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Crossing Borders. Neue Vortragsreihe über Migration in der Forschungsstelle für Zeitgeschichte

17.10.2014 - (idw) Hamburger Institut für Sozialforschung

In der neuen Vortragsreihe geht es um den Beitrag, den historische Analysen zur Erforschung z.B. der Genese rechtlicher oder administrativer Kategorien im Umgang mit Migrantinnen und Migranten leisten.

Eine gemeinsame Vortragsreihe des Hamburger Instituts für Sozialforschung (HIS) und der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) Ende Oktober beginnt die Vortragsreihe "Crossing Borders. Aktuelle und historische Perspektiven auf die Verwaltung und Kontrolle von Migration". Seit den 1860er Jahren nahm die Globalisierung von Wirtschaftsbeziehungen und Verkehrsströmen zu. Arbeitsmigration fand in weit gespannten transnationalen und transkontinentalen Räumen statt. Zugleich versuchten Staaten ebenso wie imperiale Mächte in die Wanderungsprozesse einzugreifen.

Globale Arbeitsmärkte sind also per se nicht neu, und lokale, nationale oder supranationale Migrations- wie auch Grenzregime sind keine Erscheinung, die sich auf das späte 20. oder frühe 21. Jahrhundert beschränkt. Es gab sie bereits im späten 19. Jahrhundert", sagt die Historikerin Christiane Reinecke von der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg. Gemeinsam mit der Soziologin Nikola Tietze vom Hamburger Institut für Sozialforschung hat sie die Vortragsreihe konzipiert. Sie haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Geschichtswissenschaft, der Soziologie und der Ethnologie eingeladen, in Vorträgen über die historische Dimension aktueller Probleme im Umgang mit Migration und kultureller Vielfalt zu diskutieren.

"Der Blick auf die frühen Formen von Migration und Migrationskontrolle", so Tietze, "ermöglicht ein besseres Verständnis der aktuellen Situation." In der Reihe geht es um den Beitrag, den historische Analysen zur Erforschung z.B. der Genese rechtlicher oder administrativer Kategorien im Umgang mit Migrantinnen und Migranten leisten.

Die Termine:

30. Oktober 2014, Marcel Berlinghoff: Die Anwerbestopps der 1970er Jahre - eine frühe Europäisierung der Migrationspolitik?

20. November 2014, Jochen Oltmer: "Volksdeutsche", "Deutschstämmige", "Aussiedler". Kontinuitäten und Brüche ethno-national motivierter Migrationspolitik

4. Dezember 2014, Dörte Lerp: Grenzräume, territoriale Bevölkerungspolitiken und die Verwaltung von Differenz

8. Januar 2015, Michael Schubert: Migration und Illegalität in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert

22. Januar 2015, Sebastian Berg: Multikulturalismus. Politisches Handeln in multiethnischen Gesellschaften und das Erbe der 1980er Jahre

5. Februar 2015, Imke Sturm-Martin: Migrationsforschung, Geschichte, Politik. Zur Entwicklung eines Verhältnisses

Veranstaltungsort: Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH), Beim Schlump 83, 20144 Hamburg
Beginn: jeweils 18.30 Uhr (Einlass ab:18.00 Uhr)
Eintritt: frei

Wenn Sie Rückfragen haben oder ein Gespräch mit den Organisatorinnen oder den Referentinnen und Referenten wünschen, wenden Sie sich gern an:

Maike Raap
Forschungsstelle für Zeitgeschichte
Presse-und Öffentlichkeitsarbeit
Beim Schlump 83
Tel. 040- 431397-20

raap@zeitgeschichte-hamburg.de

Dr. Regine Klose-Wolf
Hamburger Institut für Sozialforschung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mittelweg 36, 20148 Hamburg
Tel. 040-414097-12
Presse@his-online.de Weitere Informationen:https://www.zeitgeschichte-hamburg.de/ zur Website der Forschungsstelle für Zeitgeschichtehttp://www.his-online.de/veranstaltungen/9116/crossing-borders/ zu den Vorträgen der Reihe "Crossing Borders"
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