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Internationaler Kant-Preis 2004 an Dieter Henrich

04.02.2004 - (idw) ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

ZEIT-Stiftung ehrt den "herausragenden Interpreten der Philosophie Kants"

Der Münchner Philosoph Dieter Henrich erhält den Kant-Preis der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Der Kant-Preis ist mit Euro 20.000,- dotiert, hinzu kommt ein vom Preisträger zu vergebender Förderpreis für eine herausragende Nachwuchsarbeit in der Kant-Forschung in Höhe von Euro 5.000,-. Wie erstmals im Jahr 2000, zeichnet die ZEIT-Stiftung mit diesem Wissenschaftspreis besondere Leistungen in der Erforschung von Leben und Werk Immanuel Kants sowie in der Kant-Philologie aus. Vor vier Jahren wurde der Philosoph Sir Peter Frederick Strawson geehrt, der Nachwuchspreis ging an David Mackie, beide Oxford.

Der Jury unter Vorsitz von Volker Gerhardt (Berlin) gehörten Manfred Baum (Wuppertal), Bernd Dörflinger (Trier), Georg Geismann (Florenz), Béatrice Longuenesse (New York), Jürgen Mittelstraß (Konstanz) und Marcus Willaschek (Frankfurt/Main) an. Das Votum der Jury war einstimmig:

"Dieter Henrich wird wegen seiner herausragenden Interpretationen zur theoretischen und praktischen Philosophie Immanuel Kants geehrt. Sein besonderes Verdienst liegt in dem Aufweis der Verbindungen Kants zu den nachfolgenden Denkern des deutschen Idealismus, insbesondere zu Hegel. Von Kant und Hegel ausgehend, hat er überdies entscheidende systematische Impulse für die Philosophie der Gegenwart gegeben. Mit ihm wird auch ein international anerkannter Denker ausgezeichnet, der besondere Verdienste für die Philosophie im angelsächsischen und im deutschen Sprachraum hat."

Der zweite internationale Kant-Preis der ZEIT-Stiftung wird am 22. April 2004 im Rahmen einer internationalen Kant-Konferenz in Kaliningrad vergeben. Die Laudatio wird der Präsident der deutschen Kant-Gesellschaft, Professor Dr. Manfred Baum (Wuppertal), halten.

Die von dem Verleger, Publizisten und Politiker Gerd Bucerius gegründete ZEIT-Stiftung engagiert sich seit Jahren für die Erforschung und Edition des Werks Immanuel Kants, für die junge russische Philosophie sowie für die Restaurierung von Kulturgütern und Baudenkmälern in Kaliningrad, der Stätte, an der Kant geboren ist und an der er Zeit seines Lebens gewirkt hat. Sie trägt gemeinsam mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften die historisch-kritische Edition des Opus postumum, des Alterswerks von Immanuel Kant, in der großen Akademie-Ausgabe.


Bei Rückfragen wenden Sie sich an den Programmverantwortlichen in der ZEIT-Stiftung, Dr. Ingmar Ahl, unter Tel. 41 33 67 71 oder an den Jury-Vorsitzenden Professor Dr. Volker Gerhardt unter Tel. 030/20 93 28 31.
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