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Festabend zu Gunsten des Heidelberger Hospiz Louise

22.10.2014 - (idw) Universitätsklinikum Heidelberg

Symposium mit Festabend am 27. und 28. Oktober 2014 zum 60. Geburtstag von Professor Dr. Dr. Peter Nawroth / Internationale Experten diskutieren über bisher unheilbare Spätschäden bei Diabetes / Weitere Teilnehmer jederzeit willkommen / Journalisten sind zum Festabend am 27. Oktober in der alten Aula der Universität Heidelberg eingeladen Keine Geschenke und keine Reden zu seiner Person das ist der Wunsch von Professor Dr. Dr. h.c. Peter Nawroth, Ärztlicher Direktor der Klinik für Endokrinologie, Stoffwechsel und Klinische Chemie am Universitätsklinikum Heidelberg, für den Festabend anlässlich seines 60. Geburtstages am Montag, 27. Oktober 2014. Stattdessen sind die Gäste aufgerufen, an den Förderverein des Heidelberger Hospiz Louise zu spenden, der seit September allein mit Hilfe von Spendengeldern ein neues, größeres Domizil für das Hospiz in der Heidelberger Weststadt renoviert. Beim Festabend, der um 19 Uhr in der Alten Aula der Universität beginnt, wird Jutta Kirchhof, zweite Vorsitzende des Fördervereins, die Hospizarbeit und das Bauprojekt vorstellen. Die weiteren Beiträge des Abends reflektieren die verschiedenen Interessen des Jubilars: Ein großer Part kommt dabei der Kammermusik zu, darüber hinaus gibt es Vorträge zum akademischen Miteinander an der Universität, Kunst und Theologie. Journalisten sind herzlich eingeladen.

Im ersten Vortrag des Abends spricht Rektor Professor Dr. Bernhard Eitel über die akademische Gemeinschaft als Grundlage einer erfolgreichen Universität ein Thema, das Professor Nawroth sehr am Herzen liegt: In Heidelberg wirken Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum im Gleichklang; man kann sich als wissenschaftlich tätiger Arzt in einem Umfeld der Exzellenz frei entfalten. Für mich ist es das Schönste, am Universitäts¬klinikum Heidelberg zu arbeiten. Ein weiteres großes Interesse des renommierten Arztes ist seit jungen Jahren die Theologie, der er sich um ein Haar, wäre nicht die Medizin dazwischen gekommen, auch beruflich zugewandt hätte. Seniorprofessor Dr. Dr. Dres. h.c. Michael Welker, Geschäftsführender Direktor des Forschungszentrums Internationale und Interdisziplinäre Theologie, vermittelt den Zuhörern Denkanstöße zu Tod und Schlaf. Irdisches und Ewiges Leben. Für Hörgenuss sorgt ein Streichquartett mit Stücken von Mozart und Schubert.

Renovierung des neuen Domizils wird allein aus Spendengeldern finanziert

Die theologische Auseinandersetzung mit Leiden und Tod mag auch die Erklärung dafür sein, warum Peter Nawroth zu einem erfreulichen Anlass wie dem 60. Geburtstag seine Gäste anstelle von Geschenken um die Unterstützung eines Hospizes bittet: Ohne Spendengelder und ehrenamtlichem Einsatz ist dieser wichtige Dienst am sterbenden Menschen nicht möglich. Aktuell benötigt der Förderverein dringend Unterstützung für den Umbau des künftigen Hospizgebäudes in der Wilhelmstraße. Bisher ist ungefähr die Hälfte der veranschlagten Bausumme von 2,5 Millionen Euro durch Spenden finanziert; aus öffentlicher Hand gibt es keine Zuschüsse.

Im alten Gebäude in der Kaiserstraße bietet zu wenig Platz für den gestiegenen Bedarf nach Pflegeplätzen und ist nicht barrierefrei. Zudem macht sich das Alter der Bausubstanz sowie der technischen Anlagen zunehmend bemerkbar. Wir bleiben aber in der Weststadt und ziehen wieder in ein historisches Gebäude, das war uns sehr wichtig erklärt Hospizleiter Frank Schöberl. Die Atmosphäre in alten Gebäuden ist heimeliger als in modernen Neubauten aus Glas, Stahl und Beton und unser oberstes Ziel ist es, dass sich die Menschen bei uns ein wenig wie zuhause und geborgen fühlen. Im neuen Standort in der Wilhelmstraße werden acht Pflegplätze eingerichtet, bisher sind es fünf. Somit können ab kommendem Jahr jährlich rund 130 schwer kranke Menschen hier ihre letzten Tage begleitet und in Würde verbringen. Wir sind sehr dankbar für die breite Unterstützung, die wir derzeit z.B. durch solche Spendenaktionen erfahren. Neben dem finanziellen Aspekt fühlen wir uns dadurch auch in unserer Arbeit bestätigt und getragen, so Schöberl.

Neuer Sonderforschungsbereich zu Spätschäden bei Diabetes in Heidelberg und Mannheim eingerichtet

Der Festabend ist eingebettet in ein zweitägiges Fachsymposium zu Spätschäden bei Diabetes, einem Forschungsschwerpunkt des Teams um Professor Nawroth. Gleichzeitig markiert das Treffen hochkarätiger Wissenschaftler aus Europa, USA und Australien den Start eines neuen, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonder-forschung¬sbereiches (SFB 1118) an den Universitätskliniken Heidelberg und Mannheim sowie dem Deutsche Krebsforschungszentrum. Das Fördervolumen beträgt 9,3 Millionen Euro; Sprecher des SFB ist Professor Nawroth. Ziel der Wissenschaftlerteams ist es, die Ursachen diabetischer Folgeschäden zu erforschen. In der Behandlung der Spätschäden an Augen, Nieren, Lunge, Nerven und Gefäßen gibt es seit mehr als 15 Jahren keine nennenswerten Fortschritte. Wir werden gemeinsam daran arbeiten, das zu ändern, sagt Nawroth. Neben dem Heidelberger Forscherteam sind die Arbeitsgruppen um Professor Dr. Hans-Peter Hammes, Leiter der Sektion Endokrinologie an der V. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim, und Professor Dr. Stephan Herzig, Leiter der Abteilung Molekulare Stoffwechselkontrolle am DKFZ, beteiligt.

Die Behandlung der Stoffwechselstörung Diabetes konzentriert sich derzeit auf die Kontrolle des Blutzuckerspiegels. Doch dies reicht bei den meisten Patienten nicht aus, um Schäden an Organen und Nerven zu vermeiden. Studien haben inzwischen gezeigt, dass die gestörten Stoffwechselvorgänge bei den Erkrankten giftige Nebenprodukte, sogenannte reaktive Metabolite, hervorbringen, die diese Schädigungen verursachen. Diese Nebenprodukte sollen nun genauer untersucht und Therapien entwickelt werden, mit denen die Bildung dieser Giftstoffe eingedämmt werden kann.

Das Symposium findet am 27. und 18. Oktober 2014 in der Print Media Academy
Kurfürstenanlage 60, 69115 Heidelberg, statt. Weitere Teilnehmer sind jederzeit willkommen.

Kontakt für Journalisten:
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Peter Nawroth
Zentrum für Innere Medizin (Krehl-Klinik)
Klinik für Endokrinologie, Stoffwechsel und Klinische Chemie (Innere Medizin I)
Tel.: 06221 56-8601
E-Mail: Peter.Nawroth@med.uni-heidelberg.de

Frank Schöberl
Leiter des Hospitz Louise
Tel.: 06221 526 520
E-Mail: Hospiz.Louise@gmx.de

Weitere Informationen und Programm:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Program.137633.0.html
http://www.hospiz-louise.de/
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Willkommen.879.0.html

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 2.200 Betten werden jährlich rund 116.000 Patienten voll- bzw. teilstationär und rund 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.500 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.


www.klinikum.uni-heidelberg.de

Bei Rückfragen von Journalisten:
Julia Bird
Referentin Unternehmenskommunikation / Pressestelle
des Universitätsklinikums Heidelberg und der
Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672<
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