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Ergebnisse der Herbstsitzungen des Wissenschaftsrates (Greifswald, 22.-24. Oktober 2014)

27.10.2014 - (idw) Wissenschaftsrat

Die Herbstsitzungen des Wissenschaftsrates standen dieses Mal im Zeichen zahlreicher Evaluations- und Akkreditierungsverfahren. Erstmals fand auch ein neues Verfahren zur strategischen Erweiterung von Leibniz-Einrichtungen Anwendung. Als eine Einrichtung von zentraler Bedeutung für die Agrarforschung und Agrarwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland schätzt der Wissenschaftsrat das Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI), Quedlinburg, ein. Das Institut ist eine der größten und thematisch vielseitigsten Einrichtungen für Kulturpflanzenforschung in Deutschland. Es erfüllt den Auftrag der Politikberatung auf überzeugende Weise, bietet Dienstleistungen in hoher Qualität an und führt gute bis sehr gute Forschung durch.

In seiner Evaluation des Potsdamer Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) würdigt der Wissenschaftsrat die geleistete Aufbauarbeit des noch jungen Instituts. Das IASS versteht sich als neuartiges Institute for Advanced Studies mit dem Schwerpunkt nachhaltige Entwicklung, das zugleich Aufgaben eines Forschungsinstituts sowie eines Instituts für Politik- und Gesellschaftsberatung wahrnimmt. Damit das Institut sich zu einem wichtigen Scharnier zwischen Wissenschaft und Gesellschaft entwickeln kann, hält der Wissenschaftsrat jedoch konzeptionelle und organisatorische Kurskorrekturen für erforderlich.

In einem weiteren Evaluationsverfahren hat sich der Wissenschaftsrat dafür ausgesprochen, den Forschungsbereich im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Bonn, weiterzuentwickeln und mit großem Nachdruck auszubauen. Nur so wird seiner Einschätzung nach die außerordentliche Leistungsfähigkeit von Deutschlands wichtigster Zulassungsbehörde für Arzneimittel langfristig zu sichern sein.

Ein weiterer Ausbau der Forschungsaktivitäten am Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Salzgitter, ist nach Auffassung des Wissenschaftsrates notwendig, um eine qualitativ hochwertige Aufgabenwahrnehmung dieser zentralen Einrichtung des Bundes auf dem Feld des Strahlenschutzes zu gewährleisten. Gewürdigt werden die Fortschritte, die die Fachbereiche Strahlenschutz und Gesundheit (SG) sowie Strahlenschutz und Umwelt (SW) im Hinblick auf ihre Forschungsleistungen seit der vergangenen Evaluation durch den Wissenschaftsrat im Jahr 2006 gemacht haben.

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) hat ein neues Verfahren auf den Weg gebracht, das für Erweiterungsvorhaben von bereits bestehenden Leibniz-Einrichtungen und für Neuaufnahmen in die Leibniz-Gemeinschaft gilt. Dem Wissenschaftsrat kommt hierbei die Aufgabe zu, die wissenschaftliche Qualität, überregionale Bedeutung und strukturelle Relevanz eines solchen Antrags für das Wissenschaftssystem zu bewerten. Im aktuell ersten Durchlauf des neuen Verfahrens handelt es sich in beiden Fällen um strategische Erweiterungsvorhaben:

Die strategische Erweiterung der Senckenberg Forschungsinstitute und Naturmuseen um das Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F), Frankfurt am Main, hält der Wissenschaftsrat für eine ausgesprochen gelungene Maßnahme. Das Konzept zur strategischen Erweiterung des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden e. V. (IPF) um das Kurt-Schwabe-Institut für Mess- und Sensortechnik e. V. (KSI), Meinsberg, hat indessen nicht überzeugen können.

Auf seinen Herbstsitzungen hat der Wissenschaftsrat zudem sieben Verfahren der Institutionellen Akkreditierung und Reakkreditierung beraten. In allen Fällen im Einzelnen bei der Katholischen Hochschule Freiburg (KH Freiburg), der Business and Information Technology School (BiTS), Iserlohn, der Evangelischen Hochschule Freiburg, der EBC Hochschule Hamburg, der Quadriga Hochschule Berlin, der Berliner Technischen Kunsthochschule (BTK) sowie der International Psychoanalytic University (IPU) in Berlin gelangte er zu einem positiven Votum. Weitere Informationen:http://www.wissenschaftsrat.de/home.htmlhttp://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/pm_2814.pdf

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