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Forschung zur Energiewende Interaktive Landkarte geht an den Start

15.10.2014 - (idw) Öko-Institut e. V. - Institut für angewandte Ökologie

Nach den ersten Schritten in Richtung Energiewende müssen Politik und Gesellschaft nun weitere wichtige Themen angehen. Wissen zum Handeln ist zentral für das Gelingen dieser Transformation. Eine neue Online-Plattform stellt jetzt die 33 Projekte des BMBF-Programms Umwelt- und gesellschafts-verträgliche Transformation des Energiesystems übersichtlich und interaktiv dar.

Unter http://www.transformation-des-energiesystems.de/ werden die Forschungsergebnisse von 33 Forschungsvorhaben zur Energiewende sowie die begleitende wissenschaftliche Koordination kommuniziert. Diese Koordination liegt beim Öko-Institut e.V., Freiburg und dem ISOE Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt am Main.

Die Online-Plattform bietet dem Fachpublikum und der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich über aktuelle Ergebnisse aus der sozial-ökologischen Forschung zur Energiewende zu informieren. Die Besucher der interaktiven Landkarte erfahren Neues über Forschungsergebnisse, Veranstaltungen, Stellungnahmen zu aktuellen Entwicklungen und Veröffentlichungen aus den Forschungsprojekten.

Nach und nach wird die Plattform in den nächsten Monaten angereichert mit Informationen zur Teilhabe von Bürgern und Bürgerinnen an der Umsetzung der Energiewende, zu Fragen von technischen Entwicklungen und der Koordination der Umstellung des Energiesystems. Auch mögliche Hürden, die auf dem Weg zur Transformation sichtbar werden, sollen kommuniziert werden. Links führen direkt zu ausführlicherem Material oder zu den eigenen Webangeboten der Forschungsprojekte.

Die Forschungsprojekte sind Teil der Fördermaßnahme Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die thematischen Schwerpunkte der zum Großteil transdisziplinär angelegten Forschungsprojekte liegen in den Bereichen Entwicklungsoptionen für das Energiesystem (z.B. Gebäude, Siedlungen, Netze, Speicher) sowie Partizipation und Governance.

Zentrales Instrument des Wissenstransfers

Die Plattform ist ein zentrales Instrument des Wissenstransfers der wissenschaftlichen Koordination der 33 Forschungsverbünde. Sie zielt auf die Vernetzung der Projekte, um vorhandene Synergien zu nutzen. Außerdem soll sie den Transfer der Ergebnisse in Praxis, Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit fördern. Da sich technologische Entwicklungen und Energiemärkte rasch wandeln, unterstützen wir die Projekte auch durch eine kontinuierliche Aufbereitung relevanter Informationen, erklärt Rainer Grießhammer, Mitglied der Geschäftsführung des Öko-Instituts und Leiter der Wissenschaftlichen Koordination. Man werde einmal jährlich Entwicklungsportfolios bereitstellen, in denen die voraussichtlichen Entwicklungen der nächsten Jahre abgeschätzt werden, zum Beispiel beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), beim Emis-sionshandel, beim Netzausbau oder bei technologischen Entwicklungen von Speichertechnologien.

Außerdem werden im Rahmen einer Begleitforschung beispielsweise die Ergebnisse der Forschungsprojekte gesichtet und neue Erkenntnisse zu den für eine erfolgreiche Energiewende wichtigen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Aspekten herausgearbeitet, zu den Rollen der Akteure, zu Konfliktlösungen und Kooperationen sowie zu den in den Projekten angewendeten Methoden, ergänzt Matthias Bergmann vom ISOE.

Weitere Informationen zum BMBF-Forschungsprogramm Umwelt- und gesell-schaftsverträgliche Transformation des Energiesystems, koordiniert von Öko-Institut und ISOE Institut für sozial-ökologische Forschung https://www.fona.de/de/15980

Zur Plattform http://www.transformation-des-energiesystems.de/

Ansprechpartner am Öko-Institut:

Prof. Dr. Rainer Grießhammer
Mitglied der Geschäftsführung
Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg
Tel.: +49 761 45295-249
E-Mail: r.griesshammer(at)oeko.de

Ansprechpartner am ISOE Institut für sozial-ökologische Forschung:

Prof. Dr. Matthias Bergmann
Forschungsschwerpunkt Transdisziplinäre Methoden und Konzepte
ISOE Institut für sozial-ökologische Forschung
Tel.: +49 69 7076919-0
E-Mail: matthias.bergmann(at)isoe-td.de

Auftraggeber
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt im Rahmen der Fördermaßnahme Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems im Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung. (Förderkennzeichen: 01UN1200A/B)

Öko-Institut e.V.
Das Öko-Institut ist eines der europaweit führenden, unabhängigen For-schungs- und Beratungsinstitute für eine nachhaltige Zukunft. Seit der Gründung im Jahr 1977 erarbeitet das Institut Grundlagen und Strategien, wie die Vision einer nachhaltigen Entwicklung global, national und lokal umgesetzt werden kann.


ISOE Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt am Main
Das ISOE gehört zu den führenden unabhängigen Instituten der Nachhaltig-keitsforschung. Seit 25 Jahren entwickelt das Institut wissenschaftliche Grund-lagen und zukunftsfähige Konzepte für Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft regional, national und international. Zu den Forschungsthemen gehören Wasser, Energie, Klimaschutz, Mobilität, Urbane Räume, Biodiversität sowie Bevölkerungsentwicklung und Versorgung.
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