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Von Informatik im Alltag bis zum Ersten Weltkrieg: Neue Ringvorlesungen im Wintersemester

22.10.2014 - (idw) Universität des Saarlandes

Die Saar-Uni bietet in diesem Wintersemester eine Reihe öffentlicher Ringvorlesungen an, die sich an ein breites Publikum wenden. Sie beleuchten ganz unterschiedliche Wissensgebiete. So geht es montags um die Rolle der Informatik im Alltag, dienstags um Pop-Kultur und donnerstags um das Kino des Jim Jarmusch. Außerdem stehen drei Vorträge zum Ersten Weltkrieg auf dem Programm. Die Ringvorlesungen werden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern veranstaltet unter anderem mit der Landeshauptstadt Saarbrücken. Die Vortragsreihen finden an zentralen Orten der Saarbrücker Innenstadt oder auf dem Campus der Saar-Uni statt und sind kostenlos. Alle Interessierten sind willkommen. In der kommenden Woche finden vier Vorträge statt:

Ringvorlesung im Rathausfestsaal:
Ringvorlesung Informatik: DIGITAL Wie Informatik unseren Alltag verändert
Montag, 27. Oktober, 19 Uhr: Von Wikipedia und Big Data zur Weltwissensbank?
(Professor Hans Uzskoreit, Universität des Saarlandes)

Millionen ehrenamtlicher Autoren haben mit dem Online-Lexikon Wikipedia eine freie Wissensressource geschaffen, die an Größe, Themenbreite und Aktualität alle früheren Enzyklopädien übertrifft. Dazu kommen riesige Mengen an öffentlichen Daten, die mit enormer Geschwindigkeit wachsen und untereinander immer besser vernetzt sind. Große Teile dieser Wissensbestände wurden in Datenbanken überführt und mit anderen Datenbanken verknüpft. Wir erleben den Beginn einer Akkumulation von Informationen, die zu einer völlig neuen Verwaltung und Nutzung des menschlichen Wissens führen wird. Professor Uzskoreit wird in seinem Vortrag die Möglichkeiten und Grenzen dieser Wissensorganisation sowie von Verfahren zur automatischen Textanalyse vorstellen.

Kontakt:
Universität des Saarlandes, Kompetenzzentrum Informatik
Kristina Scherbaum
Tel.: 0681 302-70160
Das komplette Vortragsprogramm unter: www.informatik-saarland.de/ringvorlesung.php

Ringvorlesung in der Unionstiftung (Steinstraße 19, 66115 Saarbrücken):
Was ist Pop?
Dienstag, 28. Oktober, 18.30 Uhr: Pop oder das Streben nach Glück (Gangnam Style)
(Karl Bruckmaier, Pop-Kritiker, und Sven-Ake Johansson, musikalische Begleitung)

Bei der Vortragsreihe, die im Rahmen eines Seminars der Saar-Uni im Optionalbereich angeboten wird, sind Journalisten, Musiker und Manager aus der Pop-Branche zu Gast und werfen einen interdisziplinären Blick auf die Popkultur. Dabei geht es unter anderem darum, was Pop mit Glück zu tun hat, warum Popkultur das Saarland retten kann, um Pop als Wirtschaftszweig und um Pop-Journalismus.

Kontakt:
Dominik Schmitt, M. A.
Tel.: 0681 302-2203
E-Mail: d.schmitt(at)mx.uni-saarland.de

Ringvorlesung und Kinoretrospektive an der Saar-Uni (Gebäude C5 3, Seminarraum U10):
Das Postmoderne Kino des Jim Jarmusch
Donnerstag, der 30. Oktober, 16 Uhr: Only lovers left alive
(Dominik Schmitt)

Jim Jarmusch gilt seit mehr als drei Jahrzehnten als einer der größten Exzentriker des US-amerikanischen Independentkinos. Häufig tritt er in Personalunion als Produzent, Drehbuchautor, Regisseur, Cutter und Komponist auf. Jarmuschs Filme lassen sich als Autorenkino beschreiben, wobei er sich mit dem Blick eines Außenseiters auf die Inszenierung lakonisch-ironischer Figuren und Stimmungsbilder spezialisiert hat. Seine Filme sind bevölkert von skurrilen Außenseiter-Figuren, deren Ursprünge oft Meisterwerke der Film- und Kulturgeschichte sind: melancholische Vampire (Only Lovers Left Alive, 2013), alternde Casanovas (Broken Flowers, 2005), Killer mit Samurai-Faible (Ghost Dog, 1999) oder psychedelische Cowboys (Dead Man, 1995).

Kontakt:
Dominik Schmitt, M. A.
Tel.: 0681 302-2203
E-Mail: d.schmitt(at)mx.uni-saarland.de

Ringvorlesung auf dem Saarbrücker Campus (Gebäude E2 1, Seminarraum E 001, EG):
100 Jahre Erster Weltkrieg Der Krieg und das Schisma der Arbeiterbewegung
Mittwoch, 29. Oktober, 17 Uhr: Die SPD im Ersten Weltkrieg Burgfrieden und Parteispaltung
(Professor Walter Mühlhausen; Kommentar: Reinhard Klimmt)

Der 4. August 1914 gilt als Sündenfall der SPD: An diesem Tag stimmte ihre Reichstagsfraktion für die Annahme der Kriegskredite und schloss damit für die Dauer des Krieges einen Burgfrieden mit der Reichsleitung. Der Vortrag zeigt die Motive für diese Entscheidung auf und fragt, ob dies als Wendepunkt oder als Endpunkt der Vorkriegsentwicklung der SPD zu sehen ist. Zum anderen wird der von tiefgreifenden inneren Auseinandersetzungen geprägte Weg der SPD im Krieg nachgezeichnet, der schließlich wegen der Burgfriedenspolitik 1917 zu einer dauerhaften Spaltung der Arbeiterbewegung führte.


Die Kooperationsstelle Wissenschafts- und Arbeitswelt (KoWA) organisiert die Reihe gemeinsam mit der Arbeitskammer des Saarlandes, dem Bildungswerk Arbeit und Leben e.V., dem Historischen Verein für die Saargegend e.V. und dem Frankreichzentrum der Saar-Uni. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung vorab bei KoWA wird gebeten.

Kontakt:
Olga Haubrichs
Tel.: 0681 302-4802
E-Mail: kooperationsstelle(at)univw.uni-saarland.de
Weitere Informationen: www.uni-saarland.de/kooperationsstelle
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