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Erlebnisausstellung Weil wir Mädchen sind... startet am 18. Oktober in Oldenburg

16.10.2014 - (idw) Landesmuseum Natur und Mensch

Oldenburg. Eine traditionelle indische Hochzeit vorbereiten, Wasser im Eimer auf dem Kopf transportieren wie in der Sahelzone oder virtuell in einem Bus durch die Anden touren das Publikum kann sich ab diesem Wochenende im Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg auf eine spannende Weltreise begeben. Die Wanderausstellung Weil wir Mädchen sind des Kinderhilfswerks Plan macht Gegensätze zwischen dem Leben hierzulande und in einem fernen Kontinent an vielen Mitmachstationen erlebbar. Begleitet wird sie in Oldenburg durch das Kunstprojekt Sammlung Weltensand von Elvira Wersche. Die Ausstellung ist echt gut, sagt die Plan-Patin und Jung-Schauspielerin Amber Bongard über die Präsentation. Ich meine, ich kann zur Schule gehen und Schauspielen, während viele Mädchen in Afrika, Asien und Lateinamerika dazu keine Möglichkeit haben. Das muss sich ändern und darum unterstütze ich Plan und Weil wir Mädchen sind "

Plan hat die Ausstellung im Rahmen seiner Kampagne Because I am a Girl gestartet. Das Kinderhilfswerk möchte damit auf die weltweite Benachteiligung von Mädchen aufmerksam machen. Dass die Ausstellung jetzt in Oldenburg zu sehen ist, dafür hat sich die örtliche Plan-Aktionsgruppe in Oldenburg eingesetzt.

Die Wanderausstellung von Plan ist in dieser Weise einmalig und macht exemplarisch erfahrbar, wie Mädchen anderswo mit ihrem Leben zurechtkommen, sagt Dr. Peter-René Becker, Direktor des Landesmuseums Natur und Mensch. Sensibel sind Themen wie Benachteiligung und Vernachlässigung auch für ein jüngeres Publikum aufbereitet und natürlich die vielen bunten Seiten anderer Kulturen.

Gezeigt werden die fernen Lebenswelten exemplarisch anhand der Biografien dreier Mädchen Djenebou aus Mali, Asha aus Indien und Yoselin aus Ecuador. Sie geben einen lebendigen Eindruck von ihrem Alltag und ihrem Familienleben. Auch Themen wie Gewalt und Zwangsverheiratung werden auf sensible Weise vermittelt.
Weil wir Mädchen sind wendet sich an Mädchen und Jungen ab acht Jahren sowie Familien, Schulen, Einzelbesucher und Gruppen.

Die interaktive Schau ist vom 18. Oktober 2014 bis zum 12. April 2015 im Landesmuseum Natur und Mensch zu erleben. Informationen zum Begleitprogramm sowie Anmeldungen für Gruppen im Museum unter Tel. 0441 9244-306, www.naturundmensch.de. Weitere Informationen zur Ausstellung sind auch unter www.weil-wir-maedchen-sind.de erhältlich.

Sammlung Weltensand

Mit der Plan-Präsentation startet das kosmopolitische Kunstprojekt Sammlung Weltensand im Landesmuseum Natur und Mensch. Ab 21 .Oktober 2014 kann das Publikum über mehrere Tage die Entstehung des temporären Sandbilds Die Brücke von Elvira Wersche mitverfolgen. Sand aus der ganzen Welt ist das Arbeitsmaterial der deutsch-niederländischen Künstlerin. In seiner natürlichen Konsistenz, ohne Zufügung von Pigmenten, zeigt sich dieser in einem überraschenden Farbenreichtum. Aus einer Kollektion von rund 600 Sanden von allen Kontinenten, von vielen geologisch sowie historisch bedeutsamen Orten, baut die Künstlerin in akribischer Feinarbeit ihre Werke auf.

Im Rahmen des Projekts Sammlung Weltensand waren die temporären Werke der Künstlerin bereits weltweit an verschiedenen Orten zu sehen: so z.B. im Museum of Arts and Design in New York, in der Kathedrale St. Peter und Paul im ungarischen Pécs oder im Istanbul Design Center.
Elvira Wersche: Sand hat eine mystische Qualität für mich. Alles was uns vorangegangen ist, alle vergangenen Kulturen sind im Sand versunken. An archäologischen Ausgrabungsstätten sieht man, dass z.B. 100 Jahre Leben in Troja zu einer dünnen Schicht Sand von einem Zentimeter verfallen sind. So etwas fasziniert mich und inspiriert mich zu meiner Arbeit.
Die komplexen geometrischen Bodenmuster entstehen ausgehend vom Kreis und seiner spezifischen Teilung, aus Wiederholungen werden dynamische Muster. Nicht die Geografie, sondern vielmehr ästhetische Überlegungen bestimmen die Auswahl der Sande. So entsteht ein Weltbild, in dem Sand aus Indien neben Erde aus Norddeutschland liegt, Sand aus Quito in Ecuador neben Sand aus Mali, Sand aus dem Irak neben Sand aus New York.

Im Rahmen der Sonderausstellungen Eigen und fremd in Glaubenswelten und Weil wir Mädchen sind kreiert Elvira Wersche Die Brücke. Sie schlägt damit eine symbolische Verbindung zwischen den Welten sowie zu den beiden parallel zu sehenden Ausstellungen.

Sonderausstellung
Weil wir Mädchen sind
Eine Erlebnisausstellung vom Kinderhilfswerk Plan
18. Oktober 2014 12. April 2015

Landesmuseum Natur und Mensch
Damm 38-44
26135 Oldenburg
www.naturundmensch.de

Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag 9 - 17 Uhr, Samstag u. Sonntag 10 -18 Uhr

Feiertage:
26. Dezember (2. Weihnachtstag) und 6. April (Ostermontag) jeweils 10 - 18 Uhr

24. (Heiligabend), 25. (1. Weihnachtstag) und 31. Dezember sowie 1. Januar,
3. (Karfreitag) und 5. April (Ostersonntag) geschlossen

Museumseintritt: 4 , ermäßigt 2,50

Weitere Informationen und Fotos zur Ausstellung:

Plan International Deutschland e.V., Kommunikation, Bramfelder Straße 70, 22305 Hamburg
Kerstin Straub, Leiterin Kommunikation, Tel. 040 61140-251
Marc Tornow, Pressereferent, Tel. Tel. 040 61140-177, presse@plan-deutschland.de

Pressekontakt Niedersächsische Landesmuseen Oldenburg / Landesmuseum Natur und Mensch
Dipl. Biol. Lena Nietschke
Damm 38-44; 26135 Oldenburg
Tel.: 0441/9244-327 // Fax: 0441/9244-399
Mail: presse@naturundmensch.de

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Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg wurde 1836 durch Großherzog Paul Friedrich August gegründet ist damit eines der ältesten Museen Norddeutschlands. Seine Sammlungsschwerpunkte finden sich in den Bereichen Archäologie, Naturkunde und Völkerkunde. Sind in den Dauerausstellungen das Leben von Mensch und Natur in den regionalen Landschaftstypen Moor, Geest, Küste und Marsch sowie entlang des Flusslaufs der Hunte vorherrschende Themen, widmen sich die Sonderausstellungen überwiegend überregionalen Themen und Fragestellungen. Weitere Informationen:http://www.weil-wir-maedchen-sind.dehttp://www.naturundmensch.de Anhang

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