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Gerechtigkeitslücken in der Stadtentwicklung? Bildung Wohnen Infrastruktur

14.10.2014 - (idw) Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH

18. Konferenz für Planerinnen und Planer NRW am Freitag, 24. Oktober 2014 im Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen

In aktuellen gesellschaftlichen Debatten stehen Fragen der ökonomischen Ungleichheit und der sozialen Gerechtigkeit wieder im Mittelpunkt. Und auch in den Raumwissenschaften
spielen Diskussionen um räumliche Disparitäten und die gefährdete Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse seit geraumer Zeit eine zentrale Rolle. In der Stadtentwicklung ist eine zunehmende Ausdifferenzierung der räumlichen und sozioökonomischen Entwicklungen zwischen Städten und Gemeinden und auch innerstädtisch zu beobachten. Bedingt durch teilräumlich unterschiedliche demografische und wirtschaftliche Trends wird eine doppelte Polarisierung festgestellt, die prosperierende Metropolen und solche in einem andauernden ökonomischen Strukturwandel ebenso kennt wie wirtschaftlich und demografisch erfolgreiche ländliche Gebiete und solche mit Entleerungstendenzen.

Gerade auch innerhalb wachsender Großstädte nehmen Segregation und sozialräumliche Disparitäten zu. Entmischungsprozesse und Wohnungsleerstände einerseits, Wohnungsknappheit, -verteuerung und Verdrängung von einzelnen sozialen Gruppen andererseits kennzeichnen die gegensätzlichen Herausforderungen. Hinzu kommt, dass sich aufgrund der unterschiedlichen finanziellen Leistungsfähigkeit der Kommunen auch die Qualität der infrastrukturellen Angebote erheblich auseinanderentwickelt.

Gerade im Bereich von Bildungsangeboten werden damit auch ganz unterschiedliche Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche, je nach ihrem Wohnort, vorgezeichnet.
Diese gegensätzlichen Entwicklungen werfen Fragen auf, wie zum Beispiel, ob Stadtentwicklung im Sinne bewusster politisch-planerischer Steuerung bislang genügend auf diese Herausforderungen reagiert hat oder überhaupt noch reagieren kann. Sind durch ein sich in den letzten Jahrzehnten veränderndes Planungsverständnis und reduzierte Steuerungsansprüche bzw. -möglichkeiten strukturelle Gerechtigkeitslücken in der Stadtentwicklung entstanden?

Am Beispiel der Bereiche Wohnen, Bildung und Infrastruktur wollen wir diese unterschiedlichen Entwicklungen überprüfen und diese Frage diskutieren.

Veranstaltungsort:
Hans-Sachs-Haus
Ebertstraße 11
45879 Gelsenkirchen

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich. Anmeldungen sind noch bis Freitag, den 17. Oktober 2014 möglich.

Der Tagungsbeitrag beträgt 60 Euro pro Person, ermäßigt 30 Euro (für Studierende und Arbeitslose) und schließt Tagungsunterlagen, Getränke und einen Mittagsimbiss ein.

Für die erforderliche schriftliche Anmeldung benutzen Sie bitte das Online-Formular unter:
www.ils-forschung.de/veranstaltungen

oder melden Sie sich unter folgender E-Mail an: julia.risse@ils-forschung.de

Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, an welchem Workshop Sie teilnehmen möchten.

Die Veranstaltung wird für Mitglieder der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen als Fortbildungsveranstaltung in den Fachrichtungen Architektur, Landschaftsarchitektur
und Stadtplanung anerkannt. Weitere Informationen:http://www.ils-forschung.de/veranstaltungen Anhang
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