleistung/mint-st... - MINT-Studie HTW Chur Anhang

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