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Ehrendoktorwürde für Prof. Otmar Wiestler

23.10.2014 - (idw) Klinikum der Universität München

Die Medizinische Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München ehrt herausragenden Krebsforscher Am 22. Oktober 2014 hat die Medizinische Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) die Ehrendoktorwürde an Prof. Dr. Otmar Wiestler, Vorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg und Sprecher des Deutschen Zentrums für Translationale Krebsforschung (DKTK), verliehen. Die Medizinische Fakul-tät möchte damit die herausragenden Leistungen von Herrn Professor Wiestler als Forscher auf dem Gebiet der molekularen und zellulären Neurowissenschaften und als visionärer und international anerkannter Wissenschaftsma-nager würdigen, der die biomedizinische Forschung in Deutschland nachhaltig geprägt und nach vorne gebracht hat, sagt Prof. Maximilian Reiser, Dekan der Medizinischen Fakultät der LMU. Prof. Wiestler ist derzeit Direktor des Deutschen Krebsforschungsinstituts in Heidelberg sowie Vizepräsident der Helmholtz Gemeinschaft. Er ist Mitglied in zahlreichen internationalen wissenschaftlichen Advisory Boards und Koordinator des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung.

Das wissenschaftliche Werk von Prof. Wiestler ist eindrucksvoll. Gemeinsam mit Prof. Oliver Brüstle führte er bahnbrechende Untersuchungen zur Charakterisierung embryonaler Stammzellen durch und gründete einen Forschungsverbund, der sich dieser wissenschaftlichen Fragestellung intensiv widmete. Darüber hinaus war er maßgeblich an der molekularen und genetischen Charakterisierung von Hirntumoren beteiligt und trug wesentlich zur Gründung eines nationalen Netzwerkes zur Erforschung von malignen Gliomen bei. Weitere Forschungsschwerpunkte umfassten die vaskulä-ren Grundlagen der Alzheimererkrankung.

Nach dem Studium der Medizin an der Universität Freiburg hat Prof. Wiestler eine Ausbildung in der Neuropathologie begonnen und war zunächst an der Universität Freiburg und später als postdoctoral fellow an der Universität von California, San Diego tätig. Nachdem er seine Ausbildung in dem Department für Pathologie der Universität Zürich abge-schlossen hatte, wurde er 1992 zum Direktor des Instituts für Neuropathologie der Universität Bonn berufen. Nachdem er 1997 einen Ruf auf den Lehrstuhl für Neuropathologie an der Humboldt Universität Berlin abgelehnt hatte, wurde er 2002 Direktor des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg.

Neben seiner unmittelbaren, international hoch anerkannten wissenschaftlichen Arbeit trug Prof. Wiestler entscheidend zur Etablierung wissenschaftlicher Netzwerke in Deutschland bei und bestimmte als Vorsitzender des Advisory Boards der Deutschen Krebshilfe seit 2004 wesentlich die deutsche Forschungslandschaft im Bereich der Krebserkrankungen. In jüngster Zeit hat Prof. Wiestler sich große Verdienste um die Gründung des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung erworben und entscheidend dazu beigetragen, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung diese innovative Form der strukturellen Unterstützung der Krebsforschung in Deutschland etablierte. Von diesen Bemühungen profitierte die Medizinische Fakultät der LMU auf unterschiedliche Weise. So sind auch Kliniken und Arbeitsgruppen der Medizinischen Fakultät in das Nationale Gliom Verbundnetz eingebunden. München wurde mit der Unterstützung von Prof. Wiestler zu einem der vier vollgeförderten Standorte im Rahmen des DKTK ernannt.


Ansprechpartner:
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Maximilian Reiser
Dekan der Medizinischen Fakultät der LMU München
Tel: 089 4400 72750
E-Mail: maximilian.reiser@med.uni-muenchen.de Weitere Informationen:http://www.klinikum.uni-muenchen.de
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