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Acht neue Mitglieder bei kompetenznetze.de

03.02.2004 - (idw) VDI Technologiezentrum GmbH

Nach Abschluss eines anspruchsvollen Wettbewerbverfahrens wurden acht Kompetenznetze als Mitglieder der Initiative kompetenznetze.de des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aufgenommen. Insgesamt präsentieren sich nun 105 ausgewählte Netze aus 22 Innovationsfeldern und 31 Regionen auf der Internetplattform. In- und ausländische Kooperationssuchende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung haben so die Möglichkeit, sich über Ansprechpartner, Kompetenzprofile, Innovationserfolge und Projekte zu informieren. Die internationale Reputation der Netze beweist es: Deutschland ist ein starker Innovationsstandort!

Das Kompetenzzentrum für Biomaterialien Rostock ist auf dem Gebiet der Biomaterialtechnologie, Implantattechnologie, Medizintechnik und Biomedizin tätig. Arbeitsschwerpunkte sind die Modifizierung und Entwicklung von Werkstoffen, die als Biomaterialien im Weichgewebekontakt Verwendung finden können, die Herstellung bioresorbierbarer Stents und Beschichtungen sowie das Tissue Engineering. Zum Leistungsspektrum des Netzes gehören insbesondere die gemeinsame Bearbeitung von Forschungsprojekten, der Transfer in die Wirtschaft und die Erbringung von Forschungsdienstleistungen in eigenen Laboratorien. Die räumliche Nähe von exzellenten Forschungskapazitäten der Universität Rostock und innovativen Unternehmen wie der CORTRONIK GmbH & Co. oder der TERAKLIN AG erzeugt eine Ausstrahlungskraft, die mittlerweile zu einer internationalen Nachfrage der vorhandenen Kompetenzen und Forschungsstrukturen führt.
Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Klaus - Peter Schmitz, Institut für Biomedizinische Technik der Universität Rostock, Tel. +49 (0) 381 / 494 7601, E-mail: klaus-peter.schmitz@medizin.uni-rostock.de

Silicon Saxony e.V. ist das Kompetenznetz der Halbleiterindustrie und Mikroelektronik der Region Sachsen. Zu den 129 Mitgliedern des Vereins zählen unter anderem die Chiphersteller AMD, Infineon und ZMD, die Wacker Siltronic AG, die TU Dresden, acht Fraunhofer-Institute, und eine große Zahl mittelständischer Unternehmen der Mikroelektronik. Bedeutendstes Kooperationsprojekt ist das Joint Venture zwischen AMD, Du Pont Photomasks und Infineon mit der Gründung des Advanced Mask Technology Center. Mit diesem Projekt wurden die Voraussetzungen für die Entwicklung und Fertigung von Photomasken für die Mikroelektronik auf dem modernsten Level der Forschung und Entwicklung geschaffen. Wichtiges strategisches Ziel ist jedoch die Organisation der Forschungs- und Wirtschaftskooperation zwischen kleinen und mittleren Unternehmen.
Ansprechpartner: Gitta Haupold, Silicon Saxony e.V., Tel.: +49 (0) 351 / 89 25 888, E-mail: info@silicon-saxony.net

Das Niedersächsische Kompetenzzentrum Ernährungswirtschaft (NieKE) setzt sich für die Standortsicherung der Agrar- und Ernährungswirtschaft und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in dieser Branche ein. Die südlichen Landkreise im nordwestlichen Niedersachsen können als "Silicon Valley der Agrarwirtschaft Deutschlands" bezeichnet werden. Ziel von NieKE ist es, Netzwerke zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik aufzubauen, die die gesamte Wertschöpfungskette "from stable to table", d.h. von der landwirtschaftlichen Produktion incl. Zulieferindustrie über die Nahrungsmittelproduktion bis hin zum Endkonsumenten umfassen, sowie den Wissenstransfer zwischen den Beteiligten zu fördern. Aufbauend auf dem Forschungs- und Entwicklungsbedarf der Unternehmen werden innovative Verfahrenstechniken entlang der gesamten Wertschöpfungskette erforscht und implementiert. Forschungsschwerpunkte der beteiligten wissenschaftlichen Institutionen sind Strukturforschung, "Food-Supply-Chain-Management", Lebensmitteltechnologien und Produktinnovationen. Ansprechpartner: Dipl.-Ing. agr. Doris Schröder, NieKE, Tel.: 04441-15 343, E-mail: nieke@ispa.uni-vechta.de

Der Interessenverband Chemnitzer Maschinenbau e.V. (ICM) bündelt mit 72 Mitgliedern aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Zulieferindustrie und dem Forschungs- und Entwicklungsbereich die "ersten Adressen" des sächsischen Maschinenbaus. Das Netz trägt wesentlich zum Wachstumsboom des sächsischen Maschinenbaus der letzten Jahre bei. Vor allem im Raum Chemnitz, der schon vor 150 Jahren als der Maschinenbaustandort Deutschlands galt, konnte diese alte Tradition revitalisiert werden. Die Unternehmen treten inzwischen gemeinsam als Systemlieferant auf, beispielsweise bei der Auslieferung eines flexiblen Fertigungssystems für DaimlerChrysler. Auch der Zusammenschluss zu einem Einkaufspool verhilft den Partnern zu günstigeren Einkäufen und schärft den Sinn für Kooperationen. Die regionalen Hochschulen und Forschungseinrichtungen bringen ihr exzellentes Know-How bei der Bearbeitung von gemeinsamen Forschungsprojekten in das Netz ein.
Ansprechpartner: Dr.-Ing. habil. Heidrun Steinbach, Interessenverband Chemnitzer Maschinenbau, Tel.: +49 (0) 371 / 5347 366, E-mail: hstein@icm-chemnitz.de

Baden-Württemberg: Connected (bwcon) ist eines der erfolgreichsten Netze in Europa im Innovationsfeld Informationstechnologie mit Schwerpunkt im Software-Bereich. bwcon vernetzt über 400 Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, Forschungseinrichtungen und IT-Anwender aus Baden-Württemberg. Eine zentrale Aufgabe sieht bwcon darin, den Transfer von Forschung und Wirtschaft zu sichern und voran zu treiben. Mit der Entwicklung eines Clusters Unternehmenssoftware sollen Forschungstätigkeiten ausgebaut und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gestärkt werden. In Special Interest Groups tauschen sich die Netzmitglieder intensiv aus, beispielsweise zu den Themen Open Source Software, Financial Services, E-Learning, Vertrieb und CRM. Mit dem Transfer- und Beratungsnetz bwcon:net betreibt das Netz sehr erfolgreich ein auf junge und besonders innovative Unternehmer und Ausgründungen zugeschnittenes Beratungsangebot. Der seit 6 Jahren erfolgreiche bwcon:award CyberOne hat sich zum erfolgreichsten regionalen Businessplan-Wettbewerb Europas entwickelt und bisher über 100 Mio. Euro Beteiligungskapital mobilisiert.
Ansprechpartner: Verena Wiedmann, Baden-Württemberg: Connected e.V., Tel. +49 (0) 711 / 90715-360, E-mail: wiedmann@bwcon.de

Im Kompetenznetz Innoplanta arbeiten Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Region Nordharz / Börde in einer einzigartigen Konzentration gemeinsam an Projekten der Pflanzenbiotechnologie. Der Standort Gatersleben ist eines der herausragenden Zentren der grünen Biotechnologie in Deutschland. Besonderes Merkmal des Netzes ist die Einbeziehung der Saatzüchter, Landwirte bis hin zu den Verarbeitern. Mit dem Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung ist ein Leibniz-Institut Mitglied im Netz, das über eine der größten Gendatenbanken für Kulturpflanzen verfügt. Auf Seiten der Unternehmen ist unter anderem das größte Biotechnologieunternehmen Sachsen-Anhalts, die SunGene GmbH, eine BASF-Tochter mit rund 60 Beschäftigten, im Netz vertreten. Die gemeinsam initiierten Projekte reichen von der Entwicklung von Züchtungsmethoden bis zur Optimierung von Pflanzeninhaltsstoffen.
Ansprechpartner: Hans Strohmeyer, Innoplanta e.V., Tel. +49 (0) 3 94 82 / 7 91 70, E-mail: info@innoplanta.com

Das Forum Metallverarbeitung in der Wirtschaftsregion Bergischen Städtedreieck Remscheid, Solingen, Wuppertal mobilisiert Kompetenzen eines gleichermaßen traditionsreichen wie hochinnovativen Themenfeldes. Schneidwaren aus Solingen und Werkzeuge aus Remscheid sind weltbekannt und prägen im internationalen Marktgeschehen die Begriffe "Made in Germany", "Deutsches Qualitätswerkzeug" oder auch die Marke "Solingen". Die meist klein- und mittelständischen Unternehmen sind von historisch gewachsener, stark ausgeprägter Innovationsbereitschaft und gleichzeitig von einer überdurchschnittlichen Exportkompetenz geprägt. Das Innovationspotenzial der Region zeigt sich auch durch die Patentdichte: Remscheid beispielsweise liegt mit 80 Patenten je 100.000 Einwohner deutlich über dem Bundesdurchschnitt (49). Die Unternehmen arbeiten in enger Kooperation mit leistungsstarken Forschungsinstitutionen zusammen. Die Forschungsgemeinschaft Werkstoffe und Werkzeuge ist eine Einrichtung der industrielle Gemeinschaftsforschung und gemeinsam mit der Universität Wuppertal Keimzelle der Vernetzungsaktivitäten.
Ansprechpartner: Dr. Gunther Stehr, Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe, Tel. +49 (0) 2191 / 900 300, E-mail: stehr@fgw.de

Die Akteure des Kompetenznetzes Automotive im Bergischen Städtedreieck könnten theoretisch ein eigenes Fahrzeug herstellen. Alle Kompetenzen sind vor Ort von der Rohstoffverarbeitung bis zum Marketing vorhanden. Unternehmen wie Delphi, Brose, oder Edscha sind international tätige Automobilzulieferer, die in der Wirtschaftsregion Remscheid, Solingen, Wuppertal forschen, entwickeln und produzieren. Delphi Deutschland beschäftigt in seinem Customer Technology Center in Wuppertal 1100 Mitarbeiter mit einem Akademikeranteil von 85% und hält einen permanenten Kontakt zu allen relevanten Fachbereichen der Bergischen Universität Wuppertal. Die Kooperation regionaler Automobilzulieferer und Forschungseinrichtungen liefert unter anderem auch Innovationen für den Extremeinsatz im Motorsport. So findet ein Rotorblatt aus Carbonfasern, entwickelt in Kooperation des jungen Unternehmens Composite Impulse mit dem Institut für Leichtbau der RWTH Aachen, Abnehmer in der Formel 1. Die verschiedenen Fachbereiche der Bergischen Universität Wuppertal mit dem deutschlandweit einzigen universitären Bereich "Sicherheitstechnik" und die weiteren umliegenden Hochschulen in NRW sind für die Firmen wertvolle F&E-Partner.
Ansprechpartner: Martin Lietz, Wirtschaftsförderung Wuppertal, Tel: +49 (0) 202 / 24807-21, E-mail: lietz@wibefoe-wuppertal.de

kompetenznetze.de ist eine Initiative des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und präsentiert Kompetenznetze mit Ausstrahlungs- und Anziehungskraft, mit hohem Innovationspotenzial und hoher Wertschöpfung auf einer eigens hierfür entwickelten Internetplattform. kompetenznetze.de ist ein Instrument für internationales Standortmarketing und bietet als Wegweiser für Innovation, Investition und Bildung eine attraktive Recherchequelle und Kommunikationsplattform für Informations- und Kooperationssuchende aus dem In- und Ausland.

Kompetenznetze können sich jährlich zum 15. Mai und 15. November um eine Aufnahme bewerben. Ein wissenschaftlicher Beirat prüft die Erfüllung anspruchsvoller Kriterien. Derzeit sind 105 Netze aus 20 Innovationsfeldern und 30 Regionen Mitglied bei kompetenznetze.de.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Dipl.-Ing. Falk Stenger, Tel 0211/6214-661, E-mail: stenger@vdi.de

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Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten. Bilder auf Nachfrage.
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Geschäftsstelle kompetenznetze.de
im VDI-Technologiezentrum
Abt. Grundsatzfragen von Forschung, Technologie und Innovation
Graf-Recke-Str. 84, 40239 Düsseldorf
Tel: 0211/6214-639
Fax: 0211/6214-168
E-mail: info@kompetenznetze.de
http://www.kompetenznetze.de
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