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Seminar gegen menschenfeindliche Einstellungen

20.10.2014 - (idw) Fachhochschule Dortmund

Die Fachhochschule Dortmund bietet ihren Studierenden im Wintersemester 2014/15 ein außergewöhnliches Seminar gegen menschenfeindliche Einstellungen an. In Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein Gegen Vergessen Für Demokratie e.V. und der Bundeszentrale für politische Bildung werden Studierende der Sozialen Arbeit über zwei Semester für Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sensibilisiert. Im Rahmen des Seminars vermitteln Experten unterschiedlicher Einrichtungen praktische Einblicke in Projekte und Initiativen: vor Ort, bundesweit und auch auf internationaler Ebene.

Rechtsextremismus. Antisemitismus. Homophobie. Sexismus. Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit können einem überall begegnen: In der U-Bahn, in der Schule, am Arbeitsplatz. Wie aber damit umgehen? Es gibt wahrscheinlich niemanden, der solche Situationen nicht kennt: Ein diffuses Gefühl von Unsicherheit, Angst, Hilflosigkeit, Ohnmacht gepaart mit dem irgendwie sicheren Wissen, dass etwas geschieht, was man nicht guten Gewissens mit ansehen kann. Martin Ziegenhagen, Projektleiter von Gegen Vergessen Für Demokratie e.V.: Oft fehlen entweder Handlungsrepertoire oder Kompetenz, kritische Situationen einzuschätzen und die Entscheidung zu treffen, etwas zu tun. Nicht selten fehlt auch beides. Genau hier setzt unser Seminar an.

Das Seminar, das im Bereich Praxisorientierte Politikwissenschaft bei Prof. Dr. Dierk Borstel angesiedelt ist, möchte zur wertegestützten Gegenrede ermutigen und zukünftige Absolventinnen und Absolventen der Sozialen Arbeit auf verunsichernde Situationen in späteren Berufsfeldern vorbereiten. Dazu gehört auch, das eigene Verständnis von Demokratie immer wieder zu prüfen, sich selbst zu hinterfragen und ganz individuelle Formen des Eintretens gegen menschenfeindliche Einstellungen zu entwickeln, so Borstel.

Eingeladen sind unter anderem:
- Claudia Dantschke (Islamismusexpertin und Mitarbeiterin des Zentrums für demokratische Kultur, Berlin)
- Stefan Glaser (Leiter von jugendschutz.net und Gründungsmitglied von INACH International Network against Cyberhate)
- Deniz Ince (Mitarbeiter von HEROES, einem Gleichstellungsprojekt gegen Unterdrückung im Namen der Ehre von Strohhalm e.V.)
- Dr. Meron Mendel (Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt a.M.)
- Jürgen Rausch (Leiter von schLAu Dortmund, schwul-lesbisches Aufklärungsprojekt)
- Stefan Mühlhofer (Leiter der Gedenkstätte Steinwache Dortmund)
- Claudia Schäfer und Bianca Schönberger (ZARA Zivilcourage und Antirassismusarbeit, Wien).

Für den Sommer 2015 ist eine Publikation geplant, in der die Ergebnisse und Perspektiven des praxisorientierten Seminars gemeinsam mit den Studierenden veröffentlicht werden sollen. Weitere Informationen:http://www.fh-dortmund.de
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