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Passauer Juristin mit Promotionspreis ausgezeichnet

15.10.2014 - (idw) Universität Passau

Hannah Stoffer (Jahrgang 1983), langjährige wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie der Universität Passau, ist mit dem Promotionspreis der Rechtsanwaltskammer München ausgezeichnet worden. In ihrer Doktorarbeit Wie viel Privatisierung »verträgt« das strafprozessuale Ermittlungsverfahren? widmet sich die Rechtswissenschaftlerin der Frage, unter welchen Voraussetzungen sich der Staat private Ermittlungen zurechnen lassen muss. Die Privatisierung von Strafverfahren gehört weltweit zu den zentralen Themen des aktuellen strafprozessualen Diskurses. Der Einsatz von V-Leuten und Sachverständigen sowie die Hinzuziehung Privater im Rahmen der kommunalen Verkehrsüberwachung sind klassische Streitpunkte dieses Problemkreises, erklärt Hannah Stoffer. Gleichzeitig geraten regelmäßig neue Phänomene der Privatisierung ins Blickfeld. So stehen in den letzten Jahren vor allem die Verwertbarkeit verdeckter vernehmungsähnlicher Befragungen, der staatliche Zugriff auf die Ergebnisse unternehmensinterner Ermittlungen sowie der staatliche Ankauf rechtswidrig erlangter Steuerdaten-CDs im Mittelpunkt der Kontroverse. Ziel ihrer Promotionsarbeit ist es, diese Fallgruppen in ihren tatsächlichen und rechtlichen Facetten umfassend darzustellen.

Für ihre Dissertationsschrift, die von Prof. Dr. Werner Beulke betreut wurde, hat die Rechtanwaltskammer München Hannah Stoffer mit dem Promotionspreis ausgezeichnet. Die Preisträgerin nahm die Auszeichnung im Zuge der Examensfeier der Universität Passau von Herrn Rechtsanwalt Mag. Markus Schätz aus Passau entgegen. Die Preisvergabe ist Teil einer Kooperationsvereinbarung, die die juristische Fakultät der Universität Passau mit der Rechtsanwaltskammer München geschlossen hat, um eine engere Zusammenarbeit bei der Ausbildung der Jura-Studierenden zu ermöglichen.

Hannah Stoffer studierte Rechtswissenschaft mit Schwerpunkt Kriminalrechtspflege an der Universität Passau, gefolgt von einer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am dortigen Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie. Ihre Promotion an der Universität Passau schloss sie im Februar 2014 mit summa cum laude ab. Seit April 2012 ist sie als Referendarin im OLG-Bezirk München (LG Passau) tätig. Derzeit absolviert die Juristin ihr Pflichtpraktikum im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz in Berlin.

Mein Weg zur Promotion war nicht der kürzeste und manchmal durchaus beschwerlich, erinnert sie sich. Umso größer sei nun die Freude darüber, die Arbeit zu einem erfolgreichen Ende gebracht zu haben und darüber hinaus sogar einen Preis für dieselbe zu erhalten. Besonders freut mich an der Auszeichnung, dass meine Forschungsergebnisse offensichtlich auch in der Öffentlichkeit auf großes Interesse stoßen.

Hinweis an die Redaktionen: Rückfragen zu dieser Pressemitteilung richten Sie bitte an das Referat für Medienarbeit der Universität Passau, Tel. 0851/509-1439.
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