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60 Jahre Forschung für den Mittelstand

10.10.2014 - (idw) AiF

Mit einem Festakt im Tipi am Kanzleramt in Berlin feierte die AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen ihr 60jähriges Jubiläum. Dem Dachverband gehören 100 branchenorientierte Forschungsvereinigungen an. Diese arbeiten mit rund 1.200 Forschungsstellen sowie 50.000 angeschlossenen Unternehmen zusammen. Kernaufgabe der AiF ist die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF). Die zweite Säule bildet das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand mit dem Fördermodul FuE-Kooperationsprojekte (ZIM-KOOP). Beide fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit öffentlichen Mitteln. Ziel dieser Programme ist es, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit Hilfe des Netzwerks den Zugang zu neuen Technologien zu erleichtern.

An der Jubiläumsfeier, durch die n-tv Moderatorin Corinna Wohlfeil führte, nahmen rund 400 Gäste teil, darunter auch zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Verleihung des Otto von Guericke-Preises bildete einen ersten Höhepunkt der Veranstaltung. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird alljährlich für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Industriellen Gemeinschaftsforschung verliehen. Mit dem Projekt Feuerverzinkte Baustähle hatte das auserwählte Forscherteam ein Verfahren entwickelt, das es ermöglicht, die Feuerverzinkung im Brückenneubau anzuwenden. Diese gewährleistet einen langlebigen, wartungsfreien und robusten Korrosionsschutz von 100 Jahren. Das entspricht der rechnerischen Lebensdauer einer Brücke. Die Jury der Wissenschaftliche Rat der AiF zeigte sich sowohl überzeugt vom hohen Innovationsgrad der Ergebnisse als auch von deren wirtschaftlicher Bedeutung.

Im anschließenden Technologie Talk unter dem Motto Innovationskraft für Deutschland standen Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie sowie Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, und Yvonne Karmann-Proppert, Präsidentin der AiF, der Moderatorin Rede und Antwort. Gleicke verwies in dem Gespräch auf den hohen Stellenwert der Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft. Der Technologietransfer ist insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen wichtig, um ihre Kernkompetenzen den sich ständig verändernden Marktgegebenheiten anzupassen. Von innovativen Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen profitiere die Volkswirtschaft durch neue Arbeitsplätze und ein steigendes Bruttosozialprodukt. Insbesondere das ausgezeichnete IGF-Projekt zeige, dass Steuergelder mit der Förderung derartiger Vorhaben sinnvoll eingesetzt werden. AiF-Präsidentin Karmann-Proppert betonte, wie wichtig in diesem Zusammenhang eine bedarfsgerechte Fördermittelausstattung sei. Die öffentlichen Fördergelder erzeugen eine Hebelwirkung in den Unternehmen: Sie regen dort eigene Investitionen in Forschung und Entwicklung an. Das entspräche im Kern der Sozialen Marktwirtschaft und stelle eine lohnende Investition in die Zukunft dar. In den sechs Jahrzehnten ihres Bestehens habe die AiF rund zehn Milliarden öffentlicher Mittel in neue Entwicklungen und Innovationen für KMU gelenkt, 200.000 Forschungsprojekte habe sie auf den Weg gebracht.

Komplexe wissenschaftliche Themen unterhaltsam aufbereitet zu präsentieren das war Aufgabe von vier Nachwuchswissenschaftlern und bildete den Abschluss des Abendprogramms. Im Rahmen eines Science Slam stellten die jungen Forscher ihre aktuellen IGF-Projekte vor. Das Themenspektrum umfasste die Bereiche Ernährung, Textil und Chemische Technik.

Das anschließende Get-together bot den Gästen die Möglichkeit, sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Über die AiF
Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen Otto von Guericke e.V. ist ein 1954 gegründetes, industriegetragenes Innovationsnetzwerk zur Förderung von Forschung und Entwicklung im Mittelstand. Es verknüpft die Interessen von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Aufgabe ist es, als Dachverband von 100 branchenspezifischen Forschungsvereinigungen die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein ist Träger der Industriellen Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF FTK GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2013 setzte die AiF rund 490 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein.


Pressekontakt
AiF e.V., Maria Kalina, presse@aif.de, Telefon: + 49 221 37680 114

Das beigefügte Foto (Quelle: AiF) finden Sie in druckfähiger Auflösung zum Download (363 KB) auf der AiF-Website. Weitere Informationen:http://www.aif.de
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