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Karl-Sczuka-Förderpreis geht an Karlsruher No Input Ensemble und den HfG-Studenten Christian Claus

20.10.2014 - (idw) Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe - Karlsruhe University of Arts and Design

Der Karl-Sczuka-Förderpreis in Höhe von 5.000 Euro wurde gestern in Donaueschingen an das Karlsruher No Input Ensemble und Christian Claus, Student der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, unter dem Alias 2xC vergeben. Neben Komponist Carl Michael von Hausswolff, der den 12.500 Euro dotierten Hauptpreis erhalten hatte, überzeugte der Medienkunst-Student mit dem No Input Ensemble der Karlsruher Hochschule für Musik. Im Wintersemester 2013/14 kamen beide auf Initiative von Dr. Achim Heidenreich zusammen, um einen gemeinsamen Beitrag für die Europäischen Kulturtage in Karlsruhe zu erschaffen. Grundlage hierfür war das komplexe Medienkunstwerk Gebirgskriegsprojekt des kubanisch-amerikanischen Komponisten Jorge E. López.

Nach mehrmaligem gemeinsamen Hören, Sehen und Erfahren des Gebirgskriegsprojekts, begann die Schaffensphase mit Erstellung einer ersten losen Partitur, intensiven Proben und Recherchen. Das No Input Ensemble arbeitet dabei mit Mischpulten und Effektgeräten, ohne dabei von außen Material einzuspeisen. Der Klang wird durch interne akustische Rückkopplung erzeugt, die die eigentliche Funktion der Regler außer Kraft setzt und neue Möglichkeiten generiert. 2xC arbeitet mit einem DJ-Setup und selbsteingesprochenem Sprachmaterial, das über historische Quellen aus Zeiten des Gebirgskriegs recherchiert wurde. Die Textfragmente trägt 2xC mit dynamisch, verzerrter bis verspielter Manier durch Scratches vor und fügt sich neben einem Solo in die Klanglandschaft des No Input Ensembles ein. Die Stimmung der Klänge und auch der Texte orientiert sich an einem Leitfaden, der sich aus den sechs Begriffen Natur, naive Euphorie, Aufstieg, Eis und Kälte, paradoxe Freude sowie innere Leere zusammensetzt.

Am 13. Mai 2014 wurde Fieber. Kommentarwerk zum Gebirgskriegsprojekt von No Input Ensemble und 2xC im Großen Studio der HfG Karlsruhe uraufgeführt.

Karl-Sczuka-Preis
Seit 1972 wird der Karl-Sczuka-Preis bei den Donaueschinger Musiktagen verliehen und ist seitdem zur international wichtigsten Auszeichnung für avancierte Werke der Radiokunst geworden. Ausgezeichnet werden soll die beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzt. Wer den 53. Preis bekam, wurde von der unabhängigen Jury unter Vorsitz von Christina Weiss entschieden. Er besteht aus einem Hauptpreis, der mit 12.500 Euro dotiert ist sowie aus einem Förderpreis in Höhe von 5.000 Euro. Weitere Informationen:http://swrmediathek.de/player.htm?show=2308f8b0-579d-11e4-a8ee-0026b975f2e6
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