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Die Universität Zürich und das Wyss Institute der Harvard University gehen Partnerschaft ein

27.10.2014 - (idw) Universität Zürich

Das Wyss Institute der Harvard University und die Universität Zürich geben heute die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages bekannt. Ziel der neuen Partnerschaft ist es, die Forschung im Bereich des Tissue-Engineerings für Herzklappen und Blutgefässe voranzutreiben und neue regenerative Technologien schneller für die Klinik nutzbar zu machen. Wissenschaftler der Universität Zürich können dank der Kooperation künftig am Wyss Institute in Boston forschen. Die Universität Zürich wird als eine der führenden Hochschulen Europas die elfte Kooperationspartnerin des Wyss Institute for Biologically Inspired Engineering an der Harvard University. Dieses arbeitet im Rahmen von Partnerschaften bereits mit dem Beth Israel Deaconess Medical Center, dem Boston Childrens Hospital der Boston University, dem Brigham & Womens Hospital, dem Dana-Farber, Cancer Institute, dem Massachusetts General Hospital, der Medizinischen Fakultät der Massachusetts University, der Spaulding Rehabilitationsklinik, der Tufts University und der Charité Universitätsmedizin Berlin, über Disziplinen und Institutionen hinweg an Forschungsprojekten.

«Durch unser Bündnis mit der Universität Zürich und ihrem Zentrum für Regenerative Medizin erweitert unser Institut noch einmal seine Forschungsbasis», freut sich der Gründungsdirektor des Wyss Institute, Don Ingber. «Dies wird dazu beitragen, kardiovaskuläre Gewebetechnologien schneller klinisch nutzbar zu machen. Die neue Kooperation ergänzt unsere bestehenden Konsortiumspartner hervorragend.»
Mit der Bekanntgabe der Partnerschaft wird die bestehende Zusammenarbeit zwischen Kit Parker aus dem wissenschaftlichen Kernteam des Wyss Institute und Simon P. Hoerstrup, dem Direktor des Zentrums für Regenerative Medizin (ZRM) und des REMEDI-Forschungsprogramms für Regenerative Medizin und Organoide Technologien an der Universität Zürich, formalisiert und erweitert. Die beiden Wissenschaftler haben im vergangenen Jahr bereits bei mehreren Forschungsprojekten im Bereich der kardiovaskulären Gewebezüchtung, dem sogenannten kardiovaskulären Tissue Engineering, kooperiert. Im Rahmen der neuen Vereinbarung wurde Professor Hoerstrup nun als Fakultätsmitglied des Wyss Institutes und der Harvard University berufen.

«Dies ist eine überaus inspirierende und spannende Kooperation», betont Hoerstrup. «Als stark interdisziplinär ausgerichtetes Team können wir von nun an noch effizienter neue Technologien und innovative Therapien vom Forschungslabor ins Behandlungszimmer bringen.» Dank der Partnerschaft können Wissenschaftler aus Zürich überdies künftig am Wyss Institute in Boston forschen und umgekehrt.

Das Wyss Institute erhält Zugang zu den klinisch relevanten Grosstiermodellen des ZRM sowie zu den Plattformen und Reinraum-Einrichtungen für vorklinische Tierversuche und klinische Pilotstudien. Kit Parker, der zudem die Tarr Family Professur für Biotechnologie und angewandte Physik an der Technisch-Wissenschaftlichen Fakultät (SEAS) der Harvard University innehat, zeigt sich beeindruckt von der Kompetenz, die Hoerstrup und die ZRM-Forschenden, mit denen er bereits zusammengearbeitet hat, auf dem Gebiet des Tissue Engineering und der regenerativen Medizin in die Partnerschaft einbringen, und fügt hinzu: «Ich freue mich ganz besonders über den Ausbau unserer Zusammenarbeit mit dem ZRM-Team, damit wir künftig noch schneller unsere kardiologischen Ansätze aus dem Tissue Engineering therapeutisch nutzen können.»

Wyss Institute for Biologically Inspired Engineering an der Harvard University
Das Wyss Institute an der Harvard Universität macht sich die Konstruktionsprinzipien der Natur zunutze, um bioinspirierte Materialien und Vorrichtungen zu entwickeln, die die Medizin revolutionieren und weltweit zu mehr Nachhaltigkeit beitragen. Durch die Nachahmung natürlicher Prinzipien entwickeln die Forschenden des Wyss Institutes innovative, neuartige technische Lösungen für die Bereiche Gesundheit, Energie, Architektur, Roboter- und Fertigungstechnik. Diese Technologien werden anschliessend im Rahmen von Kooperationen mit klinischen Forschern, Unternehmen und neuen Startup-Firmen zur Marktreife geführt. Kürzlich gewann das Wyss Institute den begehrten Webby Award sowie eine Auszeichnung des World Technology Network für biotechnische Innovationen.
http://wyss.harvard.edu

Zentrum für Regenerative Medizin (ZRM) an der Universität Zürich
Das ZRM ist auf dem Medizinischen Campus der Universität Zürich in unmittelbarer Nähe zu führenden Schweizer Universitätsspitälern angesiedelt und in diese integriert. Sein Ziel ist es, die Grundsätze der regenerativen Medizin und der organoiden Technologie für neuartige Therapiemöglichkeiten zu nutzen. Als interdisziplinär und translational arbeitendes Forschungszentrum werden am ZRM aus den Ergebnissen der biomedizinischen Grundlagenforschung sicher und effizient anwendbare regenerative Therapien entwickelt. Dabei verbindet das ZRM verschiedene Bereiche der Grundlagenforschung und der klinischen Forschung, so beispielsweise die Entwicklungsbiologie, die Stammzellenbiologie, die Gewebezüchtung (Tissue Engineering), die Biomedizintechnik und die biologische Materialforschung. Zudem bietet das ZRM eine den aktuellen behördlichen Auflagen entsprechende Reinraum-Infrastruktur, welche Forschern die sichere Überführung regenerativer Therapieverfahren in klinische Pilot-Studien ermöglicht. Das ZRM gilt im Bereich der regenerativen Medizin und der organoiden Technologien als führendes schweizerisches Zentrum für Forschung, Ausbildung und Technologietransfer.

http://www.scrm.uzh.ch



Kontakt:
Prof. Simon P. Hoerstrup
Zentrum für Regenerative Medizin (ZRM)
Universität Zürich
simon_philipp.hoerstrup@usz.ch

Mary Tolikas
Wyss Institute for Biologically Inspired Engineering
Harvard University
mary.tolikas@wyss.harvard.edu

Beat Müller
Media Relations
Universität Zürich
Tel. +41 44 634 44 32
E-Mail: beat.mueller@kommunikation.uzh.ch Weitere Informationen:http://www.mediadesk.uzh.ch
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