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Fachexperten für psychische Erkrankungen tagen in Leipzig - 10. sächsisches PIA-Symposium

14.10.2014 - (idw) Universitätsklinikum Leipzig AöR

Leipzig. Immer mehr Menschen leiden an psychischen Erkrankungen. Gerade für Patienten, die wegen Art, Schwere oder Dauer einer dieser Krankheiten eine besonders intensive und komplexe krankenhausnahe Therapie benötigen, sind psychiatrische Institutsambulanzen (PIA) die richtigen Ansprechpartner. Zum multiprofessionellen Team einer PIA gehören Fachärzte, Psychologen, speziell ausgebildete Pflegekräfte, Ergo-, Musik-, Kunst-Therapeuten sowie Sozialarbeiter, so Prof. Dr. Katarina Stengler, Leiterin der psychiatrischen Institutsambulanz am UKL. All diese Fachexperten erwarten wir am 16. Oktober zu einem Symposium, bei dem neue Regelungen und praktische Erfahrung im Mittelpunkt stehen. Mit dem 10. Symposium der psychiatrischen Institutsambulanzen Sachsens findet die Jubiläumsveranstaltung im Universitätsklinikum Leipzig (UKL) statt. Bis zu 80 Teilnehmer aus allen großen sächsischen Krankenhäusern erwartet der Veranstalter, die Sächsische Krankenhausgesellschaft. Die Tagung liegt inhaltlich in den Händen von Prof. Dr. Katarina Stengler, Leiterin der psychiatrischen Institutsambulanz am UKL, und Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am UKL.

Themen des Symposiums sind beispielsweise die potentiellen Auswirkungen des neuen Entgeltsystems in der stationären Psychiatrie (kurz PEPP) auf die ambulante Versorgung . Die neue Regelung wird auch die Arbeit der PIAs, die die umfassende ambulante psychiatrische Versorgung von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen gewährleisten müssen, beeinträchtigen, sagt Prof. Stengler. Wichtig für die gesamte psychiatrische Landschaft Sachsens sind auch die Erfahrungen anderer Landesgesellschaften. Denn Psychiatrie ist wie Bildung jeweils Landessache. Wir wollen über den Tellerrand schauen, Erfahrung einerseits bei der Finanzierung und andererseits bei der Versorgung kennenlernen.

Bei psychisch Kranken sind Akutbehandlung und Reha inhaltlich nicht scharf zu trennen diese Erfahrung wird Prof. Stengler auf der Tagung vehement vertreten. Bei Menschen, die an schweren psychischen Krankheiten leiden, sollten mit Blick auf ihre Arbeitsfähigkeit Reha-Maßnahmen schon bei der Akutbehandlung einsetzen. Zudem wird auf dem Symposium das Weddinger Modell vorgestellt, ein eigentlich stationäres Konzept, das in Berlin mit der PIA verknüpft wird, so dass ein interessanter integrierter Versorgungsansatz entsteht. Am Rande der Tagung im Studienzentrum des UKL werden künstlerische und handwerkliche Ergebnisse gezeigt, die Patienten im Rahmen von Therapiemaßnahmen schufen.

Info:
10. Sächsisches PIA-Symposium
Donnerstag, 16. Oktober,
9.30 Uhr bis 15.30 Uhr,
Studienzentrum des Universitätsklinikums Leipzig,
Kleiner Hörsaal,
Liebigstraße 27, 04103 Leipzig
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