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Ein Abend voller Ehrungen: Stipendien mit rund 15.000 Euro an Studierende der HfG Karlsruhe vergeben

17.10.2014 - (idw) Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe - Karlsruhe University of Arts and Design

Mittwochabend verlieh die Gesellschaft zur Förderung der Kunst und Medientechnologie erneut Stipendien an die Studierenden der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, die von einer Jury während der Sommerloch-Ausstellung 2014 ausgewählt wurden. Insgesamt rund 15.000 Euro wurden überreicht. Nach einer 3D-Performance des ZKM-Instituts Musik mit dem Titel Deconstructing Double Districht und der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Fördergesellschaft Dr. Henning Rickmann wurden die Stipendien übergeben. Durch den Abend führte Professor Volker Albus, Prorektor der HfG Karlsruhe.

Das Gunter-Schroff-Stipendium in Höhe von 5.000 Euro ging an das Projekt Do we need another chair? (Sandra Böhm, Oliver-Selim Boulam, Christina Fröhlich, Max Guderian, Clemens Lauer, Sofia Rogova, Sophia Stoewer und Alide von Bornhaup bei Professor Hansjerg Maier-Aichen, Produktdesign), eine kluge Frage, wie Professor Albus eingangs bemerkt. Das Projekt basierte auf einem Seminar über zwei Semester, das Wege und Denkansätze, die zu einem Stuhl der besonderen Art führen, entwickelt hat. Diese besonderen Stühle reichten von einer Sitzgelegenheit aus Schokolade über eine Sitzstange bis hin zu einem sattelförmigen Stuhl aus Glasfaser für das bewusste Sitzen.

Martin Lorenz erhielt eines von drei Stipendien der Fördergesellschaft in Höhe von 3.000 Euro für sein Projekt Celestial Home Sick Blues, das er bei Professor Isaac Julien (Medienkunst) vorgelegt hat. Hierbei handelt es sich um eine raumspezifische Videoinstallation, die aus vier unterschiedlichen Projektionssituationen besteht. Lorenz stellt durch die räumliche Komposition die Aufmerksamkeitsökonomie des zeitbasierten Mediums Film in Frage. Innerhalb der Installation bestimmt der Besucher oder die Besucherin selbst, wie viel Zeit und Aufmerksamkeit er oder sie den vier Teilen oder Aspekten widmet.

Das zweite Stipendium der Fördergesellschaft in Höhe von 2.500 Euro erhielt Christoph Oeschger für das Buchprojekt Miklós Klaus Rósza, das bei den Professoren Armin Linke, Anja Dorn und Heike Schuppelius (Medienkunst, Szenografie und Ausstellungsdesign) entstanden ist und eine zeitgeschichtlich herausragende Doppelperspektive erarbeitet: Die Fotografien des Politaktivisten Rózsa werden Staatsschutzakten der Bundespolizei, Kantonspolizei und Stadtpolizei Zürich gegenübergestellt.

Ausgangspunkt des Projekts, welches das dritte Stipendium der Fördergesellschaft in Höhe von 2.000 Euro erhielt, war eine Exkursion im Oktober 2012 in Italien, die Studierende der HfG Karlsruhe und der ETH Zürich sowie italienische Kulturschaffende zusammenführte. Dazu gehören neben den Studierenden der HfG Lorena Garcia Castro, Annika Gutsche, Gloria Hasnay, Henrike Polek, Lena Rossbach, Laia Ventayol und Maxim Weirich auch Giulia Fiocca, Matteo Fraterno, Robert Hamacher, Rebecca Hirneise, Alexander Jackson Wyatt, Oskar Klinkhammer, Ines Lechleitner, Judith Milz, Wataru Murakami, Lorenzo Romito, Philipp Schell, Alina Schmuch, Franca Scholz, Berit Seidel, Paulina Semkowicz, Tobias Wootton, Jonas Zilius und Lisa Bergmann. Betreut wurde das Projekt The Walk Naples > Karlsruhe > Zürich > Karlsruhe von den Professoren Armin Linke und Michael Clegg (Medienkunst). Nach dem Prinzip, die Strukturen des öffentlichen Raumes mit der Durchquerung eines Gebietes zu Fuß offenzulegen, bewegte sich die Gruppe durch die Randgebiete zwischen Neapel und Pompeji. Ihre Reise hielten sie fotografisch fest und ordneten diese Fotografien in drei verschiedenen Ausstellungen in besonderer Weise passend zu den gegebenen Räumlichkeiten an.

Viola Kup erhielt für ihr Projekt Niaje? Stories of Design from Kenya and South Africa das Stipendium der Heinrich-Hertz-Gesellschaft in Höhe von 2.000 Euro übergeben vom Vorsitzenden Professor Volker Krebs (KIT). Das Projekt wurde von Professor Chris Rehberger (Kommunikationsdesign) betreut. Kup konnte nicht anwesend sein und grüßte per Videobotschaft aus Nairobi, wo ihr Sozial-Projekt seinen Ursprung hat. Dort gründete sie das USANII LAB, das es jungen Menschen aus Nairobi ermöglichte, an kreativen Design-Workshops teilzunehmen sowie anschließend ein Magazin zu entwickeln, das die junge Bevölkerung Nairobis ansprechen sollte. Das ZOOM Magazine soll eine Plattform für jene sein, denen sonst keiner zuhört.

Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden von einer Jury ausgewählt, die aus verschiedenen Persönlichkeiten sowie Expertinnen und Experten der Branche besteht. Hierzu gehören: Mischa Kuball (Medienkünstler und Professor für Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien Köln), Christiane Riedel (Geschäftsführerin des ZKM), Dr. Henning Rickmann (Fördergesellschaft), Dr. Andreas Beitin (Leiter des ZKM | Museum für Neue Kunst), Dr. Sigrid Ingenohl, Dr. Marlene Angermeyer-Deubner (Fördergesellschaft), Dr. Pia Müller-Tamm (Direktorin der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe) und Anja Casser (Direktorin des Badischen Kunstvereins).


Gesellschaft zur Förderung der Kunst und Medientechnologie e.V.:
Zukunft gestalten ZKM und HfG fördern, das ist seit der Gründung im Jahr 1988 das Ziel der Gesellschaft zur Förderung der Kunst und Medientechnologie. Die Vereinigung wurde von engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens gegründet und unterstützt sowohl die Hochschule für Gestaltung als auch das ZKM ideell und materiell, um diese in Karlsruhe und über die Stadtgrenzen hinaus fest im Bewusstsein zu verankern.
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