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Evangelische Hochschule Berlin verleiht erstmals Master of Arts Leitung Bildung Diversität

09.10.2014 - (idw) Evangelische Hochschule Berlin (EHB)

Feierliche Master-Abschlussfeier des ersten Jahrgangs im Auditorium Maximum. Masterstudiengang Leitung - Bildung - Diversität im August 2014 erfolgreich akkreditiert. Neue Gastprofessur Gerontologie zum Wintersemester 2014/15 im Master besetzt 36 Absolvent_innen des Masterstudiengangs Leitung Bildung Diversität (Management Education Diversity, M. A.) erhalten am 10. Oktober 2014 in feierlichem Rahmen ihre Urkunden zum Master of Arts. Damit schließt der erste Jahrgang Studierender im transdisziplinären Masterstudiengang ab, der im Sommersemester 2013 an der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB) startete. Anlässlich der feierlichen Übergabe wird der Superintendent des Berliner Kirchenkreises Charlottenburg-Wilmersdorf, Pfarrer Harald Grün-Rath, das Grußwort sprechen. Überreicht werden die Urkunden von der Prorektorin der EHB, Frau Prof. Dr. Petra Völkel. Ein weiterer Anlass zum Feiern ist zudem die erfolgreiche Akkreditierung des Masterstudiengangs Leitung Bildung Diversität für fünf Jahre und die Besetzung der neuen Gastprofessur für Gerontologie zum Wintersemester 2014/15.

Als transdisziplinäres Angebot von Professor_innen aller EHB-Studiengänge konzipiert richtet sich der Masterstudiengang sowohl an BA- Absolvent_innen der EHB als auch an Interessierte anderer Hochschulen und Fachgebiete, die Diversität (Vielfalt) in ihren Arbeitsfeldern stärken und qualifiziert Leitungspositionen übernehmen bzw. Bildungsprozesse professioneller gestalten wollen.
Für mich war insbesondere der fächerübergreifende Ansatz des Masterstudiengangs Leitung Bildung Diversität wichtig, der neue Wissens- und Erfahrungsdimensionen eröffnete, vor allem in den Bereichen Ethik, Altenhilfe, Psychologie und Erwachsenenpädagogik, sagt Thomas Berbrich, einer der Masterabsolventen des Abschlussjahrgangs rückblickend. In diesem Studium wurden Disziplinen übergreifend und in einer Zusammenschau miteinander vermittelt, die sonst meist getrennt voneinander gelehrt werden. Hier jedoch brachten Studierende unterschiedlichen Alters und verschiedener Berufsrichtung ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit und profitieren voneinander. Damit wurde Diversität im wahrsten Sinne des Wortes im Studienalltag erlebbar. Thomas Berbrich hatte nach Jahren der Berufstätigkeit als Pastor und Dozent noch einmal ein Studium aufgenommen. Mir ging es darum, eine Vertiefung, neue Wissenshorizonte und die Vermittlung aktueller Erkenntnisse in meinem Berufsfeld zu bekommen, beschreibt er seine Motivation. Auch waren der überschaubare Zeitrahmen von drei Semestern und der akademische Grad ein wirklicher Ansporn, mich einem Studium zu stellen, aus dem ich viele wertvolle Inhalte und Impulse für mein berufliches, aber auch persönliches Weiterkommen mitnehmen werde."

Bereits zum Studienstart 2013 war das Interesse an dem neuen Master der Hochschule groß, doch im Bewerbungsverfahren für den zweiten Jahrgang im Sommersemester 2014 hat sich die Anzahl der Interessent_innen verdreifacht. Damit konnten alle 60 Studienplätze an der EHB problemlos vergeben werden. In erstaunlich kurzer Zeit hat unser Master jetzt im August auch die externe Qualitätsprüfung bestanden, erklärt Prorektorin Prof. Dr. Petra Völkel, die als Studiengangsbeauftragte für den Masterstudiengang verantwortlich ist. Damit erwerben bereits unsere ersten Absolvent_innen ihren Abschluss in einem akkreditierten Studiengang. Darauf sind wir besonders stolz.

Doch die Erfahrungen im Praxistest des ersten Jahrgangs führten auch zu Veränderungen im Studienablauf. Es ist insbesondere den Studierenden des ersten Jahrgangs zu danken, die uns während gemeinsamer Treffen ihre Perspektive auf das Studium und bestimmte Abläufe schilderten, sagt Robert Norden, Beauftragter des Rektorats und Koordinator des Masters. Als ein Ergebnis haben wir das Abschlusssemester jetzt so strukturiert, dass sich die Studierenden mit Forschungsmethoden auseinandersetzen und in begleiteten Master-Kollegs an den Themen ihrer jeweiligen Master-Thesis arbeiten können. Diese Art von Manöverkritik ist unerlässlich, um unser Profil an die Erwartungen und inhaltlichen Ansprüche der Studierenden anzupassen.

Dazu trägt auch die erfolgreiche Besetzung der neuen Gastprofessur für Gerontologie im Schwerpunkt Gesundheits- und Sozialmanagement bei. Die Post-Doc-Stelle wird von Frau Prof. Dr. Maja Wiest übernommen, die im Rahmen ihrer Tätigkeit die Lehre zu gerontologischen Themen sowie zu quantitativen Forschungsmethoden verstärken wird. Weiterhin wird sie an der Evaluation des Studiengangs mitwirken und mögliche Synergien mit den anderen Studiengängen der Hochschule erarbeiten.

Prof. Dr. Wiest promovierte im November 2011 an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit zum Einfluss subjektiven Wohlbefindens auf die Mortalität in der zweiten Lebenshälfte, die mit einem Summa cum laude bewertet wurde. Danach war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Zentrum für Altersfragen in Berlin tätig und hat zu alters- und gesundheitswissenschaftlichen Fragestellungen geforscht.
Die Gastprofessur Gerontologie an der EHB ist aktuell bis zum Sommersemester 2016 implementiert und wird aus Mitteln des Berliner Chancengleichheitsprogramms (BCP) finanziert.
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