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100. Hochschule beigetreten - 4. Weltforum der Ressourcenuniversitäten für Nachhaltigkeit in Japan

22.10.2014 - (idw) Technische Universität Bergakademie Freiberg

Zum 3. Weltforum der Ressourcenuniversitäten für Nachhaltigkeit vom 19. bis 21. Oktober sind an die österreichische Montanuniversität Leoben rund 50 Mitglieder aus vier Kontinenten der Erde angereist. Darunter zahlreiche Rektoren und Vizerektoren von namhaften Universitäten, unter anderem aus Kanada, Japan, USA oder Kenia. Neben internationalen wissenschaftlichen Vorträgen tauschten sich die Teilnehmer zu internationalen Standards in der Ausbildung im Rohstoffbereich aus. Die nächste Jahrestagung wird in Akita, Japan, stattfinden. Seit seiner Gründung im Jahr 2012 in Freiberg sind dem Weltforum 100 Universitäten aus 56 Ländern und fünf Kontinenten beigetreten. Gerade für Länder wie Kenia sei es wichtig sich zur Rohstoffausbildung auszutauschen. Das Land ist reich an Rohstoffen, habe jedoch nur wenig ausgebildete Ingenieure vor Ort, sagte Rektor Prof. Boga vom Taita Taveta University College. Seine Hochschule ist eine der sieben neuen Weltforumsmitglieder, die seit dem vergangenen Weltforum in Trondheim hinzugekommen sind. Außer Kenia sind es zwei Hochschulen aus Argentinien und je eine aus Belgien, Georgien, Ukraine (Donbass) und Jemen. Wir sehen im diesjährigen Treffen eine gute Fortsetzung dessen, was wir vor zwei Jahren in Freiberg angefangen haben, so Prof. Carsten Drebenstedt, erster Generalsekretär des Weltforums.

In den Vorträgen beschäftigen sich die Wissenschaftler mit der Lehre im Rohstoff-Bereich, mit Methoden, aber auch dem Stand der Technik. Am Beispiel der Bergbauregion Leoben (Eisenerz) wird den Teilnehmern gezeigt, wie Bergbau wirtschaftlich und nachhaltig betrieben werden kann, trotz relativ geringer Erzgehalte.

Insgesamt sind dem Weltforum der Ressourcenuniversitäten für Nachhaltigkeit (World Forum of Universities of Resources on Sustainability, WFURS) seit seiner Gründung im Jahr 2012 100 Mitgliedsuniversitäten aus 56 Ländern und allen fünf Kontinenten beigetreten. Das WFURS wurde im Jahr 2012 in Freiberg von der TU Bergakademie Freiberg und der St. Petersburger Bergbauuniversität gegründet. Das Ziel ist die weltweite Umsetzung des Prinzips der nachhaltigen Entwicklung in Forschung und Ausbildung an den Hochschulen im Rohstoffbereich. Darüber hinaus will das Weltforum ein neues Rohstoffbewusstsein in Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik schaffen: Die Hochschulen sind die Kaderschmieden für die zukünftigen Fach- und Führungskräfte in diesem Bereich. Daher wollen wir gemeinsame Ausbildungsstandards etablieren, die Nachhaltigkeit bei den Rohstoffen vermitteln, also mehr Effizienz, Vermeidung, Ersatz und Recycling, so Prof. Bernd Meyer, Rektor der TU Bergakademie Freiberg und Präsident des Weltforums.

In der Mitgliederversammlung wurden einstimmig Satzung und Geschäftsordnung beschlossen, auf deren Grundlagen die Arbeit des Weltforums fortgeführt wird. Prof. Bernd Meyer (TU Bergakademie Freiberg) wurde für ein weiteres Jahr als Präsident des WFURS wiedergewählt, Prof. Carsten Drebenstedt (TU Bergakademie Freiberg) wurde für vier Jahre als erster Generalsekretär wiedergewählt und Prof. Akira (Akita Universiy, Japan) wurde zum Schatzmeister gewählt. Die kommende Jahrestagung findet vom 12. bis 17.09.2015 in Akita, Japan, statt. Für das Jahrestreffen 2016 haben sich die Nationale Bergbau-Universität Dnepropetrovsk und die Universität Tarkwa, Ghana, beworben.

Zuvor wurden in Arbeitsgruppen die Inhalte des Weltforums diskutiert und die nächsten Schritte beschlossen. Ziel ist, die Nachhaltigkeitsaspekte fest in die Studienpläne nach dem Stand des Wissens zu verankern und die entsprechenden Hilfsmittel dafür bereit zu stellen sowie die wissenschaftlichen Grundlagen weiter zu entwickeln, so Prof. Carsten Drebenstedt (TU Bergakademie Freiberg).

Die neuen WFURS-Mitglieder (seit der Jahrestagung 2013):

1) Taita Taveta University College, Voi, Kenia

2) Technische Universität Tiflis, Georgien

3) Universidad Nacional de San Martín, Argentinien

4) Universität Aden, Jemen

5) Universidad Nacional de Catamarca, Argentinien

6) Université de Liège, Belgien

7) Donbass State Technical University, Ukraine Weitere Informationen:http://wfurs.unileoben.ac.at/ - Programm WFURS 2014http://www.worldforum-sustainability.org/ - Allgemeine Informationen zum WFURS und eine Liste aller Mitgliederhttp://www.tu-freiberg.de - Homepage der Gründungsuniversität mit Fotogalerie (ab 22.10.)
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