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Uni Bremen erhält DFG-geförderte Forschergruppe zur Bedarfsgerechtigkeit

08.10.2014 - (idw) Universität Bremen

Auf seiner Oktober-Sitzung hat der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) die Einrichtung der Forschergruppe Bedarfsgerechtigkeit und Verteilungsprozeduren an der Universität Bremen beschlossen. Die Forschergruppe ist ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt von insgesamt elf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitäten Bremen, Hamburg, Oldenburg und Wien sowie der Jacobs University Bremen aus den Disziplinen Philosophie, Politikwissenschaft, Psychologie und Volkswirtschaftslehre. Sprecher der Forschergruppe ist der Volkswirt Professor Stefan Traub vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen. Die Bremer Uni ist zudem mit den Politikwissenschaftlern Professor Frank Nullmeier und Dr. Tanja Pritzlaff (beide ebenfalls vom Zentrum für Sozialpolitik) und Professorin Dagmar Borchers (Institut für Philosophie) beteiligt.

In der ersten dreijährigen Förderphase wird die Forschergruppe der Frage nachgehen, wie auf individueller Ebene Bedarfe identifiziert und auf gesellschaftlicher Ebene anerkannt werden. Führt der Prozess der Bedarfsanerkennung zu einem stabilen Ergebnis und welche ökonomischen Anreizeffekte gehen von bedarfsgerechter Umverteilung aus? Eine Besonderheit der neuen Forschergruppe ist, dass alle Teilprojekte interdisziplinär besetzt sind und die jeweiligen Fragestellungen mit Hilfe von Laborexperimenten untersuchen, in denen Versuchspersonen realistische Verteilungsentscheidungen treffen. Das langfristige Ziel der Forschungsarbeiten ist die Formulierung einer normativen Theorie der Bedarfsgerechtigkeit auf Basis dieser experimentellen Beobachtungen. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler orientieren sich dabei an zwei zentralen Vermutungen: zum einen, dass es dem Einzelnen leichter fällt, die bestehenden Verteilungsprinzipien zu akzeptieren, wenn diese transparent sind; zum anderen, dass die Zustimmung zum Verteilungsergebnis umso höher ist, je mehr Expertise bei der Verteilung herangezogen wird. Ausgehend davon sollen in der Folge genaue Analysen des Sozialstaats betrieben werden.

Die genaue Fördersumme der DFG für die Forschergruppe Bedarfsgerechtigkeit und Verteilungsprozeduren ist den Antragstellern zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt, da der schriftliche Zuwendungsbescheid der DFG noch nicht vorliegt.

Weitere Informationen und Ansprechpartner:

Universität Bremen
Zentrum für Sozialpolitik
Prof. Dr. Stefan Taub (Sprecher Forschergruppe FOR 2104 Bedarfsgerechtigkeit und Verteilungsprozeduren)
Tel. 0421 218 58581
E-Mail: traub@zes.uni-bremen.de
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