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Einmaliges interdisziplinäres Forschungsprojekt startet in Niedersachsen

10.10.2014 - (idw) Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Warum Bürger auf die Barrikaden gehen - Auftaktveranstaltung Podiumsdiskussion am 13.10.2014 in Braunschweig Mit einer Podiumsdiskussion zum Bau von neuen Stromtrassen in Deutschland startet am kommenden Montag (13. Oktober) an der TU Braunschweig ein einmaliges interdisziplinäres Forschungsprojekt in Niedersachsen. Es geht um Eskalationsforschung zur Kommunikation großer Infrastruktur- und Bauvorhaben.

Mit diesen Fragestellungen wollen sich künftig Wissenschaftler der Universitäten Braunschweig, Hannover und Göttingen gemeinsam in dem niedersächsischen Forschungsverbund Eskalationsforschung zur Kommunikation großer Infrastruktur- und Bauvorhaben befassen. Das Land stellt aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung 1,3 Millionen Euro für das neue Programm zur Verfügung.

Heute weiß die Wissenschaft noch wenig über die Mechanismen, warum und wie Konflikte eskalieren. Ich erhoffe mir Aufschluss darüber, wie Konflikte durch frühzeitige Partizipation konstruktiv und friedlich ausgetragen werden können, sagt die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljaji.

Große Infrastruktur- und Bauvorhaben sind in den vergangenen Jahren häufig auf vehementen Widerstand gestoßen und zum Gegenstand teilweise heftiger Auseinandersetzungen zwischen Befürwortern und Gegnern geworden. Ein besonders prominentes Beispiel sind die unter dem Stichwort Stuttgart 21 bekannt gewordenen eskalierenden Konflikte um den Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs.

Was entscheidet darüber, ob große Vorhaben erfolgreich realisiert oder wohlbegründet abgelehnt werden? Wie kann sich eine sachliche Kontroverse zu einem Vertrauenskonflikt oder sogar körperlichen Auseinandersetzungen steigern? Was führt die Konfliktparteien in die Eskalation hinein und was kann sie wieder hinaus führen?

Die Forscherinnen und Forscher gehen davon aus, dass es bei umstrittenen Großvorhaben eine Grundlogik der Eskalation gibt und diese nur interdisziplinär verstanden werden kann.
In dem neuen Forschungsprogramm wollen sie deshalb unterschiedliche Fachdisziplinen und Erklärungsansätze zusammenbringen und ein rechtswissenschaftliches, ein bauingenieurwissenschaftliches, ein sozialpsychologisches und ein psychologisches Teilprojekt bearbeiten.

Die Auftaktveranstaltung mit Podiumsdiskussion findet statt am Montag, 13. Oktober 2014, 17.00 Uhr im Haus der Wissenschaft, Pockelsstraße 11, Braunschweig.
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