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BICC Jahresbericht 2014: Schwerpunkte auf Rüstungskontrolle und -transfers

15.10.2014 - (idw) Bonn International Center for Conversion (BICC)

Der Jahresbericht 2014 gibt Auskunft darüber, wie das BICC (Internationales Konversionszentrum Bonn) seine neue Forschungsstrategie umsetzt. Im Mittelpunkt stehen dabei die vielfältigen Probleme organisierter Gewalt und die Suche nach Wegen, diese zu überwinden. Großes Gewicht liegt auf dem Thema Rüstungskontrolle und transfers, insbesondere in der Sahelregion. Die Sahelregion, in der sich grenzübergreifende Dynamiken gewaltsamer Konflikte verdichten und zu eskalieren drohen, stellt gegenwärtig einen regionalen Forschungs- und Beratungsschwerpunkt des BICC dar, erläutert Professor Conrad Schetter, Wissenschaftlicher Direktor des BICC. Der Jahresbericht analysiert in einem Essay, inwiefern Kleinwaffenkontrolle einen Beitrag zu einer Stabilisierung der Region leisten kann. Er stellt neue Vorhaben zur Kleinwaffenkontrolle in Mali und im Tschad sowie im regional übergreifenden Projekt SARCOM (Sub-Regional Arms Control Mechanism) mit den teilnehmenden Ländern DR Kongo, Libyen, Sudan, Südsudan, Tschad und Zentralafrikanische Republik dar. Diese Projekte verdeutlichen eindrucksvoll, wie BICCs Wissenskreislauf funktioniert, in dem wissenschaftliche Forschung mit technischer und politischer Beratung verschmelzen, betont Conrad Schetter. Auch zur Debatte um eine restriktivere Rüstungsexportkontrolle in Deutschland trägt der BICC-Jahresbericht mit einem Artikel bei.
BICCs weit gefasstes Verständnis von anwendungsorientiert und transdiziplinär betriebener Konversionsforschung findet seinen Ausdruck auch in Beiträgen zu den Themenfeldern Liegenschaftskonversion, Mobilisierung und Demobilisierung, Rüstungsproduktion und politische Ökonomie, zivil-militärische Abgrenzungen, Diskurse über den Krieg sowie natürliche Ressourcen. In all diesen Bereichen führte das BICC Projekte durch, veröffentlichte wissenschaftliche Publikationen und organisierte Veranstaltungen, die der Jahresbericht vorstellt.
In diesem Jahr begeht das BICC seinen 20. Geburtstag und wir schauen mit einem gewissen Stolz auf unsere junge Geschichte zurück. Der Jahresbericht zeugt aber auch davon, dass wir ein Stück weiter gekommen sind, unsere neue Forschungsstrategie für die Zukunft umzusetzen, erklärt Conrad Schetter.
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BICC ist ein außeruniversitärer Think Tank mit einem internationalen Mitarbeiterstab. Es wurde 1994 gegründet und ist Mitglied der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft. Der Forschungsdirektor des BICC hat eine Professur für Friedens- und Konfliktforschung an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms Universität Bonn inne. Das Zentrum erhält eine jährliche Grundfinanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen. Zu seinen Drittmittelgebern gehören deutsche und internationale Forschungsinstitutionen, Bundesministerien wie auch internationale Organisationen. Weitere Informationen enthält der neue BICC-Flyer unter
http://www.bicc.de/fileadmin/Dateien/pdf/BICC_Flyer_d.pdf Weitere Informationen:http://www.bicc.de/publications/publicationpage/publication/annual-report-2014-560/
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