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Ebola in Afrika - Ebola in Deutschland | Symposium am 22.10.14 in Frankfurt

17.10.2014 - (idw) Wissenschafts-Pressekonferenz e.V.

Wie ist die aktuelle Lage in Westafrika?
Wann wird ein Impfstoff zur Verfügung stehen?
Wie gut ist Deutschland auf die Epidemie vorbereitet?

Eine gemeinsame Veranstaltung der WPK die Wissenschaftsjournalisten mit der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) e.V., der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) e.V., des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) e.V. und des Robert Koch-Instituts (RKI) Das Ebola-Virus breitet sich in Westafrika noch immer ungebremst aus. Bisher haben sich mindestens 9.000 Menschen mit dem gefährlichen Erreger infiziert, 4.500 von ihnen sind gestorben. Die wirklichen Zahlen liegen vermutlich deutlich höher. Die Weltgesundheitsorganisation WHO erwartet im Dezember 5.000 bis 10.000 neue Fälle pro Woche.
Die Lage in den betroffenen Ländern ist verheerend. Es fehlt dort an allem. Todkranke Menschen müssen nach Hause geschickt werden, wo sie ihre Familie und Freunde in Gefahr bringen, weil es in den Behandlungszentren keine freien Betten gibt. August Stich vom Missionsärztlichen Krankenhaus in Würzburg wird die Situation darstellen. Matthias Grade war für Ärzte ohne Grenzen in Liberia. Er berichtet uns von seinen Erfahrungen vor Ort.

Erst jetzt - unter dem Druck der aktuellen Ereignisse - wird die Suche nach einem Impfstoff vehementer vorangetrieben. In den vergangenen Wochen hat die klinische Prüfung der zwei am weitesten entwickelten Kandidaten begonnen. Weitere Studien beginnen bald auch in Deutschland. Marylyn Addo vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf ist an den Studien beteiligt. Sie wird uns u.a. vom aktuellen Stand der Studien berichten und erläutern, welche Impfstoffe die aussichtsreichsten Kandidaten darstellen. Klaus Cichutek vom Paul Ehrlich Institut wird über die Möglichkeiten eines beschleunigten Zulassungsverfahrens berichten.

Momentan wütet die Epidemie fast ausschließlich in Westafrika. Was aber, wenn mehr und mehr Ebola-Fälle in Mitteleuropa ankommen? Wie gut ist Deutschland auf eine mögliche Ausbreitung vorbereitet? Und wie viele Patienten können auf deutschen Isolierstationen behandelt werden? Stefan Schmiedel vom Uniklinikum Hamburg-Eppendorf, Timo Wolf, behandelnder Oberarzt an der Uniklinik Frankfurt, und Thomas Grünewald, leitender Oberarzt der Klinik für Infektiologie und Tropenmedizin im Leipziger Klinikum St. Georg, berichten von ihren jüngsten Erfahrungen mit Ebola-Patienten und erläutern aktuelle Therapiemöglichkeiten. Der Leiter des Gesundheitsamtes in Frankfurt, René Gottschalk und der Präsident des Robert Koch-Instituts Reinhard Burger geben Einblicke, welche Vorkehrungen die deutschen Gesundheitsdienste getroffen haben.

Programm (weitere Details s. Anhang)

11 Uhr Begrüßung
Prof. Dr. Gerd Fätkenheuer, Uniklinik Köln und Deutsche Gesellschaft für Infektiologie

11.05 12 Uhr
Podium 1 Ebola in Afrika / Stand der Impfentwicklung

Dr. Matthias Grade, Quakenbrück, Ärzte ohne Grenzen
Prof. Dr. August Stich, Missionsärztliche Klinik, Würzburg
Prof. Dr. Marylyn Addo, Deutsches Zentrum für Infektionsforschung, Hamburg
Prof. Dr. Klaus Cichutek, Paul-Ehrlich-Institut, Langen

12 Uhr 13 Uhr
Podium 2 Vorbereitung auf Ebola in Deutschland

Dr. Timo Wolf, Universitätsklinikum Frankfurt am Main
Dr. Thomas Grünewald, Klinik f. Infektiologie und Tropenmedizin, Klinikum St. Georg, Leipzig

Dr. Stefan Schmiedel, Bernhard-Nocht-Klinik, Hamburg
Prof. Dr. Dr. René Gottschalk, Gesundheitsamt Frankfurt am Main
Prof. Dr. Reinhard Burger, Robert Koch-Institut, Berlin

Moderation: Kai Kupferschmidt, WPK, Journalist für Süddeutsche Zeitung & Science

Veranstaltungsort:
Gesundheitsamt Frankfurt,
Breite Gasse 28, 60313 Frankfurt am Main

Anmeldung:
Zur besseren Vorbereitung möchten wir Sie bitten, sich anzumelden: wpk@wpk.org
Geben Sie bitte auch kurz an, wenn Sie ein Interview mit einem der Referenten wünschen. Anhang
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